NLA

Neunter Sieg im elften Spiel gegen hartnäckige Tigers

Topskorer Deny Känzig und Marco Rentsch kombinierten sich zu zwei herrlichen Toren. (Foto: HUM)
Topskorer Deny Känzig und Marco Rentsch kombinierten sich zu zwei herrlichen Toren. (Foto: HUM)

Zum Vorrunden-Abschluss holt sich der SVWE den neunten Sieg im elften Spiel und bleibt damit an der Tabellenspitzte. Beim 6:3-Erfog über die Tigers musste sich die Berger-Truppe den Sieg aber erdulden. Die Langnauer agierten sehr diszipliniert, lange auch effizient und konnten das Resultat vor über 600 Zuschauern lange offen halten.
Endlich wieder einmal auch vor heimischem Publikum überzeugen, das hatte sich das NLA-Team anlässlich des Kids-Days vorgenommen. Und zieht man am Ende ein Fazit, dann kann man durchaus sagen: Vorhaben geglückt. Der SVWE dominierte das Emmentaler Derby klar, hatte viel mehr Ballbesitz, lag im Gegensatz zu vorherigen Heimspielen nach Drittelsende nie in Rückstand, zelebrierte zahlreich gelungene Ballstafetten und zwei herrliche Tore, spielte mit drei Linien durch und hielt auch kämpferisch dagegen. Weshalb die Partie trotz all diese positiven Aspekten so lange ausgeglichen verlief? Weil die Tigers sehr diszipliniert agierten, sich stark zurückzogen und eine defensives Bollwerk bildeten, das nur schwer zu durchbrechen war. Und dazu zeigten sich die Gäste lange Zeit brutal effizient. Dreimal nutzten sie einen individuellen Fehler auf Seiten des Heimteams konsequent aus und konnten so nach 55 Minuten und einem 4:3 Zwischenstand weiter auf den Punktgewinn hoffen. Auch weil sie ab dem Schlussdrittel ihre besten Kräfte auf zwei Linien konzentrierten.
Doch genau in der spielentscheidenden Phase verliess die Tigers die Effizienz, verpassten sie doch gleich mehrmals aus guten Abschlusspositionen den möglichen Ausgleich. Abwehr-Routinier Wittwer beendete mit seinem bereits zweiten Tor nach seinem Comeback vor zwei Wochen die Remis-Gelüste der Gäste schliesslich 30 Sekunden vor dem Ende und sicherte seinem Team den Derbysieg. Krähenbühls 6:3 sorgte dann gar dafür, dass auch die Resultattafel am Ende den gezeigten Leistungen entsprach. Somit blickt der SVWE auf eine gelungene Vorrunde zurück. Obwohl die Leistungen hin und wieder nicht dem Leistungspotential entsprachen und zudem zahlreiche Verletzungen immer wieder zu Umstellungen in den Linien führte, was für die Automatismen nicht förderlich war, fand die Berger-Truppe meist einen Weg zum Sieg. Das Torverhältnis von 73:35 ist zudem einigermassen beeindruckend. Spielerische Glanzpunkte setzte vor allem die Linie um das junge Offensivtrio Känzig (22), Rentsch (21) und Mutter (22), die natürlich auch davon profitieren, dass hinten die beiden Internationalen Väänänen/Bischofberger Ball um Ball erobern und damit viel Ballbesitz für die Jungspunde ermöglich wird. Aber sie wissen dann auch etwas mit dem Ball anzufangen. Alle drei steuern sie auf einen persönlichen Punkterekord in der NLA zu. Zieht man in Betracht, dass mit den verletzten Johnsson und Lehtinen noch zwei wichtige Offensivkräfte zurückkehren werden, welche auch in den anderen Linien für mehr Feuerkraft sorgen dürften, darf man der Zukunft optimistisch entgegenblicken. Die Defensive (inkl. Golaies) funktioniert ebenfalls, einzig die Spielerdecke in der Abwehr ist etwas dünn. Lange Ausfälle wie jener von Witter oder nun Sesulka können rasch zum Problem werden. Oft standen dem Trainerstaff noch genau sechs Verteidiger zur Verfügung.

SV Wiler-Ersigen - Tigers Langnau 6:3 (1:1, 2:1, 3:1)
Sportanlage Grossmatt, Kirchberg BE. 647 Zuschauer. SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore: 7. D. Känzig (M. Rentsch) 1:0. 11. S. Steiner (K. Kropf) 1:1. 27. S. Flühmann (T. Gfeller) 1:2. 29. M. Rentsch 2:2. 40. D. Känzig (M. Rentsch) 3:2. 53. C. Mutter (D. Känzig) 4:2. 55. S. Flühmann (T. Gfeller) 4:3. 60. D. Wittwer (M. Hofbauer) 5:3. 60. J. Krähenbühl (C. Reich) 6:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 3mal 2 Minuten gegen Tigers Langnau.
Bemerkungen: SVWE mit Reich im Tor, ohne Johnsson, Sesulka, Lehtinen (alle verletzt).

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