NLA

Goldene Ananas oder Medaillenspiel

Wiler-Ersigen hat sein Schicksal am Europacupturnier im lettischen Valmiera nicht mehr in eigener Hand. Nach dem 2:2-Remis gegen die Tschechen aus Vitkovice muss der Schweizer Meister sein letztes Gruppenspiel mit mindestens sechs Toren Unterschied gewinn und gleichzeitig hoffen, dass der schwedische Turnierfavorit Storvreta gegen Vitkovice gewinnt.

Zweimal kam es innert Jahresfrist bereits zum Aufeinandertreffen zwischen Wiler-Ersigen und Vitkovice. Vor zwölf Monaten am Europacup in Frederikshavn und vergangenen August am Czech Open in Prag. Beide Male siegte der Schweizer Meister und zwar jeweils zu Null (4:0, 1:0). Diesmal trafen die Tschechen zwar erstmals, aber erst nach 34. Minuten. Und trotzdem war dies der Führungstreffer. Denn der Schweizer Meister erreichte trotz gutem Beginn nie sein gewohntes Rendement. Zwar war Wiler-Ersigen deutlich mehr in Ballbesitz, doch wie schon in den ersten Partien der nationalen Meisterschaft fehlte die Kreativität im Offensivspiel gegen einen Gegner, welche defensiv sehr gut stand und kaum Fehler machte. Dazu hatte der SVWE bei zwei Stangentreffer des Gegners auch noch Glück, nicht in Rückstand zu geraten.

 

Die Leader blieben blass



Im Vergleich zum Spiel am Vortag gegen Storvreta nahm das Trainerduo Berger/von Känel einige Umstellungen vor, nur eine davon (Wechsel auf dem Goalieposten) freiwillig, die anderen verletzungsbedingt. So fielen mit Bieber und Schmocker gleich zwei Verteidiger aus. So kam Junior Michael Garnier zu seinem ersten Europacup-Einsatz in Valmiera und der andere Nachwuchsspieler Lukas Meister durfte schon zum zweiten Mal ran. An diesen Spielern lag es sicherlich nicht, dass das Spiel des Schweizer Meisters nie richtig Fahrt aufnehmen wollte. Vielmehr waren einige Leistungsträger wie Quist oder Matthias Hofbauer nicht bereit oder in der Verfassung, das Spiel in die gewünschten Bahnen zu lenken. Und als das Anrennen immer verzweifelter wurde und die Zeit davon zu laufen schien, fiel auf einen Gegenangriff in der 50 Minute gar das 0:2. Jetzt, als die Felle definitiv davon zu schwimmen schienen, kam die Reaktion. Nur 35 Sekunden nach diesem Gegentreffer traf Verteidiger Bichsel zum 1:2 und wiederum nur 28 Sekunden später glich Christoph Hofbauer nach energischem Nachsetzen des eingewechselten Fankhausers zum 2:2 aus.
Jetzt war das Momentum auf Wiler Seite, und als die Berger-Truppe kurz darauf noch in Überzahl agieren konnte, lag die Spielwende drin, doch mehr als ein Lattenschuss durch Quist schaute nicht heraus. So wird die Entscheidung nun im letzten Gruppenspiel fallen.

 

SV Wiler-Ersigen - SSK Vitkovice (CZE) 2:2 (0:0, 0:1, 2:1) VOC, Valmiera (LVA) - 167 Zuschauer. SR: Råsbrink / Gustavsson (SWE) Tore: 34. Tomasik (Tokos) 0:1, 49:09 Hruby V. (Jelinek) 0:2, 49:44 Bichsel (Zimmermann) 1:2, 50:12 Hofbauer Chr. (Fankhauser) 2:2. Strafen: Wiler-Ersigen 2x2 Min, Vitkovice 3x2 Min. SV Wiler-Ersigen: Haab; Bichsel, Schneeberger; Flury, Hirschi; Hofbauer Chr., Hofbauer M., Krähenbühl; Meister, Mutti, Zimmermann; Wittwer, Quist, Zürcher. Fankhauser SSK Vitkovice (CZE): Ciompa; Heczko, Hubalek, Jelinek, Kolos, Suchanek, Vlcek; Hruby L., Hruby V., Jankular, Juhanak, Mojzisek, Polasik, Tokos, Tomasik, Topek Bemerkungen: 12. Lattenschuss Tokos, 15. Pfostenschuss Tomasik, 56. Lattenschus Quist. Wiler ohne Schmocker, Mendelin und Bieber (alle verletzt)

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