2019/20

Nächster Derbysieg nach Verlängerung für das Fanionteam und damit weiter Leader

Krister Savonens Leistung steht stellvertretend für das Team: Riesen Potential, aber nur phasenweise abgerufen.
Krister Savonens Leistung steht stellvertretend für das Team: Riesen Potential, aber nur phasenweise abgerufen.

Wie bereits gegen die Tigers Langnau vor der Weihnachtspause gewinnt das NLA-Team auch im ersten Derby des neuen Jahres zuhause nach Verlängerung. Den Siegtreffer für den Meister erzielte Jan Bürki mit einem direkt und humorlos verwandelten Freistoss-Treffer zum 6:5, der dem SVWE auch die Leaderposition rettet. Diese Zielstrebigkeit und Konsequent hätte man sich in der Hauptprobe vor dem Champions Cup noch in anderen Situationen gewünscht. Doch der SVWE deutete sein Potential zwar immer wieder an, konnte es aber ungenügend abrufen.

Der neue Starverteidiger des SVWE, Krister Savonen, gilt als aktuell beste Feldspieler im Unihockey. Der Finne widerspiegelte beim Derbysieg gegen Köniz die Vorstellung des Meister in Personalunion. Mit einem Treffer, zwei Assists und weiteren genialen Zuspielen konnte er seine enormen Qualitäten unter Beweis stellen und wurde zum besten Spieler seines Teams gewählt. Aber Savonen stand, zusammen mit den anderen Spielern der nominell ersten Linie, auch bei vier von fünf Gegentreffern auf dem Feld.



Ein ewiges Auf und Ab

Gut, manchmal sehr gut und dann weniger gut, teilweise gar ungenügend, diese Schwankungen zogen sich wie ein roter Faden durch das Spiel des Meister. Zahlen bitte: Im Mitteldrittel beispielsweise feuerte der SVWE 23 Mal auf das gegnerische Gehäuse, die Effizienz von nur 11 Schüssen aufs Tor und zwei ins Tor, ist aber ungenügend. Im Gegenzug landeten alle drei Abschlüsse des Gegners im Tor! Und von den fünf Gegentoren offerierte man Köniz deren vier quasi auf der Serviertablett. Zweimal konnte Bolliger aus dem Slot ziemlich unbedrängt abschliessen, bei Junkkarinens Freistoss-Treffer vermisste man den Block des Gegenspielers und die Reaktion des Goalies und dazu kam noch ein Tor, bei dem man sich beim Schiedsrichter beschwerte, während Köniz mit einem Pass aus der eigenen Ecke hinaus Torschütze Baumann freie Fahrt aufs Tor ermöglichte. Diese und weitere ähnliche Unzulänglichkeiten reichten am Ende nicht zum Sieg gegen den Kantonsrivalen nach 60 Minuten und sie werden erst recht nicht reichen, im Halbfinalduell vom kommenden Samstag in Ostrava gegen Titelverteidiger Classic Tampere. 

Dudovics Comeback - Känzigs Forfait
Dennoch gilt es das Positive aus dem ersten Spiel des Jahres zu ziehen. So steht am Ende ein Sieg gegen einen der Konkurrenten um den Titelgewinn. Die Personaldecke ist wieder breiter geworden und Michal Dudovic konnte sein Comeback nach seinem angerissenen Kreuzband gar mit einem Treffer krönen. Die Bad News kommen indes vom letztjährigen Topskorer und Liga-MVP Deny Känzig. Nach seiner Handoperation (Kapselriss) wird er nicht rechtzeitig fit und reist nicht mit an den Champions Cup.


SV Wiler-Ersigen - Floorball Köniz 6:5 n.V. (1:1, 2:3, 2:1, 1:0)

Sporthalle Sportzentrum Zuchwil. 603 Zuschauer. SR Hohler/Koch.
Tore: 7. S. Bolliger (S. Hutzli) 0:1. 17. J. Pylsy (K. Savonen) 1:1. 24. J. Junkkarinen (S. Castrischer) 1:2. 27. M. Hofbauer (A. Hollenstein) 2:2. 34. K. Savonen (M. Hofbauer) 3:2. 36. R. Baumann (O. Schmocker) 3:3. 36. S. Bolliger (S. Hutzli) 3:4. 44. M. Louis (K. Savonen) 4:4. 48. M. Dudovic (J. Bürki) 5:4. 54. A. Nordh (S. Bolliger) 5:5. 63. J. Bürki 6:5.
Strafen: SVWE keine. 1mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz.
Bemerkungen: SVWE mit Menetrey im Tor, ohne Känzig (verletzt)

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