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Ein "Stängeli" als Balsam auf die Wunden

Schossen zusammen fünf der 10 Tore das Duo Rentsch/Bürki. (Foto: HUM)
Schossen zusammen fünf der 10 Tore das Duo Rentsch/Bürki. (Foto: HUM)

Mit einem 10:6-Stängeli gegen Schlusslicht Kloten-Dietlikon beendet das NLA-Team die Niederlagenserie und schüttelt sich vor allem die „offensive Seuche“ aus den Kleidern. Mit drei Toren war Marco Rentsch der Matchwinner.

Sinnbildlich für die Situation des SVWE sass die 23fache OL-Weltmeisterin Simone Niggli-Luder mit Familie als Zuschauerin auf der Tribüne. Das Team sucht nach den Misserfolgen der letzten Woche den Weg zurück auf die Erfolgsspur. Dabei fand das NLA-Team nicht den schnellsten und besten Weg wie es Niggli-Luder so oft geglückt war. Zwar konnte Marco Rentsch nach schönen Zuspiel von Bürki schon in der Startminute einnetzen. Doch der vermeintliche Schritt nach vorne, wurde mit zwei Rückschritten in Form von Gegentoren der Jets beantwortet. Und so fand sich das Team auch gegen das Schlusslicht da wieder, wo es sich zuletzt so oft befand: In Rückstand.


Vom Ketchup-Effekt und Emmentaler Käse
Lange deutete nichts darauf hin, dass das Mitteldrittel die Wende bringen würde. Erst in der 27. Minute traf erneut Rentsch zum Ausgleich. Doch dann folgte doch noch der lang ersehnte Ketchup-Effekt: Innerhalb von fünf Minuten traf der SVWE viermal. Und auch die Pause konnte den „Strike“ des Heimteams nicht stoppen. Drei Minuten und zwei Tore später stand es schon 8:2 (43.). Diese sechs Treffer innerhalb von acht Minuten waren Balsam auf die Wunden.
Doch so richtig hatte der SVWE die Orientierung trotz allem noch nicht gefunden. Der Befreiungsschlag wurde beinahe zum Boomerang.Praktisch aus dem Nichts zogen die Jets ihren Jok(er)inen und erzielten durch ihren Topskorer innerhalb  von nur drei Minuten drei Tore vom 8:2 zum 8:5 (46.-49.). Da mussten einen angesichts der aktuell fragilen Selbstvertrauens dann noch einmal kurz Angst und Bange werden. Ungläubiges Kopfschütteln auf der SVWE-Bank, vor allem bei den beiden Gegentoren in Powerplay, die der Jets-Finne jeweils direkt vom Freistoss aus erzielte und die SVWE-Mauer beste Werbung machte für die berühmte Emmentale Käse-Sorte.
Erst Käser Marco Rentsch mit seinem dritten Treffer „tötete“ das Spiel endgültig und am Ende bejubelte man gar noch das Stängeli durch Dudovic, der nach seiner Einwechslung zu Spielmitte nicht nur zwei Tore erzielte, sondern auch noch die Strafe, welche zum 3:2 führte, herausholte. So gab es am gestrigen Sonntag, wo gleich fünf verdienstvolle SVWE-Spieler in die „Hallo of Fame“ aufgenommen wurden, doch noch einige Lichtblicke. Ein kleiner Schritt nach vorne, dem noch viele folgen müssen, damit man in diesem Jahr noch in die Nähe der Erfolge kommt, welche das Quintett Flury, Bichsel, C. Hofbauer, Zimmermann und Fankhauser (über 1000 NLA-Spiele und über 40 Schweizer Meistertitel) für den SVWE erreicht haben.


SV Wiler-Ersigen - Kloten-Dietlikon Jets 10:6 (1:2, 5:0, 4:4)
Sportanlage Grossmatt, Kirchberg BE. 512 Zuschauer. SR Geissbühler/Schmocker.
Tore: 1. M. Rentsch (J. Bürki) 1:0. 6. M. Kulmala (B. Diem) 1:1. 9. M. Kulmala (M. Wüst) 1:2. 27. M. Rentsch (M. Hofbauer) 2:2. 35. J. Bürki (N. Bischofberger) 3:2. 36. M. Lehtinen (D. Wittwer) 4:2. 37. M. Dudovic (D. Känzig) 5:2. 40. A. Hollenstein 6:2. 41. J. Bürki (M. Lehtinen) 7:2. 43. J. Krähenbühl (A. Hollenstein) 8:2. 46. J. Jokinen 8:3. 47. J. Jokinen 8:4. 49. J. Jokinen 8:5. 52. M. Rentsch (M. Lehtinen) 9:5. 58. N. Bregenzer (M. Kulmala) 9:6. 60. M. Dudovic (D. Känzig) 10:6.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 3mal 2 Minuten gegen Kloten-Dietlikon Jets.
Bemerkungen: SVWE mit Menetrey im Tor, ohne Johnsson und Sesulka (verletzt).

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