2019/20

NLA-Team gewinnt das Derby gegen Tigers, verliert aber Leaderposition

Da schien noch alles für den SVWE zu laufen, das Team bejubelt einen weiteren Treffer von Marco Rentsch.
Da schien noch alles für den SVWE zu laufen, das Team bejubelt einen weiteren Treffer von Marco Rentsch.

In einer turbulenten und torreichen Partie gewinnt das NLA-Team das Derby gegen die Langnau Tigers mit 8:7 in der Verlängerung dank einem Treffer von Captain Väänänen. Trotz des Sieges muss der Meister die Leaderposition aber an GC Zürich abgeben, weil man es nicht schaffte eine 5:2- und 7:5-Führung über die reguläre Zeit zu bringen.

Nach der Heimniederlage gegen GC stand das Derby gegen die Tigers im Zeichen der Wiedergutmachung. Doch die Startphase misslang dem Meister, der wieder auf seine beiden Weltmeister Savonen/Pylsy zurückgreifen konnte. Die Tigers Paradelinie erzielte durch Glauser nach vier Minuten den Führungstreffer. Die Langnauer spielten nur punktuell mit drei Linien und versuchten so, den Rhythmus des Heimteams mitgehen zu können. Dies gelang im Startdrittel denn auch. Zwar glich Wiler in der Folge die Partie aus, konnte aber keine Differenz herbeiführen, das Balltempo war zu gering.


5 Skorerpunkte von Rentsch reichen nicht

Im Mitteldrittel erhöhte der Meister dann den Druck, agierte präziser und den Gästen schien auch langsam aber sicher der «Schnauf» etwas auszugehen. Auf den 2:1-Führungstreffer konnten die Tigers zwar noch postwendend antworten, doch dann folgten drei Wiler Tore innerhalb von nur sechs Minuten. Und als dann noch Aggressivleader Gfeller beim Gast ausfiel, schien alles für das Heimteam zu sprechen. Doch zwei nonchalante Aktionen in der Defensive ermöglichten den Gästen noch vor dem Ende des Mitteldrittels etwas überraschend auf 5:4 zu verkürzen. In diesen Momenten genügte die Leistung des SVWE in keiner Art und Weise den eigenen Ansprüchen. Und es sollte auch nicht mehr gelingen, den Schlendrian aus dem Spiel zu bringen. Zum zweiten Mal in Serie kassierte dabei die zweite Linie drei Treffer.
Selbst als man im Schlussdrittel noch zweimal auf zwei Tore davonziehen konnte, reichte das nicht. Erst war es Marco Rentsch (mit fünf Skorerpunkten überragend), der mit dem 6:4 den Meister auf die Siegesstrasse zu führen schien. Doch gestern wurde augenscheinlich, dass beim Meister aktuell die Balance nicht vorhanden ist, Individualisten in die Bresche springen müssen, weil die Kompaktheit und Ausgeglichenheit abhanden gekommen ist. Zu wenige Akteure wollte oder können aktuell Tore erzielen, selbst Topskorer Pylsy vergab nach seiner Rückkehr mehrere Chancen aus bester Position und auch sein Treffer zum 7:5 war nicht die Entscheidung.  Vielmehr konnten die nicht aufsteckenden Tigers, bei denen sechs verschiedene Spieler trafen, in der Schlussminute noch ausgleichen.

SV Wiler-Ersigen - Tigers Langnau 8:7 n.V. (1:1, 4:3, 2:3, 1:0)
Sportanlage Grossmatt, Kirchberg . 632 Zuschauer. SR Hohler/Koch.
Tore: 4. Y. Glauser (S. Flühmann) 0:1. 6. N. Bischofberger (M. Rentsch) 1:1. 21. K. Savonen (M. Hofbauer) 2:1. 22. K. Kropf (J. Lauber) 2:2. 28. R. Sikora (M. Rentsch) 3:2. 31. M. Rentsch (N. Bischofberger) 4:2. 34. M. Rentsch (R. Sikora) 5:2. 36. K. Kropf (J. Lauber) 5:3. 37. S. Siegenthaler (Matt. Steiner) 5:4. 42. M. Rentsch (C. Mutter) 6:4. 49. M. Mosimann 6:5. 50. J. Pylsy (M. Hofbauer) 7:5. 52. R. Mayer (S. Steiner) 7:6. 60. S. Steiner (J. Lauber) 7:7. 68. T. Väänänen (J. Bürki, Ausschluss Gfeller) 8:7.
Strafen: keine Strafen. 2mal 2 Minuten gegen Tigers Langnau.
Bemerkungen: SVWE mit Menetrey im Tor, ohne Känzig und Dudovic (beide verletzt)

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