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Leistungsteams alle auf reisen - formstarkes Malans testet den Neo-Leader

Eigengewächs Jan Ziehli brillierte gegen Uster.
Eigengewächs Jan Ziehli brillierte gegen Uster.

Erneut stehen die SVWE-Leistungsteams vor einem Weekend mit nur Auswärtsspielen. Die NLA und die U21 reisen sonntags ins Bünderland, wo es in Maienfeld zweimal zum Duell gegen Alligator Malans kommt, wobei insbesondere der Meister nach dem Cup-Aus gegen den Erzrivalen noch eine Rechnung offen hat. Die Aufgabe gegen die formstarken Alligatoren wird aber schwierig, zumal beim SVWE nach wie vor Schlüsselspieler verletzt sind. Während die U21 als Favorit antritt, ist die U18 in Thurgau eher der Aussenseiter, konnte man zuletzt gegen die Ostschweizer (inkl. Playoffs im Vorjahr) eher weniger „reissen“.  Einen Sieg im Kampf um die Playoff-Plätze benötigt die U16 gegen Zug, in einer Partie die am Samstag bereits um 10 Uhr stattfindet. Zur gleichen Zeit bestreitet die U14 den Spitzenkampf gegen Köniz. Am Sonntag heisst es dann doch noch Heimrunde, und zwar für die 1.- und 4. Liga-Kleinfeld-Equipen, die beide in Zuchwil antreten.

Tolle Statistik, unschöne Personalsituation

Punktgenau zur Hälfte der Qualifikation auf Rang 1, am meisten Tore erhalten, deutlich am wenigsten erhalten. Die Statistik für das NLA-Team liest sich überaus positiv. Alles Friede, Freude, Eierkuchen also vor den Duellen gegen die Verfolger Malans/GC an den zwei nächsten Wochenende? Jein! Natürlich ist der Meister voll auf Kurs in der Meisterschaft, wo das Minimalziel Rang 2 nach Qualifikation und damit die bestmögliche Ausgangslage vor den Playoffs zu schaffen sein sollte hat man sich doch schon ein beträchtliches Polster erarbeitet. Doch sorgenfrei ist die Berger-Truppe aktuell gerade nicht, weil sie seit Wochen nicht in Bestbesetzung antreten kann und sich die Situation zuletzt verschärfte statt entspannte. Vor allem hinsichtlich des Champions Cups anfangs Januar wird die Zeit langsam knapp. Nur mit einem optimal vorbereiteten, eingespielten und in Bestbesetzung antretenden Team wird im Halbfinal gegen Titelverteidiger Classic Tampere (in der finnischen Liga mit 33 Punkten aus 11 Spielen und einem Torverhältnis von 116:35 gerade auf Rekordkurs unterwegs) etwas zu holen sein. Da wäre natürlich der letzjährige Liga-Mpp Deny Känzig gefragt, der sich aber nach seinen Fussproblemen nun mit einer hartnäckigen Handgelenkverletzung herum plagt. Und dann ist ja neu auch das Bangen um Youngster Michal Dudovic, der in der Vorbereitung und zum Saisonstart der beste Schütze und  wichtigste Powerplay-Spieler war. Sein angerissenes Kreuzband wirft ihn, aber auch die Linienplanung nachhaltig zurück. Und weil aller schlechten Dinge scheinbar auch drei sind, muss nun auch Starverteidiger Krister Savonen mit Leistenproblemen pausieren. Gerade etwas viel auf einmal, selbst für einen SVWE. Trainer Berger zeigt sich zwar kämpferisch „damit muss man Leben können“, doch auch er weiss, dass diese Ausfälle zwar in der nationalen Liga über eine kurze Zeit wohl kaum ins Gewicht fallen, aber international dann eben schon.

Ziehli kann sich zeigen
Sei es, wie es ist. Aktuell können einige Spieler durch die Verletzungen anderer in neuen, grösseren Rollen agieren und insofern auch profitieren. Ein Radek Sikora stürmte im ersten Block und erzielte in drei Spielen dreiTore. Oder auch ein Jan Ziehli: Das 20jährige Eigengewächs steht in seiner zweiten NLA-Saison und erzielte in Uster seinen zweiten NLA-Treffer, den ersten in dieser Saison. Dabei agierte Ziehli wie früher auch schon bei den U-Teams an der Seite von Jan Bürki (zwar schon länger Stamm- und gar Natispieler, aber auch erst 20jährig), beide könnten sie noch in der U21 spielen. So stellt der SVWE aktuell nicht nur das jüngste Goalie-Duo der Liga, sondern auch der jüngste Verteidigerduo. Es wird denn auch oft vergessen, dass die aktuelle Equipe immer noch sehr jung ist (auch ein Alder, Dudovic, Suter oder Sikora sind noch im U21-Alter) und deshalb Rückschläge durchaus im Bereich des Möglichen sind. So einer war das Cup-Aus gegen Alligator Malans vor 10 Tagen. Die Bündner , immerhin auch mit vier Ausländern und vier Natispielern im Kader, haben ihre Ambitionen in den letzten zwei Wochen denn auch deutlich angemeldet, besiegten sie doch nicht nur den SVWE, sondern auch GC. Malans hat also einen Lauf und so wird die Partie vom Sonntag auch zu einem Härtetest für die aktuell etwas dezimierte Berger-Truppe.     

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