2017/18

The Final-Countdown – das Wesentliche in den Vordergrund stellen

Eine richtige Meisterfeier-Nacht kann man auch im Spieldress durchstehen.
Eine richtige Meisterfeier-Nacht kann man auch im Spieldress durchstehen.
Eine richtige Meisterfeier-Nacht kann man auch im Spieldress durchstehen.

Noch 24 Stunden bis zum Beginn des Superfinals. Der Final-Countdown hat begonnen. Bei zwei Teams, die sich in einem Finalspiel auf Augenhöhe begegnen, wird entscheidend sein, welches Team am Spieltag seinem Leistungs-Optimum am nächsten kommt und allenfalls auch noch das Wettkampfglück auf seiner Seite hat. Beim Cupfinal ist dies dem SVWE ausgezeichnet geglückt, gelingt es am Superfinal-Tag noch einmal?
Wie bereitet man sich eigentlich auf so ein Spiel vor? Natürlich ist es eine individuelle Sache, da nicht jeder Spieler auf gängige Rezepte gleich anspricht. Einige Grundregeln gilt es aber schon zu beachten. Falsch ist es sicherlich, sich am Tag vor dem Spiel total abzukapseln, solange kann kein Mensch die Spannung aufrechterhalten. Ebenso nicht zielführend ist es, sich total abzulenken - ja nur nicht an das bevorstehende Spiel denken zu wollen. Zuviel Ablenkung, beispielsweise eine tolle Grill-Party unter Freunden am Abend vor dem Spiel, lassen ein Sieger-Party nach dem Spiel in die Ferne rücken.


Die letzten Motivations-Asse 
Ein probates und oft angewendetes Mittel ist, sich mit ein paar Teamkollegen auf den Final einzustimmen, indem man sich beispielsweise am TV einen vergleichbaren Event anschaut. Dazu gibt es am heutigen „Unihockey-Superfinal-Tag“ in Schweden, Finnland und Tschechien genug Möglichkeiten und abends könnte ja im Eishockey der ZSC den Meistertitel erringen. Warum nicht auch hier einen Blick reinwerfen? Am Spieltag selber ist es – um beim Eishockey zu bleiben - eigentlich die Regel, dass sich das Team schon morgens zu einer kurzen Einheit auf dem Eis trifft und dann gemeinsam das Mittagessen einnimmt. Im Unihockey ist eine Trainingseinheit am Spieltag, mit Ausnahme der Finnen, eher nicht so beliebt. Der gemeinsame Finaltag beginnt in der Regel erst mit dem Mittagessen. Dann wird durch den Staff auch versucht, die letzten Motivations-Asse aus dem Ärmel zu schütteln. Sei es mit Videosequenzen von positiven Aktionen der zurückliegenden Saison oder vom letzten Titelgewinn, untermauert mit musikalischen Klassikern wie  An Tagen wie diesen,  oder etwas aktueller mit Welshly Arms: Legendary


Aufgepasst: Die Feier kommt nach dem Spiel!
Vor lauter Nervosität sollte man am Spieltag unbedingt den Risiken des Alltages aus dem Weg gehen. Natürlich will vor allem die junge Garde im TV besonders stylisch daher kommen. Aber Achtung:  Schon im Badezimmer lauern diverse Gefahren,  der ehemalige spanische Fussballnati-Goalie Canizares kann ein Liedchen davon singen. Oder auch beim Packen der Sportutensilien sollte man darauf achten trotz steigender Nervosität nichts zu vergessen. Es soll ja auch schon Eishockey-Spieler gegeben haben, welche ihr Schlittschuhe nicht dabei hatten.
Heikel wird es für die Spieler, wenn sie zu weit vorauszublicken. Es ist verpönt Casual-Kleider einzupacken, oder alkoholische Getränke, weil man dann etwas macht, was ein Sportler eben nie tun sollte: den zweiten vor dem ersten Schritt zu planen, die Feier vor dem Spiel.  Es können alle beruhigt sein, Flüssiges wird nach einem Titelgewinn von überall her auftauchen wie auch die Meister-Zigarren. Und man kann auch am anderen Morgen nach durchfeierter Meistertitel-Nacht immer noch das Spieldress tragen, Michael Flury, Adrian Schild und Co. haben es 2008 bewiesen.  


Achtung Verletzungsgefahr.... nach dem Schlusspfiff!!
Tückisch könnten auch die ersten Sekunden nach dem Schlusspfiff sein. Unvergessen bleibt das Jahr 2002, als sich Rot-Weiss Chur Legende „Heto“ Weber  in Zuchwiler Eishalle in der Spieler-Traube einen Kreuzbandriss zuzog. Letztes Jahr traf es Nicola Bischofberger, er übersah beim Meisterjubel mit Falun das umfallende Tor und holte sich eine Gehirnerschütterung. Tobias Känzig wiederum war beim SVWE-Meisterjubel in  Kloten die Bande im Weg, humpelnd erlebte er die Meisterfeier.
Schwierig ist auch die Frage, ob man bei einer Meisterfeier möglichst rasch möglichst viel Alkohol intus haben sollte oder nicht. Laurent  Brechbühl hatte dabei eine klare Position. 2003 war der sonst so seriöse  Romand nach der Finalniederlage sturzbetrunken, ein Jahr später als „le Welsch“ mit dem SVWE den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte holte, war er auch frühmorgens noch nüchtern – „nur so kannst du diesen besonderen Moment realisieren und geniessen.“  Und die klassischen Siegerhymnen wie „we are the champions“ oder „simply the best“, tönen mit mehr Promille auch nicht besser. Aber sowieso egal, Hauptsache sie ertönen immer und immer wieder…. The Final-Coundown – er läuft!

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