NLA

Nach Torflut die Verteidiger-Ebbe und ein bitterer Sonntag in Chur

SVWE-Trainer Thomas Berger und Assistent Radek Sikora erlebten einen ungemütlichen Sonntag und mussten ständig Umstellungen vornehmen.
SVWE-Trainer Thomas Berger und Assistent Radek Sikora erlebten einen ungemütlichen Sonntag und mussten ständig Umstellungen vornehmen.

Schwarzer Sonntag für das Fanionteam: Nur 24 Stunden nach dem glanzvollen 17:2-Kantersieg gegen Waldkirch-St.Gallen erlebte das Team ein mentales Wechselbad und kassierte die erste Saisonniederlage. Trotz zwischenzeitlicher 3:1-Führung musste man am Ende den Ausfall von drei Verteidigern weg- und eine 4:6-Niederlage einstecken.
Ein Unglück kommt selten allein, und manchmal kommt es gleich knüppeldick: Ein Hauptgrund für den am Ende verpatzten Auftritt in Chur war sicherlich das Pech auf der Verteidigerposition, fielen mit Schlüchter (nach Aufwärmen) und Bischofberger doch früh gleich zwei Verteidiger aus, womit ab zweitem Spieldrittel nur noch fünf Abwehrspieler zur Verfügung standen, darunter der U21-Junior Jan Ziehli. Doch es sollte längst nicht das Ende der Ausfallserie sein. 
Durch diese schwierige Konstellation und ständig wechselnden Backpaaren fehlten über alle drei Blöcke die Automatismen, womit das Offensivspiel nicht wunschgemäss aufgezogen werden konnte. Wenn dann auch noch die bislang gefährlichste Linie um Topskorer Deny Känzig einen schwachen Tag einzieht (0:2-Bilanz), dann wird es gegen jedes NLA-Team eng.


Drei Powerplaytore zur Wende
Die Churer nutzten die Gunst der Stunde, profitierten von den Problemen beim Gast und konnten gleich zu Beginn des Schlussdrittels eine Überzahlsituation ausnützen (geahndetes Bodenspiel Alders in der Offensivzone nach einem Ausrutschen an der Bande). Von da an lief der Ball endgültig für das Heimteam, denn es folgte kurzum der dritte Verteidiger-Ausfall (diesmal Sesulka) und zwei weitere Strafen gegen den SVWE.  Auch diese wurden von Chur ausgenützt und so wendeten die Gastgeber die Partie innerhalb von nur dreieinhalb Minuten. Nicht zu Unrecht haderten die SVWE-Verantwortlichen am Ende auch etwas mit der Spielleitung. Zweimal Strafen wegen Bodenspiels gegen Wiler, dafür Bandenchecks ungeahndet, da ist die Richtung wo Unihockey hingehen soll, doch zu hinterfragen.
Zwar versuchte das NLA-Team, eine Reaktion zu zeigen, doch natürlich geht ein solcher Spielverlauf an keinem Team spurlos vorbei. Selbst zwei dann doch noch zugesprochene eigene Überzahlsituationen blieben ungenutzt und der Anschlusstreffer Lehtinens vier Minuten vor Schluss war auch nicht das benötigte Signal. Es war einfach nicht der Abend der Gäste und so sorgte Chur nur 90 Sekunden später mit dem Treffer zum 6:4 für die endgültige Entscheidung.
Nun denn, hinsichtlich des weiteren Saisonverlaufes ist diese erste Niederlage nicht weiter tragisch. Vielmehr bleibt zu hoffen, dass die Verletzten rasch zurückkommen werden, wird doch schon seit Saisonbeginn auch Verteidiger-Routinier Dave Wittwer schmerzlich vermisst. Wir wünsche an dieser Stelle den Verletzten gute Genesung.

Chur Unihockey - SV Wiler-Ersigen 6:4 (1:1, 1:2, 4:1)
Gewerbliche Berufsschule, Chur. 322 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.
Tore: 4. M. Lehtinen (J. Krähenbühl) 0:1. 19. D. Gerber (D. Blomberg) 1:1. 25. M. Louis (D. Alder) 1:2. 35. D. Alder (M. Louis) 1:3. 35. P. Riedi (A. Zellweger) 2:3. 42. D. Blomberg (P. Riedi) 3:3. 45. J. Hirschi (Luzi Weber) 4:3. 45. P. Riedi (M. Stucki) 5:3. 56. M. Lehtinen (M. Hofbauer) 5:4. 58. D. Blomberg (Luzi Weber) 6:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Chur Unihockey. 3mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen.
Bemerkungen: Väänänen vergibt Penalty (27.) SVWE mit Reich im Tor, ohne Johnsson, Hollenstein und Wittwer (alle verletzt), dazu während des Spiels Ausfälle von Schlüchter, Bischofberger und Sesulka.

 

 

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