NLA

Die "routinierte" Premiere

Wohlbehalten nach einer 13 stündigen Carfahrt ist der Schweizer Meister Wiler-Ersigen in Mlada Boleslavl angekommen. In der Stadt der Skoda-Werke, ca. eine Fahrstunde von Prag entfernt, wird der SVWE einmal mehr das Schweizer Unihockey vertreten. Die Hofbauer, Bichsel und Co. sind in dieser Sparte bereits Routiniers ist es doch der siebente Auftritt im Kreis der besten europäischen Teams. Dennoch nehmen nicht nur "Frischlinge" wie Berlinger, Nussbächer oder Steffen erstmals am Turnier der Meister teil, sondern der neu geformte Champions Cup ist gleichsam für alle eine Premiere. Der Europacup in seiner alten Form Geschichte.
Rein sportlich gesehen wird die Herausforderung dadurch noch grösser. Denn das Feld mit nur noch sechs Teams ist deutlich besser besetzt als früher und abgeschafft wurden auch Klassierungsspiele. So kann das Abenteuer bereits nach nur zwei Gruppenspielen zu Ende sein. Halbfinalqualifikation ist deshalb das primäre Ziel des SVWE, damit man zumindest drei Spiele gegen international starke Konkurrenz absolvieren kann. Zuletzt ist der Schweizer Meister immer gestärkt für die nationale Meisterschaft aus dem Turnier zurück gekehrt. Dies soll auch in diesem Jahr der positive Nebeneffekt sein. Sollte gar eine erneute Finalqualifikation, so wie bereits 2005 (EC-Sieg) und 2008 (Silber), raus schauen, käme dies angesichts der Gegnerschaft einer Sensation gleich. Topfavorit ist natürlich Titelverteidiger Storvreta mit dem weltbesten Unihockeyspieler Mika Kohonen und Mitfavorit ist Helsinki (Sieger 2010), jenes Team, das beim alten Europacup schon viermal auf den SVWE traf (Bilanz je zwei Siege). Der Spielpan sieht es vor, dass die Lukkonnen/von Känel-Truppe erst am zweiten Spieltag (Mittwoch) ins Geschehen eingreift. Somit bleibt Zeit, die Atmosphäre einzusaugen und die Gegner zu beobachten.

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