Playoffs

Runde 4 in der „Battle of Kanton Bern“ für NLA-Team – U21 und U16 im Meisterkampf

Solch gute Abschlusspositionen wie Claudio Mutter beim 1:1-Ausgleich fand der SVWE in Spiel 3 nicht mehr vor. (Foto: HUM)
Solch gute Abschlusspositionen wie Claudio Mutter beim 1:1-Ausgleich fand der SVWE in Spiel 3 nicht mehr vor. (Foto: HUM)

Vor einem bedeutsamen Weekend stehen die SVWE-Leistungsteams. Die NLA-Equipe bestreitet bereits am Freitagabend Spiel 4 in der „Battle of Kanton Bern“ in der Weissensteinhalle (19.30). Serienausgleich oder Matchbälle für den SVWE lautet die Frage, nachdem am Sonntag eine mögliche 3:0-Führung leichtfertig aus der Hand gegeben wurde. Nichts mehr aus der Hand geben will die U21, welche noch einen Sieg von makellosen Playoffs (bislang acht Siege in acht Spielen)  und vor allem dem vierten Meistertitel in Serie entfernt ist.  Am Sonntag  (14.00 Uhr Grossmatthalle Kirchberg) soll gegen Winterthur der dritte und entscheidende Sieg eingefahren werden. Zu einer „Mini-Battle of Kanton Bern“  kommt es im U16-Final. Denn das Duell heisst auch dort Köniz vs. SVWE.  Wie bei den „Grossen“  steigt Köniz als Favorit in dieser Serie, lagen die Berner Vorörtler in der Quali doch vor dem SVWE. Doch die U16A hat bislang Team- und Nervenstärke dokumentiert und alle vier Playoff-Partien gegen die stärker eingeschätzte Konkurrenz mit einem Tor Differenz gewonnen. Das erste von maximal drei Spielen findet am Sonntag in der Könizer Lerbermatt statt (11.00) Uhr.

 

Köniz-Trainer Korsmann kapituliert und gewinnt!
Es wäre ja auch wirklich zu einfach gewesen. Als leichter Unterdog  gegen den Meister in die Halbfinalserie gestartet, winkte dem SVWE plötzlich die komfortable 3:0-Führung in der Serie und mehr als die halbe Miete hinsichtlich Superfinal-Qualifikation. Doch das Fanionteam konnte trotz einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung in Spiel 3 den Sieg nicht nach Hause bringen.  Über diese verpasste Chance könnte sich das Team nun ärgern, weil  die Niederlage nicht der Stärke des Gegners geschuldet war, sondern der eigenen Nachlässigkeit. Eine Kunst in den Playoffs ist es aber abzuhaken, nach vorne zu blicken. Und genau dies gilt es für den SVWE zu tun. Die Niederlage kann nicht korrigiert werden, der bislang schwächste, weil zuwenig konsequente Auftritt jedoch schon.
 
Vor allem gilt es sich besser auf das neue Köniz einzustellen. Der V-Stil revolutionisierte das Skispringen. Der neue dreifache V-Stil des Meisters könnte diese Halbfinal- Serie kippen. Denn Jyri Korsman, der Könizer Trainer, hatte nach den ersten zwei Partien kapituliert und wich von seinem Konzept ab. Das neue Köniz war die ganze Saison darauf ausgerichtet, nicht mehr ausschliesslich über Konterspiel zum Erfolg zu kommen, sondern wollte über Ballbesitzt und Spielkontrolle erfolgreich sein. Dass dies viel schwieriger ist, musste Köniz schon in der Quali erfahren, wo viele Spiele eng ausgingen, weil die Gegner nur hinten rein standen und auf  Konter lauerten, so wie das Köniz im Vorjahr im wahrsten Sinne des Wortes  meisterlich umgesetzt hatte. Doch im Halbfinal gegen den SVWE scheiterte das neue Spielsystem kolossal. Trotz mehr Ballbesitz und Abschlüssen lag Köniz in Spiel 1 bei Spielmitte 0:4 zurück, im Heimspiel ginge das „Mitspielen“ dann ganz in die Hose, serviert in Form eines  5:10 durch den langjährigen „Meister“ des Ballbesitzes, den SVWE eben.
Und deshalb kehrte Köniz in Spiel 3 zum V-Stil zurück und gleich dreifach. Verdichten (der alte Könizer Riegel mit vier Mann vor Goalie Eder),  verschleppen (Ball Hin-und Herschieben in der eigenen Zone) und verzichten (Start mit nur zwei Linien). Und so hatte Köniz zwar erstmals klar weniger Abschlüsse (31:47)  als der SVWE zu verzeichnen, doch es konnte dennoch den ersten Sieg einfahren. Auch weil Goalie Eder hinter dem Bollwerk wieder Sicherheit gewann und erstmals auf dem Niveau von Antipode Reich agierte (bei kassierten ein haltbares Tor).
Der SVWE zeigte da auch zu wenig Geduld und nahm wie Köniz in Spiel 1 zu viele Abschlüsse aus zu wenig guten Positionen oder zu überhastet. Trotz der klar mehr Abschlüsse war die Bilanz mit Schüssen auf dem Tor ausgeglichen (16:16).  Da anzunehmen ist, dass Köniz nun trotz Heimspiel bei der erfolgreichen Defensiv- und Verschleppungstaktik bleiben wird, ist der SVWE nun gefordert darauf eine bessere Antwort bereit zu haben als letzten Sonntag. Das macht eben auch den Reiz von Playoff-Serien aus, dass man neu gestellte Aufgaben lösen muss. Und eines ist auch klar: Der Druck liegt immer noch beim Meister, denn noch führt der SVWE in der Serie in die er nach vier Niederlagen in Folge gegen Köniz als Aussenseiter gestartet war.       

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