Cup

SVWE zieht mit 7:2-Derbysieg ins Cup-Viertelfinale ein

Andrin Hollenstein sorgte mit dem 4:2 für die Vorentscheidung
Andrin Hollenstein sorgte mit dem 4:2 für die Vorentscheidung

Das NLA-Team steht im Viertelfinal des Schweizer Cups. Nicht ganz ohne Umweg zog der Meister dank einem letztlich klaren 7:2-Erfolg über Kantonsrivale Köniz in die nächste Runde ein. Das Heimteam musste vorab wegen eines verlorenen Mitteldrittels, in dem erst die Effizienz, dann die Geduld fehlte, im Schlussdrittel die Kräfte reduzieren, sein Spiel wieder finden und sorgte mit vier Toren dann doch für eine klare Differenz.

7:1 in der Meisterschaft, jetzt drei Wochen danach 7:2 im Cup. Das sieht nach zwei ähnlichen Spielen mit klarer Dominanz des SVWE und chancenlosen Könizern aus. Doch abgesehen vom letztlich beinahe identischen Ergebnis unterschieden sich die beiden Partien vollends. Dies lag vor allem an den Gästen. Hatte sich Köniz in der Meisterschaft noch praktisch emotionslos und ziemlich blutleer in die Niederlage gefügt, so waren sie diesmal voller Energie. Jeder gewonnen Zweikampf, jeder Block, jeder Offensivaktion wurde von den Gästebank abgefeiert und auf dem Feld ging man mit eigentlich für Köniz untypischer Aggressivität ans Werk. Dazu liess Trainer Korsman sein Team nur mit zwei Linien starten, um rascher in den Rhythmus zu kommen.
All diese Massnahmen schienen aber nicht zu fruchten, als der SVWE trotzdem nach nur 8 Minuten nach einem Doppelschlag mit 2:0 führte. Denn auch die Gastgeber waren auf den Punkt bereit. Dies zeigte sich beim rasch ausgeführten Freistoss von Savonen, der Dudovic das 1:0 ermöglichte und die gelungene Kombination über vier Stationen, die Alder mit dem 2:0 veredelte. Doch Köniz blieb an diesem Abend dran, verkürzte auf 2:1 und liess sich auch vom psychologisch denkbar unglücklichen 3:1 durch Bürki nur 10 Sekunden vor Drittelsende nicht entmutigen. Mit viel Kampfgeist, dank einem starken Eder und einem nicht eben effizienten Heimteam konnte dann das Mitteldrittel gar ohne Gegentor überstanden werden. Und weil der SVWE plötzlich die Geduld verlor und ungestüm angriff, konnte Köniz mit einem sauber ausgeführten Konter gar auf 2:3 verkürzen. Weil beim Meister zudem noch Bischofberger verletzt ausfiel fürs Schlussdrittel (Schnittwunde am Finger, die genäht werden musste), war die Partie plötzlich offen.
Doch die Wiler Trainercrew nützte die Pause, nicht nur die Linien neu zu formieren, sondern das Team auch wieder an den „gameplan“ zu erinnern. So gelang dem in die erste Formation aufgerückte Hollenstein ein weiteres Verteidiger-Tor zum 4:2 und im einzigen Überzahlspiel des Abends für das Heimteam traf mit Väänänen erneut ein Abwehrspieler zur Spielentscheidung. Der Rest war Formsache und so zog der Meister am Ende verdient in den Viertelfinal ein. Die Auslosung findet am Dienstag statt.

SV Wiler-Ersigen - Floorball Köniz 7:2 (3:1, 0:1, 4:0)
Sportanlage Grossmatt, Kirchberg. 512 Zuschauer. SR Bühler/Bühler.
Tore: 7. M. Dudovic (K. Savonen) 1:0. 8. D. Alder (N. Bischofberger) 2:0. 10. Y. Pillichody (O. Hirschi) 2:1. 20. J. Bürki (J. Pylsy) 3:1. 36. S. Bolliger (A. Nordh) 3:2. 44. A. Hollenstein (M. Louis) 4:2. 49. T. Väänänen (M. Dudovic) 5:2. 57. M. Hofbauer (J. Pylsy) 6:2. 60. C. Mutter (K. Savonen) 7:2.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz.
Bemerkungen: SVWE mit Menetrey im Tor.

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