NLA

Mit einer unnötiger Niederlage in die Natipause

Erst kurz vor Schluss erzielte Matthias Hofbauer den dritten Treffer, dem man 40 Minuten nachgejagt war. (Foto: HUM)
Erst kurz vor Schluss erzielte Matthias Hofbauer den dritten Treffer, dem man 40 Minuten nachgejagt war. (Foto: HUM)

Meister Köniz ist zum zweiten Mal in der neuen Saison zu stark für den SVWE. Nach dem Supercup verliert  Wiler auch das Heimspiel und muss damit vor der gut zweiwöchigen Natipause die Leaderposition an GC abgeben. Ein schwaches Startdrittel, eine völlig ungenügende Chancenauswertung im Schlussdrittel und Pech bei gleich sechs Stangentreffern können als Gründe für die unnötige Niederlage herhalten Doch gestohlen haben die Gäste den Sieg nicht, zu viele SVWE-Spieler erreichten ihr bestes Niveau nicht.
Und dann zappelte der Ball doch noch hinter Köniz Goalie Eder. Als niemand der gut 600 Zuschauer in der Grossmatt mehr daran glaubte, traf Altmeister Matthias Hofbauer in der Schlussminute zum dritten Mal für das Heimteam, erzielt jenen Treffer, dem der SVWE über 40 Minuten nachgerannt war. Dumm nur, dass die Könizer kurz zuvor mit dem Tor zum 4:2 die Partie bereits entscheiden konnten.
Dass die Berger-Truppe diesen dritten Treffer unbedingt brauchte, lag an einem nonchalanten Startdrittel, in dem man zu wenig entschlossen auftrat und etwas gar naiv den Gästen zwei Treffer auf dem Silbertablett offerierte und dazu noch ein unglückliches Eigentor produzierte. Zum Glück stimmte in dieser Phase wenigsten noch die Effizienz, erzielte man doch aus den beiden ersten guten Chance auch gleich zwei herrliche Tore.



Eder, Unvermögen und Pech
Dies sollte sich aber ab der Spielmitte, als der SVWE endlich resolut das Szepter übernahm, drastisch ändern. Die Partie kannte praktisch nur noch eine Richtung, doch die SVWE-Spieler übertrafen sich im Auslassen der besten Chancen. Sicher hielt Köniz-Goalie Eder glänzend, doch gleich mehrmals wurde das leere Tor verfehlt, oder aber dann gar zu präzis gezielt, lies gleich sechsmal die Torumrandung getroffen. Vom Glück war das Heimteam wahrlich nicht verfolgt. Irgendwie sollte es nicht sein an diesem Abend, und so war es sinnbildlich, dass die Gäste mitten in der Druckperiode des SVWE von einem weiteren individuellen Aussetzer profitieren konnten. Jan Zaugg liess sich nicht zweimal bitten und demonstrierte, was kaltblütig ist.
Mit der ersten Heimniederlage beschliesst die Berger-Truppe die erste Qualiphase und darf ruhig der verlorenen Leaderposition nachtrauern. Weiter geht es erst wieder am Sa. 27. Oktober mit dem Heimspiel gegen den HC Rychenberg- Winterthur

SV Wiler-Ersigen - Floorball Köniz 3:4 (2:3, 0:0, 1:1)
Sportanlage Grossmatt, Kirchberg. 621 Zuschauer. SR Brunner/Büschlen.
Tore: 6. D. Känzig (C. Mutter) 1:0. 7. J. Ledergerber (J. Zaugg) 1:1. 13. J. Krähenbühl (M. Lehtinen) 2:1. 16. Y. Pillichody 2:2. 18. J. Ledergerber (F. Michel) 2:3. 57. J. Zaugg (F. Michel) 2:4. 60. M. Hofbauer (J. Krähenbühl) 3:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 2mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz
Bemerkungen: SVWE mit Menetrey im Tor, ohne Johnsson, Wittwer, Sesulka, Reich, Hollenstein (alle verletzt), Matthias Hofbauer nur im letzten Drittel eingesetzt.

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