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NLA-Team taumelt, schlägt dann aber GC

Die erfolgreichen Torschützen gegen GC: Affolter, Känzig (3) und Alder bejubeln das 4:1. (Foto: HUM)
Die erfolgreichen Torschützen gegen GC: Affolter, Känzig (3) und Alder bejubeln das 4:1. (Foto: HUM)

Was für ein Wochenende für das NLA-Team: Zuerst die desaströsen 10 Minuten in Zug (sechs Gegentore) und die vierte Niederlage im fünften Spiel und einen Tag später der klare 6:2-Sieg gegen den souveränen Leader GC.  Stabil präsentiert sich aktuell nur die U21, welche den Qualisieg mit zwei weiteren Erfolgen bereist sicherstellte. Auf und Ab`s wie beim NLA-Team gibt es dafür bei der U18 und der U16, welche beide noch nicht sicher in den Playoffs sind.

Kein Stein blieb mehr auf dem anderen nach der 6:8-Niederlage in Zug, alle Linien stellte der SVWE-Staff um. Ausgerechnet gegen GC und ausgerechnet mit neuen, uneingespielten, Linien sollte eine Reaktion auf die teilweise desaströse Leistung in Zug gelingen. Zum Glück gegen GC kann man in der Rückschau anfügen. Denn die Zürcher mit der Souveränität und dem Selbstvertrauen von einer beispiellosen Siegesserie liessen den SVWE für einmal in die Rolle der Gegner schlüpfen. Wenig Ballbesitz, lange Bälle nach vorne und Nadelstiche mit Kontern. Dass sind oftmals die Waffen mit dem die Konkurrenz Wiler zu schlagen versucht und dabei zuletzt immer häufiger erfolgreich war. Und genau mit diesen Waffen legte der SVWE im Heimspiel gegen GC den Grundstein zum Erfolg: Im Startdrittel, vor allem der Anfangsphase, spielten nur die Gäste, das Heimteam sah kaum einen Ball und führte nach 17 Minuten trotzdem mit 4:1 Toren. 

Känzigs Hattrick mit den Waffen der Konkurrenz
Blitzsaubere Gegenstösse, dreimal verwertet durch Topskorer Känzig und einmal durch Affolter, liessen das Toreschiessen für einmal so einfach aussehen. Fortan glich sich das Spielgeschehen aus, auch weil GC sichtlich weniger aktiv agierte und nicht mehr so viele Gegenstössen zu lassen wollte.  Mit der klaren Führung im Rücken hatte aber auch Wiler keinen Grund, die zuletzt gegen die Jets und Zug vermisste defensive Balance zu verlassen und so änderte sich am Spielstand bis weit ins Schlussdrittel nichts.  Der Berger-Truppe konnte es recht sein. Erst als Mock in der 56. Minute den 2:4-Anschlusstreffer für GC erzielte, schien die Partie doch noch spannend zu werden. Doch Deny Känzig, der Mann des Spiels, sorgte mit einer tollen Einzelaktion und dem genialen Zuspiel auf Alder praktisch im Gegenzug für die Spielentscheidung. So geht der SVWE doch noch mit einem blauen Auge aus dem Weekend hervor, nachdem man – um in der Boxersprache zu bleiben – am Vortag in Zug arg ins Taumeln geriet. Nach einer scheinbar kontrollierten Leistung und einer 3:1-Führung zur Spielmitte brach Wiler förmlich ein und kassierte sechs Gegentore in nur sieben Minuten! Niemand stemmte sich gegen das Debakel, keine Reaktion in dieser  Phase weder von den Spielern, noch der Bank. Diese behielt man sich immerhin für das Spiel gegen den Leader auf und so ist dank diesem Erfolg über den Leader der zweite Platz noch immer in Reichweite.  Nur schade, dass die nächsten Gegner nun nicht mehr GC heissen und sich das NLA-Team wieder mit dem Problem konfrontiert sieht, dass es zurzeit sein Offenspiel verloren hat, deshalb rasch ungeduldig wird und so viel zu oft ins offene Messer läuft. Und auch zu denken geben muss, dass man einfach zu viele billige Tore herschenkt, wie gegen GC das 1:1, weil man bei Standards nicht sortiert ist.

 

SV Wiler-Ersigen - Grasshopper Club Zürich 6:2 (4:1, 0:0, 2:1)
Sporthalle Sportzentrum Zuchwil, Zuchwil. 341 Zuschauer. SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore: 8. D. Känzig (D. Alder) 1:0. 9. S. Laubscher (M. Zürcher) 1:1. 10. D. Känzig (D. Alder) 2:1. 17. D. Känzig (T. Väänänen) 3:1. 17. P. Affolter (T. Väänänen) 4:1. 56. M. Mock (K. Bier) 4:2. 56. D. Alder (D. Känzig) 5:2. 58. J. Krähenbühl (J. Bürki) 6:2.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich.
Bemerkungen: SVWE mit Reich im Tor, ohne Johnsson, Sesulka und Nico Mutter (alle verletzt).


Zug United - SV Wiler-Ersigen 8:6 (1:2, 6:2, 1:2)
Stadthalle Zug (Herti), Zug. 248 Zuschauer. SR Both/Černín.
Tore: 12. M. Louis (D. Alder) 0:1. 13. A. Dahlqvist (C. Kostov-Bredberg) 1:1. 14. A. Hollenstein (M. Rentsch) 1:2. 27. C. Mutter (N. Bischofberger) 1:3. 31. A. Dahlqvist (P. Rokka) 2:3. 33. J. Schelbert (A. Furger) 3:3. 34. P. Rokka 4:3. 36. A. Dahlqvist (A. Menon) 5:3. 37. M. Staub (B. Nilsson) 6:3. 38. B. Nilsson 7:3. 40. L. Moser (L) (M. Louis) 7:4. 53. T. Mock (B. Nilsson) 8:4. 57. T. Väänänen (J. Bürki) 8:5. 58. N. Bischofberger (J. Bürki) 8:6.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug United. 2mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen.
Bemerkungen: SVWE mit Menetrey im Tor, ohne Johnsson und Sesulka (beide verletzt)

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