NLA

Künstler Daniel Johnsson - hält der "magische" Ketchup-Effekt an?

Johnssons "Wundertor" ging viral und wurde über 30`000 Mal angeklickt - unbezahlbares Marketing fürs Unihockey.
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Elf Jahre lang war Daniel  „Magic“  Johnsson die grosse Hausnummer bei Helsingborg in der Svenska Superligan (SSL).  Er gehörte Jahr für Jahr zu den besten und vor allem spektakulärsten Skorern des Landes. Freilich,  zu Titelgewinnen reichte es Johnsson mit den Südschweden nie. Eine  Playoff-Halbfinal-Qualifikation war das höchste der Gefühle für die ambitionierten Helsingborger, welche oft das Geld und die Individualisten zu haben schienen für den grossen SSL-Coup, aber nie die richtige Mentalität und den absoluten Hunger. 


"Die Winnermentalität gibt es tatsächlich"
Seit knapp  neun Monaten ist Daniel Johnsson nun in der Schweiz und  „Magic“ erstmals in seiner Karriere so richtig im Finalmodus.  Schon beim ersten Ernstkampf  in der Schweiz konnte er letzten September erstmals einen  Pokal in die Höhe stemmen. Es war zwar nur der Supercup, aber man konnte dem Schweden ansehen, wie gut es ihm tat,  einmal eine Trophäe in Händen zu halten. Im Februar folgte bereits die nächste,  nach spektakulär gewonnenen Cupfinal (11:6 gegen GC).  Und wieder war Johnsson unter den Torschützen. Und auch die Playoffs verliefen ganz „un-Helsingborg –like“, endeten mit acht Siegen in acht Spielen, und so bietet sich Johnsson am Sonntag nun die Chance auf die nächste Trophäe… Der berühmte Ketchup-Effekt würde man dies wohl nennen.
 „Man spürt halt schon den Unterschied zwischen dem SVWE und Helsingborg.Wiler ist sich gewohnt zu gewinnen, es gehört zum Selbstverständnis, die oft zitierte Winner-Mentalität existiert. Routiniers wie Matthias Hofbauer oder Tatu Väänänen leben diese vor. Aber schauen sie nur einen Deny Känzig, der ist erst  21jährig und bestreitet am Sonntag schon seinen 3. Superfinal. Als Wiler Spieler wird einem das Gewinnen in der DNA programmiert.“

 

Ein Tor, das in der Sportszene viral ging
Johnsson selbst hat es mit dem Wechsel zum SVWE erstmals in seiner Karriere geschafft, Kunst mit Erfolg zu paaren. Und die Show begleitet „Magic“ immer noch. Seit dem 31. März und seinem „Wunder-Zorro-Tor“  vor laufenden TV-Kameras ist Johnsson auch ausserhalb der Unihockey-Szene ein Begriff. Der Treffer hat auf SRF-online mittlerweile die 30`000er Marke überschritten. Ein Wert, der selbst für SRF sensationell ist und in diesem Frühjahr nur von Ronaldos Fallrückzieher gegen Juve erreicht wurde. Das erste NHL-Playoff-Tor gegen Nico Hischier sahen sich zum Beispiel nur 6000 Leute an. Johnsson ist damit mit einer Aktion zum besten "Vermarkter" des Unihockey-Sports in diesem Land geworden. Sowohl das Schweizer Fernsehen wie auch Radio SRF3 wird sich deshalb in dieser Woche mit Daniel Johnsson näher befassen.
Die Welt des 30jährigen Schweden ist also aktuell gerade ziemlich in Ordnung, zumal es auch freudige Nachrichten  aus dem privaten Umfeld gibt. Zusammen mit seiner Lebenspartnerin Caroline erwartet er im Herbst Nachwuchs. Ein kleiner finnischer Teampartner ist ihm aber noch einiges voraus, sowohl punkto Pokalen wie auch Kindern. Der mehrfache Weltmeister, finnische und Schweizer Meister Tatu Väänänen. Bei Väänänens steht auch bald Nachwuchs an, aber schon zum dritten Mal - die Brüder Emil und Noel erhalten ein weiteres Geschwister.  

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