NLA

Nach der Lethargie zündet der SVWE den Turbo und besiegt Tigers mit "Stängeli"

Jan Bürki holte sich vier Skorerpunkte.
Jan Bürki holte sich vier Skorerpunkte.

Nur zwei Tage nach der souveränen Vorstellung beim 8:1-Kantersieg gegen Zug braucht der SVWE im Derby gegen die Tigers bis zur Spielmitte, um aus der Lethargie zu finden und einem 3:4-Rückstand letztlich einen diskussionslosen  10:5-Sieg zu machen.  Dabei zeigte der Meister seine Kadertiefe, indem für einmal nicht die üblichen Verdächtigen skorten, sondern angeführt von den beiden überragenden Nativerteidigern Jan Bürki und Nicola Bischofberger das «secondary scoring».

Derbys kennen bekanntlich ihre eigenen Gesetze und so verliefen die beiden Partien zwischen dem SVWE und den Tigers Langnau eigentlich atypisch für den bisherigen Saisonverlauf. Nicht unbedingt, was die Punkteverteilung anbetrifft, da konnte sich der Favorit 5 von möglichen sechs Zählern sichern. Vielmehr waren es die Resultate. In beiden Partien 15 Tore, das entspricht überhaupt nicht der Spielidee des Meisters. War es im Hinspiel ein lasches Schlussdrittel gepaart mit einem Schuss Überheblichkeit, welche der Berger-Truppen eine 3-Tore-Führung und den Sieg kosteten und in die Verlängerung gehen liess, die man letztlich für sich entschied (8:7). Diesmal war es das Startdrittel, in dem der SVWE lethargisch wirkte, kaum einen Zweikampf gewann und sich mit einem Rückstand und einem vermeintlich schwierigen Spiel konfrontiert sah. Einsamer Höhepunkt des Startdrittels war das Kabinettstückchen von Matthias Hofbauer zum zwischenzeitlichen 1:1. Doch im Mitteldrittel änderte sich das Spielgeschehen frappant. Endlich zog der Meister das Tempo an, zog die Tigers Abwehr mit schnellen Pässen auseinander und kam so innerhalb von nur 17. Minuten zu sieben Toren und konnte mit einer beruhigenden 9:4-Führung in den Schlussabschnitt gehen. Dort schaltete der SVWE wieder einen Gang zurück. Vor allem die Top-Schützen des Meisters fanden nie ins Spiel, selbst im Powerplay nicht. Doch es ist eben auch eine Stärke dieses Teams, dass es auch 10 Tore schiessen kann, wenn die Pylsys, Dudovic, Rentsch und Co.  für einmal nicht treffen. Nun folgt die knapp dreiwöchige Natipause, ehe in den verbleibenden drei Wochen noch der Qualisieg mit GC ausgespielt wird. Da aber Rang 1 und 2 hinsichtlich der Playoffs eher unbedeutend sind, ist das mehr eine Prestigeangelegenheit und die Berger-Truppe wird vielmehr bemüht sein, sich auf die Playoffs vorzubereiten. Dort könnte dann auch der letztjährige mvp Deny Känzig wieder einer Rolle spielen. Er gab gestern nach drei Monaten ein eher unauffälliges 30 minütiges Comeback.

Tigers Langnau - SV Wiler-Ersigen 5:10 (3:2, 1:7, 1:1)
Espace-Arena, Biglen. 287 Zuschauer. SR Bühler/Bühler.
Tore: 4. K. Kropf (Matt. Steiner) 1:0. 10. M. Hofbauer (J. Bürki) 1:1. 14. C. Mutter 1:2. 14. Matt. Steiner (J. Lauber) 2:2. 20. Math. Steiner (S. Flühmann) 3:2. 22. N. Mutter (L. Moser (L)) 3:3. 23. Math. Steiner (S. Flühmann) 4:3. 29. N. Bischofberger (M. Rentsch) 4:4. 30. J. Bürki (M. Hofbauer) 4:5. 34. P. Affolter (T. Väänänen) 4:6. 38. L. Moser (L) (J. Bürki) 4:7. 39. M. Louis (J. Pylsy) 4:8. 40. J. Bürki (D. Alder) 4:9. 47. N. Bischofberger (D. Alder) 4:10. 52. S. Steiner (A. Jakob) 5:10.
Strafen: 3mal 2 Minuten, 1mal 10 Minuten (J. Siegenthaler) gegen Tigers Langnau. keine Strafen.
Bemerkungen: SVWE mit Menetrey im Tor.

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