Playoffs

"Uster Light" macht es dem SVWE lange schwer auf dem Weg zur 3:0-Führung

Die SVWE-Finnen Väänänen/Lehtinen erzielten drei der sechs Tore. (Foto: HUM)
Die SVWE-Finnen Väänänen/Lehtinen erzielten drei der sechs Tore. (Foto: HUM)

Das NLA-Team ist noch einen Sieg vor dem direkten Einzug in den Playoff-Halbfinal entfernt. Dank einem geduldig erarbeiteten 6:4-Heimsieg nach 0:2-Rückstand gegen ein ersatzgeschwächtes Uster geht der Favorit mit 3:0 in Führung. Marco Louis und Lehtinen trafen doppelt für das Heimteam, das saisonübergreifend den siebenten Playoff-Sieg gegen Uster in Serie feiern konnte.
Die Viertelfinalserie zwischen dem SVWE und Uster ist bisher auch geprägt von den Abwesenden. Auf Wiler Seite hatte am ersten Weekend Matthias Hofbauer gefehlt und seit dem dritten Drittel von Spiel 1 auch Topskorer Deny Känzig. Diesmal fehlten bei Uster prominente Namen auf dem Matchblatt, nämlich die beiden finnischen Offensivkräfte Juhola und Savinainen, die hinter Topskorer Suter mit Abstand erfolgreichsten Torschützen der Zürcher. Mit dieser Ausgangslage vor der Brust, gingen die Ustermer quasi «All-In» und formierten um den schwedischen Routinier Kanebjörk und die Urgesteine Bolliger und Berweger sowie Topskorer eine Top-Linie, die beiden anderen Formation waren nur darauf bedacht, die Null zu halten. Und lange ging die Rechnung auf. Während Usters erste Formation am Ende alle vier Tore (und zwar gegen alle drei SVWE-Blöcke) erzielt haben sollte, stellten sich die beiden anderen Linien lange so geschickt im Defensivverbund wie seinerseits der SVWE lange Zeit ungeschickt agierte.



Vorne lange unpräzis und hinten grosszügig

So fehlten zu Beginn nicht die Chancen, aber die Präzision im Abschluss, oder bei Ausführen der Gegenstösse und hinten verteilte man dann auch noch Geschenke, welche Uster zu einer 2:0 Führung ausnützen konnte. Der erste Treffer war ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, beim zweiten Treffer fehlte die Blockarbeit gegen Bolliger. Es brauchte dann schon die Initialzündung durch Marco Louis, der mit einer Körpertäuschung in der Mittelzone gleich zwei Gegner ins Leere laufen liess und den Ball resolut in die Maschen drosch (24.). Louis baute seinen Tor-Strike damit auf fünf Spiele aus und traf kurz nach Spielmitte erneut zum 2:2, nach genialem Pass von Bürki.
Die Partie konnte wieder von Neuem beginnen und während die Uster-Finnen eben nicht mittun konnten, setzten sich nun die Finnen beim SVWE in Szene. Lehtinen traf nach brillantem Pass von Rückkehrer Hofbauer zur erstmaligen Führung (38). Captain Väänänen beruhigte die Nerven der Fans mit dem Tor zum 4:2 kurz nach Beginn des Schlussabschnittes. Doch weil Uster nun auf zwei Linien reduzierte und damit die Topformation mehr «Eiszeit» erhielt, blieb der Gast dran. Denn sowohl auf das 4:2 wie später das 5:3 hatten die Zürcher jeweils kurz darauf eine Antwort bereit und schafften den Anschlusstreffer. Wie schon letzten Sonntag in Uster war es dann Claudio Mutter der die Partie mit seinem Tor definitiv entschied und den Schluss-Stand herstellte.
A propos Schluss. Natürlich hat der SVWE nun alle Playoff-Trümpfe in der Hand, doch die Serie ist nicht vorbei. Kommenden Freitag wird Uster wohl wieder in Bestbesetzung antreten können und dann wartet nochmals ein hartes Stück Arbeit auf den Favoriten.

SV Wiler-Ersigen - UHC Uster 6:4 (0:1, 3:1, 3:2)
Sporthalle Sportzentrum Zuchwil, Zuchwil. 397 Zuschauer. SR Bühler/Bühler.
Tore: 16. S. Suter (T. Stäubli) 0:1. 21. F. Bolliger (J. Kanebjörk) 0:2. 24. M. Louis (D. Alder) 1:2. 32. M. Louis (J. Bürki) 2:2. 38. M. Lehtinen (M. Hofbauer) 3:2. 42. T. Väänänen (C. Mutter) 4:2. 43. F. Steiger (R. Berweger) 4:3. 45. M. Lehtinen (A. Hollenstein) 5:3. 48. R. Berweger (J. Kanebjörk) 5:4. 57. C. Mutter (M. Rentsch) 6:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten gegen UHC Uster.
Bemerkungen: SVWE mit Reich im Tor, ohne Moser und Känzig (verletzt), Uster ohne Ledergerber, Schubiger, Juhola (alle verletzt) und Savinainen (krank).

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