Topstory

NLA-Team mit Umweg zum klaren Sieg

Das 3:2 durch Marco Rentsch brachte den SVWE auf die Siegesstrasse. (Foto: HUM)
Das 3:2 durch Marco Rentsch brachte den SVWE auf die Siegesstrasse. (Foto: HUM)

In einer nach einem Blitzstart (1:0 schon in der Startminute) lange Zeit eher lauen Partie setzte sich das NLA-Team dank einer starken zweiten Spielhälfte am Ende klar mit 8:3 gegen Chur Unihockey durch und könnte bereits am Sonntag als Qualisieger feststehen, sollte Köniz gegen GC nicht gewinnen.
Warten auf die Playoffs - unter diesem Motto absolvieren die SVWE-Leitungsteams aktuell die letzten Quali-Spiele. Mental keine einfache Ausgangslage. Deutlich aufgezeigt an den Partien der U21 und der U18, welche in ihren Spielen schon im Startdrittel 6:0 führten und daraufhin mehrere Gänge herunter schalteten. Da ist es selbst für die Coaches schwierig noch Argumente zu finden. Beide Equipen siegten schliesslich klar (12:6 die U21 gegen Uster, 12:2 die U18 in Zug) dürften aber froh sein, am Sonntag auf Gegner zu treffen, die deutlich mehr Widerstand leisten werden. Insbesondere die U18 trifft in Zuchwil auf den souveränen Leader Köniz (18.30)


„Trotz frühem 1:0 – ein spätes Erwachen“
Ähnlich wie bei den Junioren präsentierte sich die Ausgangslage beim NLA-Team. Natürlich geht es darum die Spiele zu nützen hinsichtlich Cupfinal und Playoffs, dennoch ist es nicht einfach, die gleiche Spannung aufzubauen mit der bald schon anstehenden "crunch time" vor Augen. Und wenn dann wie im Spiel gegen Chur trotz gewichtigen Umstellungen  (Topskorer Johnsson und Routinier Meister fielen kurzfristig aus) schon im ersten Angriff das 1:0 gelingt (Co-Produktion der Känzig-Brothers), dann denkt man im Unterbewusstsein wohl erst recht an einen Selbstläufer. Nun dieser wurde es in keiner Art und Weise. "Wir agierten nach gutem Beginn zu statisch und teilweise pomadig", kritisierte Cheftrainer Thomas Berger den Auftritt des Meisters, "wir liessen in vielen Aktionen die letzte Konsequenz vermissen. Zum Glück war unser Goalie Nicolas Wolf auf der Höhe seiner Aufgabe und gab uns die Chance zum Sieg."
In der Tat, als die Gastgeber ihr Spiel immer mehr den Bündnern anpassten, die lange nicht wirklich den Eindruck hinterliessen, sie würden noch um die Playoffs kämpfen, drehte die Partie. Matthias Hofbauer teilt aber die Aussagen seines Trainers nicht ganz:" Natürlich spielten wir im Mitteldrittel phasenweise schwach, aber eher weil wir die Geduld verloren. Chur stand sehr tief und da wir nicht die richtigen Mittel faden, gingen wir zu grosse Risiken ein. Das äusserte sich in unklugem Forechecking oder Fehlpässen."  Tatsächlich profitierte Chur von der Laschheit und den Fehlern im Spiel des Meisters und führte unvermittelt vor Spielhälfte mit 2:1. Es war ein Kehrtwende mit Ansage und der Rückstand war nur nicht noch grösser, weil eben Goalie Wolf einmal mehr bärenstark auftrat. So blieb der SVWE im Spiel und erwacht noch zum richtigen Zeitpunkt. Topskorer Deny Känzig und Rentsch kehrten das Spiel noch vor der zweiten Pause. Und im Schlussabschnitt kam man dann das richtige Wiler zu sehen, dass mit Tempo und Passkombinationen Chur überforderte. So stand es am Ende dann doch ein souveränes 8:3.

SV Wiler-Ersigen - Chur Unihockey 8:3 (1:0, 2:2, 5:1)
Sportzentrum Zuchwil. 365 Zuschauer.  SR Hürzeler/Peter.
Tore: 1. T. Känzig (D. Känzig) 1:0. 26. S. Cavelti (J. Binggeli) 1:1. 28. S. Cavelti (J. Binggeli) 1:2. 35. C. Mutter (D. Känzig) 2:2. 39. M. Rentsch (M. Hofbauer) 3:2. 41. M. Hofbauer (Penalty) 4:2. 46. D. Känzig (C. Mutter) 5:2. 47. J. Bürki 6:2. 49. J. Bürki (M. Louis) 7:2. 56. S. Aeschbacher 7:3. 58. D. Alder (C. Mutter) 8:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten gegen Chur Unihockey.
Bemerkungen: SVWE mit Wolf im Tor, ohne Jonsson und Meister (krank), Krähenbühl (verletzt). NLA-Debut von Jan Ziehli (im Schlussabschnitt)

Back to Top