NLA

SVWE-Rumpfteam verpasst Punktgewinn gegen den Meister knapp

Köniz-Tscheche Doza behielt gegen SVWE-Hofbauer knapp die Oberhand. Hoffentlich wird es an der anstehenden WM umgekehrt sein.
Köniz-Tscheche Doza behielt gegen SVWE-Hofbauer knapp die Oberhand. Hoffentlich wird es an der anstehenden WM umgekehrt sein.

Ein arg dezimiertes NLA-Team verliert den Spitzenkampf gegen Köniz mit 4:5, muss damit den Meister punktemässig aufschliessen und den neuen Leader GC ziehen lassen. Lange schien ein Punktgewinn auch mit dem aktuellen Rumpfkader möglich, doch nach dem erstmaligen Rückstand zum 3:4 kurz vor Ende des Mittelabschnittes, bog der SVWE auf die Verliererstrasse ein. Das Team hatte an diesem Abend u.a. ohne seinen Captain Tatu Väänänen (bereits im WM-Vorbereitungscamp mit Finnland) und Topskorer Känzig (krank) zu wenig individuelle Qualität, um den stilsicheren und selbstbewusstem Gastgeber ernsthaft  in Verlegenheit zu bringen, zumal man dann noch 3 Tore einfach herschenkte, so beispielsweise das entscheidende 5:4 im Schlussdrittel.
Es gab sicher schon bessere Voraussetzungen, um in einen Spitzenkampf zu steigen als in diesem Derby. Natürlich wünscht sich keine Equipe seine Teamstützen wie Väänänen, Känzig, Johnsson oder Lehtinen nicht auf dem Matchblatt und Sesulka nur für Teileinsätze bereit. Und weil auch noch der zuletzt in der zweiten Linie immer besser in Fahrt kommende Nico Mutter verletzt ausfiel, musste das SVWE-Trainergespann gleich in allen drei Linien Veränderungen vornehmen, was selbstredend für die Automatismen nicht förderlich war. Und weil auch Köniz, wohl eine Folge des Wochentagspiels, zu Beginn viele Fehlpässe verzeichnete, entwickelte sich im Startdrittel ein nicht eben hochklassiges Spiel, das mehr von intensiven Zweikämpfen und guter Störarbeit beider Teams lebte.
Dass beide Tore zum 1:1 nach individuellen Aussetzern fielen, war nur folgerichtig. Im Mittelabschnitt nahm die Partie dann Fahrt auf und die Chancen häuften sich, wobei der SVWE zuerst effizienter war, aber dann doch zweimal einen Hochkaräter zu einer möglichen Zwei-Tore-Führung ausliess. Köniz bestrafte dies prompt mit dem Ausgleich und ging noch vor Ende des Mitteldrittels erstmals in Führung. Immerhin glückte dem SVWE im Schlussabschnitt dank Bürkis Tor im Powerplay nochmals der Ausgleich zum 4:4, doch es wiederholte sich, was sich im Mitteldrittel schon ereignete. In  einer guten Spielphase wurden beste Schusspositionen nicht ausgenützt, wobei für einmal die Routiniers patzten. Hatte im Mitteldrittel Hofbauer zweimal aus bester Position nicht getroffen, so sündigte nun Krähenbühl im Abschluss.
Und dann kam der ärgerlichste Moment im Spiel, als man in der 49. Minute Köniz aus einer Standardsituation aus der Ecke Köniz den erneuten Führungstreffer und schliesslich auch das „game-winning -goal“ herschenkte mit einem krassen Stellungsfehler. So belohnte sich die Berger-Truppe für eine an sich und eingedenk der Personalsituation doch rechte gute Leistung nicht, zumal auch die letzte Chance zum Ausgleich mit der Powerplay-Situation kurz vor dem Ende nicht genützt werden konnte. Somit geht das NLA-Team mit einer Niederlage in die rund vierwöchige Natipause, wobei diese wenigstens etwas Gutes haben dürfte. Der Grossteil der Abwesenden sollte zurück kehren, und es ist zu hoffen, dass in der Fortsetzung der Meisterschaft nicht mehr die ärztlichen Bulletins die Aufstellung machen.   

Floorball Köniz - SV Wiler-Ersigen 5:4 (1:1, 3:2, 1:1)
Sporthallen Weissenstein, Bern. 640 Zuschauer. SR Preisig/Schädler.
Tore: 16. P. Affolter 0:1. 20. P. Doza (J. Alder) 1:1. 28. C. Mutter (N. Bischofberger) 1:2. 34. S. Bolliger (O. Schmocker) 2:2. 34. M. Rentsch (Moser)) 2:3. 37. J. Zaugg (S. Castrischer) 3:3. 39. Y. Pillichody (S. Bolliger) 4:3. 43. J. Bürki (M. Dudovic) 4:4. 49. S. Bolliger (Y. Pillichody) 5:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz. 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen.
Bemerkungen: SVWE mit Reich im Tor, ohne Väänänen  (Nati Finnland), Johnsson, Lehtinen (beide verletzt), N. Mutter (verletzt), Känzig (krank), Sesulka (nur mit Kurzeinsatz im Boxplay).

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