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Vizemeister GC schlägt den SVWE in der Overtime - nur die U21 überzeugt

Die drei Tore von Youngster Dudovic reichten nicht zum Sieg.
Die drei Tore von Youngster Dudovic reichten nicht zum Sieg.


Durchzogene Runde für die SVWE Leistungsteams. Das NLA-Team bezieht nach einem turbulenten Spiel bei Vizemeister GC die erste Saisonniederlage in der Verängerung (7:8). Einzig die U21 hält sich mit einem 6:1-Erfolg gegen den gleichen Gegner schadlos, während die U18 und U16 chancenlos blieben und zum zweiten Mal in dieser Saison unterlagen.

7:8-Niederlage in der overtime, das tönt gar nicht nach SVWE.  In einer chaotisch geführten Partie überzeugte beim Meister nur das Powerplay (drei Tore aus vier Versuchen) restlos. Es passte aber bestens ins Bild, dass der SVWE die Siegchance kurz vor Schluss im einzig nicht verwerten Powerplay vergab, dafür GC die Partie in der Verlängerung in einem solchen entschied, nachdem die Zürcher zuvor zahlreiche Überzahlmöglichkeiten nicht hatten nützen können.

Das Duell der beiden besten Teams des Vorjahres und Mitfavoriten auch in diesem Jahr liess aufgrund der Startphase das bald einsetzende, bedingungslose Spektakel nicht erahnen. Der SVWE hatte mehr Ballbesitz, demonstrierte das bekannte Pass-Spiel und hatte auch die eine oder andere Torchance. Alles schien unter Kontrolle. Doch mit dem überraschenden 1:0 des Heimteams änderte die Partie ihr Gesicht schlagartig. Plötzlich ging es nur noch rauf und runter. Resultatmässig zuerst vor allem runter für die Gäste, die sich urplötzlich 0:3 im Rückstand sahen. Immerhin kam die Berger-Truppe dann zum ersten Powerplay, das Väänänen prompt zum 1:3-Anschlusstreffer ausnützen konnte. Und nur 53 Sekunden später stand es sogar 3:3. Nun hatte der SVWE Übergewicht und nur GC-Goalie Meier verhinderte den erstmaligen Rückstand für sein Team. Dieses bedankte sich mit zwei weiteren Toren bis zum Drittelsende, der bedauernswerte SVWE-Goalie Menetrey wurde von seinen Vorderleuten Mal für Mal im Stich gelassen.



SVWE gelingt Steigerung
Im Mitteldrittel besann sich der SVWE dann vermeintlich auf seine Stärken und konnte die Partie innerhalb von 5 Minuten ausgleichen. Von diesem Zeitpunkt an häuften sich aber die Strafen, vor allem gegen die Gäste, die zwar zuvor zweimal Powerplay spielen durften, nun aber minutenlang in Unterzahl agieren mussten. Dies kostete nicht nur Kraft, sondern auch viel Spielfluss, einige Spieler kamen beidseits minutenlang nicht zum Einsatz. Dann durfte auch der SVWE nochmals in Überzahl antreten und schaffte mit dem dritten Powerplay-Tor die erstmalige Führung zum 6:5. Die dritte Überzahl-Möglichkeit wurde dann auch von den Gastgebern genutzt, die wiederum in Führung gingen. Mit einem 6:6 gings ins letzte Drittel und man hoffte endlich wieder auf ein normales Spiel. Tatsächlich brachte der dreifache Torschütze Dudovic bei numerischem Gleichstand sein Team erneut in Führung, doch danach hiess es schon wieder Unterzahl für den SVWE. Erst einfach, dann über eine Minute doppelt.


Ausfälle von Känzig und Väänänen

Zwar überstand der Meister diese heikle Phase und konnte sich auch Menetrey mehrmals auszeichnen, was ihm schon im Mitteldrittel gelang. Doch nach Känzig (er blieb schon nach dem Startdrittel in der Kabine), musste nun auch Captain Väänänen passen. Die Umstellungen blieben nicht ohne Wirkung.
Der SVWE konnte die Partie nicht kontrollieren, GC liess nicht locker und konnte das Spiel dank Topskorer Christoph Meier wieder ausgleichen. Mit 7:7 ging es in die Verlängerung, auch weil in der Schlussphase die Berger-Truppe das vierte Powerplay (erstmals) nicht ausnützen konnte. Dafür skorte das das Heimteam kurz vor Ablauf der Verlängerung in seinem sechsten Versuch und entschied die Partie.
Dem Meister wird diese Niederlage kaum schmecken, doch sie könnte so früh in der Saison durchaus heilsam sein. Schon vor Saisonbeginn in allen Vorschauen hochgejubelt, musste das Team erfahren, dass es keinen Freifahrtschein geben wird. Die Einstellung wie ins Spiel gestartet wurde, dann über weite Strecken die Defensivleistung und auch die Disziplin waren ungenügend, um gegen einen Mitfavoriten einfach Mal so mit links gewinnen zu können.

Grasshopper Club Zürich - SV Wiler-Ersigen 8:7 n.V. (5:3, 1:3, 1:1, 1:0)
Sporthalle Hardau, Zürich. 694 Zuschauer. SR Bühler/Bühler.
Tore: 8. D. Dürler (P. Riedi) 1:0. 10. T. Heller (J. Rüegger) 2:0. 12. T. Heller (J. Rüegger) 3:0. 13. T. Väänänen (K. Savonen, Ausschluss GC) 3:1. 14. A. Hollenstein (P. Affolter) 3:2. 14. M. Dudovic (M. Louis) 3:3. 17. F. Wenk (P. Riedi) 4:3. 19. C. Meier (P. Riedi) 5:3. 22. M. Dudovic (J. Bürki, Ausschluss GC) 5:4. 27. K. Savonen (M. Louis) 5:5. 35. J. Pylsy (T. Väänänen, Ausschluss GC) 5:6. 39. P. Riedi (J. Rüegger, Ausschluss SVWE) 6:6. 43. M. Dudovic (M. Louis) 6:7. 52. C. Meier (P. Riedi) 7:7. 68. F. Wenk (C. Meier, Ausschluss SVWE) 8:7.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 6mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen
Bemerkungen: SVWE mit Mentrey im Tor, ohne C. Mutter verletzt, Känzig und Vänäänen während der Partie verletzt ausgeschieden

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