SVWE_vs_FB_Köniz-09519

Meister Köniz kann auf die Heimniederlage reagieren und schafft in der Playoff-Halbfinalserie dank einem 6:2-Sieg in Kirchberg das Re-Break und gleicht die Serie aus. Dem SVWE bleibt die Erkenntnis, dass sich auf der Strafbank keine Spiele gewinnen lassen. Vom 2:1 zum 2:4 kassierte man im Mitteldrittel drei Tore in Serie bei 4-4, 3-5 und 4-5.

Nach einem schwierigen Startdrittel gegen ein im Vergleich zum Vortag deutlich aktiveres Köniz, das resultatmässig eher glücklich 1:1 endete aus Sicht des SVWE, war das Heimteam im Mitteldrittel gerade daran, den Meister so richtigen zu testen. Mit Schwung und einigen guten Aktionen übernahm Wiler das Zepter und ging durch das erste Playoff-Tor der dritten Linie gar mit 2:1 in Führung. Doch dann nahm sich der Rekordmeister gleich selber aus dem Spiel.  Im Zentrum einer Strafenflut dabei Söldner Joonas Pylsy und leider wie am Vortag Radek Sikora. Der eine wanderte zweimal innert kürzester Zeit auf die Strafbank, der andere holte sich wie am Vortag, 2 plus 10 Minuten ab. Die Historie dieser Strafen sind aber ganz anders. Während sich bei Joonas Pylsy langsam ein Frust ansammeln dürfte, sind Sikoras Unbeherrschtheiten gegenüber seinen Mitspielern unentschuldbar.

Kommen wir zuerst zum Joonas Pylsy, unbestritten einer der meistgefoulten Spieler der Liga, der schon gegen Rychenberg hart angegangen wurde und sogar ein unbestrafte Tätlichkeit über sich ergehen lassen musste. Wenn er dann in einem Playoff-Halbfinal in einem Bandenduell gegen einen Gegner, der zwar zweimal grösser und doppelt so breit ist, aber überhaupt keine Körperspannung aufbaut, selbst mal foult und gleich eine Strafe (2+2) kassiert, dann wird er sich so ziemlich verschaukelt vorkommen. So erlebte Pylsy den 2:2-Ausgleich ebenso von der Bank aus, wie später das 2:3 und 2:4. Dies verdankte er aber dann der Undiszipliniertheit von Radek Sikora. Dieser brachte es doch tatsächlich erneut fertig, sich bei eine Freistosspfiff zu seinen Gunsten vor der gegnerischen Bank so provozieren zu lassen, dass er sich zu einer Unsportlichkeit hinreissen liess. Köniz wurde die Spielwende quasi auf dem Silbertablett präsentiert. Dieses nahm dankend an. Mit der Führung im Rücken wirkte der Meister im Schlussdrittel dann auch stilsicherer und war erstmals in dieser Serie in seiner Komfortzone angelangt. Die Bemühungen des SVWE waren zwar da, doch die Mittel in der Offensive zu wenig zwingend. Ein Kontertor und ein „empty netter“ entschieden die Partie definitiv.

SV Wiler-Ersigen – Floorball Köniz 2:6 (1:1, 1:3, 0:2)
Grossmatt Kirchberg, 683 Zuschauer. SR  Wehinger/Zurbuchen.
Tore:  11. Poffet (Hutzli) 0:1, 12. Affolter (Louis) 1:1, 22. Persici (Mühlemann) 2:1, 28. Ruh (Michel ) 2:2 (4 vs. 4), 37. Zaugg (Bolliger, 3 gegen 5) 2:3,  37. Ledergerber (Hutzli, 4 gegen 5) 2:4, 53. Jirebeck (Hutzli) 2:5, 60. Ruh (Zaugg, empty netter) 2:6

Strafen: 5mal 2 Minuten, 1mal 10 Minuten (R. Sikora) gegen SV Wiler-Ersigen. 2mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz.
Bemerkungen: SVWE mit Flury im Tor, ohne Väänänen (verletzt).

NLA-Playoff-Halbfinal: Floorball Köniz vs. Wiler-Ersigen („best of seven“): Stand 1:1
Sa. 02.04.  – 3:5 SVWE a
So. 03.04.   2:6 Köniz a
Sa. 09.04. 17.00 in Köniz
So. 10.04. 17.00 in Kirchberg, Grossmatt
ev Mi. 13.04. 19.30 in Köniz
ev Sa. 16.04. 17.00 in Kirchberg
ev Montag, 18.04 17.00 in Köniz

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