NLA

Wilers torreicher Abschied

In einem torreichen Platzierungsspiel setzte sich Wiler-Ersigen am Europacupturnier im lettischen Valmiera gegen den heimischen Vertreter Inspecta mit 13:7 durch und beendet das Turnier somit auf dem fünften Rang.

Wenn das Telegramm am Ende länger ist, als der Matchbericht kann davon ausgegangen werden, dass die Wertigkeit des Spiels nicht sehr hoch war. Unter diesem Aspekt muss man das torreiche Spiel um Rang fünf sicher einstufen. Doch dies ist nur die eine Ansicht dieses letzten Auftritt Wilers am Europacupturnier. Nach dem verpassten Ziel Halbfinal hatte die Berger-Truppe noch zwei Vorgaben: Das Turnier mit zwei Siegen und somit nur einer Niederlage in vier Spielen zu beenden und etwas gegen die Ladehemmungen in der Offensive zu tun. Mit 23 Toren in zwei Spielen wurden beide neu definierten Ziele erreicht. Sicher war die Gegnerschaft nicht von internationaler Topklasse. Aber insbesondere der lettische Gastgeber spielt auf ansehnlichem Niveau, was auch schon die Schweizer Nati in Duellen mit Lettland zu spüren bekam.  Besonders erfreulich deshalb, dass das Offensivspiel Wilers in dieser letzten Partie klare Fortschritte erkennen liess, punkto Tempo und Passqualität. Mit je drei Toren stachen C. Hofbauer, Zimmermann und Schmocker heraus. Letzterer scheint definitiv bei Wiler angekommen zu sein. Und auch Henrik Quist zeigte bislang seine produktivste Partie im Dress der Grün-Weissen. Abstriche gilt es natürlich in der Defensive zu machen, wo sieben Gegentore klar zuviel sind. Für einmal hatte aber auch Goalie Streit nicht seinen besten Tag, ja nicht einmal seinen zweitbesten.

Intensität in Meisterschaft mitnehmen



 So reist Wiler-Ersigen mit einem zwiespältigen Gefühl in die Schweiz zurück. Mit den besten Teams auf Augenhöhe gespielt, vom Gesehenen her durchaus auch ein Finalkandidat, am Ende aber an den Halbfinals vorbeigeschrammt. Trotzdem wird der Schweizer Meister versucht sein, die Erfahrungen und die Intensität des Turniers in die laufende nationale Meisterschaft einfliessen zu lassen . „Wir waren sehr nahe dran, konnte gegen alle Gegner mithalten, verpassten es aber in den spielentscheidenden Momenten, die nötige Entschlossenheit an den Tag zu legen“, analysierte Verteidiger Kaspar Schmocker die Leistung. Persönlich blickt der Wiler Neuzugang auf ein gelungenes Turnier zurück: „Ich freute mich auf diese Spiele und setzte mir zur Ziel, von den Herausforderungen zu profitieren und mich zu steigern und im Team noch besser einzufügen.“ Dies gelang Schmocker denn auch, der auch seine ersten Treffer im Grün-Weissen Trikot erzielte, „was ich nun auch in der Meisterschaft umsetzen möchte.“

SV Wiler-Ersigen - RTU Inspecta 13:7 (1:2, 7:2, 5:3) Sports Centre, Koceni (LVA) - 186 Zuschauer. SR: Järventausta/Myllykangas (FIN) Tore: 13. Vidzis (Balodis) 0:1, 17. Quist (Wittwer) 1:1, 19. Lisovskis (Cvetkovs) 1:2, 21. Zimmermann 2:2, 22. Firmanis O. (Juskevics) 2:3, 23. C. Hofbauer  (Quist) 3:3, 24. Schmocker (Wittwer) 4:3, 31. Hofbauer M. (Schneeberger) 5:3, 33. Juskevics (Blinds At.) 5:4, 34. C. Hofbauer (Hirschi) 6:4, 35. C. Hofbauer (Quist) 7:4, 36. Schmocker (Quist) 8:4, 43. Cvetkovs (Zicmanis) 8:5, 49. Schmocker (Zimmermann) 9:5, 51. Balodis (Kirkils) 9:6, 52. Firmanis R. (Rutkis) 9:7, 54. Zimmermann (Quist) 10:7, 56. Hirschi (C. Hofbauer) 11:7, 57. Zimmermann (Wittwer) 12:7, 60. Bichsel (Schmocker) 13:7 Strafen: Je 3x2 Min. SV Wiler-Ersigen: Streit; Bichsel, Garnier, Hirschi, Schmocker, Schneeberger; C. Hofbauer, M. Hofbauer M., Krähenbühl, Meister, Mutti, Fankhauser; Quist, Wittwer, Zimmermann;  Zürcher RTU Inspecta: A. Blinds; Dzeguze, Firmanis O., Firmanis R., Rams, Vikanis, Zicmanis; Balodis, At. Blinds, Cvetkovs, Juskevics, Kirkils, Lisovskis, Preiss, Rutkis, Vidzis Bemerkungen: 45. Lattenschuss Schmocker. Wiler ohne Flury, Bieber,  Mendelin (alle verletzt)

Back to Top