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Makellose Bilanz aber nicht makellose Leistungen

Direkt von der Strafbank kommend erzielte der hier umjubelte Joel Krähenbühl den "gamewinner" zum 5:3. (Foto: HUM)
Direkt von der Strafbank kommend erzielte der hier umjubelte Joel Krähenbühl den "gamewinner" zum 5:3. (Foto: HUM)

Ein erfolgreiches Weekend mit fünf Siegen in fünf Partien für die Leistungsteams endete am Sonntagabend mit dem knappsten aller Erfolge, dem 5:4-Sieg des NLA-Teams über Uster. Damit blieb die Bilanz makellos, bei zwei Siegen für die U21 und den Erfolgen für die U18 und die U16. Trotz dem Punktemaximum und teilweise Kantersiegen, waren die Leistungen im Gegensatz zur Bilanz aber nicht makellos. Die U21 war resultatmässig am souveränsten und fegte am Samstag die Tigers 13:7 vom Feld und tags darauf  Uster 13:4, trübte denn Eindruck lediglich mit sechs Gegentoren im Schlussdrittel gegen Langnau. Die U18 konnte endlich den Heimfluch besiegen und das ausgerechnet gegen Leader Thurgau. Dabei deutete mach dem Startdrittel und einem 0:3 aber gar nichts auf den ersten Heimsieg hin. Doch sechs Tore in Folge kehrten die Partie, die zwar im Schlussabschnitt urplötzlich wieder 6:6 stand, doch diesmal gehörte die Schlussphase der Partie endlich wieder Mal der U18 und so resultierte am Ende ein 9:6-Erfolg. Die U16A  konnte nach dem knappen 7:8 zum späten Saisonauftakt gegen Zug im erst zweiten Saisonspiel zum ersten Sieg und dies mit 10:5 gegen Köniz, wobei erst nach dem Startdrittel (4:3) die Defensivleistung den eigenen Ansprüchen genügte.

 

NLA: Ins Schlingern geraten, aber die Kurve noch gekriegt
0:3 nach dem Startdrittel. Das hatte sich das NLA-Team gegen Uster ganz anders vorgestellt. Doch wenn auf der einen Seite ein reichlich uninspiriertes und wenig entschlossenes Team auf ein kämpferisches und an seine Chance glaubendes Team trifft, dann kann es eben nach 20 Minuten auch 0:3 stehen, zumal nicht zum ersten Mal in dieser Saison die grössere Ausgeglichenheit der Liga zu Tage trat. Es gibt aktuell kein Überflieger-Team, aber auch keines das komplett abfällt. So definiert sich ein erfolgreiches Spiel zuerst die Einstellung generell, die Bereitschaft in der Defensive und die Konsequenz in der Offensive. Wenn einer dieser Komponenten fehlt und durch spielerische Leichtigkeit kompensiert werden soll, dann driftet es an einem nicht so starken rasch in Nonchalance ab.
Ein gutes Team zeichnet aber eben auch aus, dass es auf eine solche Hypothek von drei Gegentoren reagieren kann. Und die Reaktion folgte, zuerst vom Trainerteam, dass radikal auf zwei Blöcke (12 Mann ) reduzierte und dann von  den Verbliebenen, die bereits nach 10 Sekunden zu Beginn des Mitteldrittel mit dem Tor zum 1:3 den Startschuss zur Aufholjagd gaben. Diese wurde dann mit endlich konkretem Angriffsspiel und verbesserten Zweikampfverhalten fortgesetzt und in eine 4:3-Führung nach 36. Minuten verwandelt. Uster konnte nur noch die berühmten Nadelstiche setzen, zeigte sich aber weit weniger effizient als in der Startphase und brauchte dann auch etwas Glück (zwei Stangentreffen des SVWE) und die Offerte des SVWE, der im Schlussabschnitt nur ein Tor nachlegte, um im Spiel zu bleiben. Im bereits vierten Powerplay des Abends glückte dann dem Gastteam drei Minuten vor dem Ende dann auch tatsächlich der Anschlusstreffer. Und so wurde es doch noch hektisch, zumal beim SVWE in den Schlussminuten auch noch Ersatzmann Menetrey kalt ins Tor musste, für den verletzten Reich.

SV Wiler-Ersigen - UHC Uster 5:4 (0:3, 4:0, 1:1)
Sportanlage Grossmatt, Kirchberg. 362 Zuschauer. SR Preisig/Schädler.
Tore: 11. K. Savinainen (N. Juhola) 0:1. 17. G. Büsser (A. Urner) 0:2. 20. N. Juhola (F. Bolliger) 0:3. 21. M. Rentsch (T. Väänänen) 1:3. 23. D. Wittwer (J. Bürki) 2:3. 31. N. Mutter (D. Känzig) 3:3. 36. D. Känzig (N. Bischofberger) 4:3. 50. J. Krähenbühl (J. Bürki) 5:3. 57. S. Suter (F. Bolliger) 5:4.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten gegen UHC Uster.
Bemerkungen: SVWE mit Reich im Tor (ab 57. mit Menetrey für den verletzten Reich), ab 30 ohne Rentsch (verletzt),  ohne Sesulka, Lehtinen, Johnsson (alle verletzt).

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