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Joonas Pylsy - ein finnischer Weltmeister zum SVWE

Joonas Pylsy war in Prag einer der finnischen Schlüsselspieler auf dem Weg zum WM-Titel.
Joonas Pylsy war in Prag einer der finnischen Schlüsselspieler auf dem Weg zum WM-Titel.

Was für ein Transfercoup: Mit Joonas Pylsy verpflichtet der SVWE einen Weltmeister, Championscup-Sieger und mehrfachen finnischen Meister und aktuell einen der begehrtesten Spieler auf dem Transfermarkt. Der 29jährige Stürmer unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag.

Pylsy ist in der Schweiz kein Unbekannter, spielte er doch von 2014-2016 zwei Jahre bei den Langnau Tigers und kam dort in dieser Zeit bereits auf beachtliche 85 Skorerpunkte. Seit seinem Wechsel zum finnischen Liga-Dominator Classic Tampere ging es mit dem sowohl als Center wie Flügel einsetzbaren Pylsy nur noch aufwärts. «Wenn du täglich mit so guten Spielern trainieren kannst wie in Classic anzutreffen sind, dann wirst du automatisch ein besserer Spieler, oder du kannst dich nicht durchsetzen,“ so der Finne. Pylsy hat sich durchgesetzt, ja blickt gar auf ein Traumjahr zurück. Am erneuten Gewinn der finnischen Meisterschaft mit Classic zweifelt niemand, es wäre die dritte in Folge. Da ist aber vor allem der WM-Sieg mit Finnland in Prag letzten Dezember, wo sich Pylsy mit seinen Auftritten gar ins Allstar-Team schoss. Nur einen Monat später der erste Champions-Cup-Tripumph für Classic, das sich unter der Führung von Pylsy (dreifacher Torschütze) die Finnen gegen den schwedischen Meister Storvreta im Final klar mit 10:3-durchsetzen konnten.

 

Traumland Schweiz statt Hochburg Schweden
A propos Schweden. Weshalb landet der vielumworbene Weltmeister, der seinen Transfer über die Agentur Krona Floorball abwickeln liess, nicht in der schwedischen Superligan? «Ich und meine Frau haben so gute Erinnerungen an die wunderschöne Schweiz, wir wollten unbedingt zurückkommen.» Mit dabei wird auch der dreijährige Sohn sein, welche während der Tigers-Zeit zur Welt kam und damals auch der Grund für die Rückkehr nach Finnland war. «Nun sind wir bereit zurück zu kehren“,  und etwas nachzuholen, was ihm nach all diesen Erfolgen der letzten Jahre noch fehlt.  Ein Schweizer Meistertitel. Und weshalb hat er sich diesmal den SVWE ausgewählt?  «Zu Wiler-Ersigen muss ich nichts sagen. Elf Meistertitel sprechen für sich. Wiler gehört immer zu den Favoriten.»
Selbst ist Pylsy überzeugt, dass er ein besserer Spieler ist, als in seiner ersten Schweizer Zeit. «Bei einem Spitzenteam wie Classic und erst recht in der Nationalmannschaft lernst du ein cleverer Spieler zu werden. Auf diesem Niveau kannst du nicht einfach so drauf los spielen und etwa künsteln, du musst clever agieren, kein falsches Risiko nehmen und trotzdem effizient sein.» Pylsy ist dies geglückt. „Kaum ein anderer Spieler der Welt agiert aktuell so unauffällig, ist aber  dennoch brandgefährlich, weil er instinktiv die richtigen Räume findet“, beschreibt  Wiler Sportvorstand Marcel Siegenthaler den Neuzugang.
«Das verdanke ich Nykky und Kuitunen, sie haben mich zu diesem Spieler gemacht», erwähnt Pylsy die Natitrainer, die zugleich auch seine Chefs bei Classic waren. Beim SVWE trifft er mit Tatu Väänänen einen finnischen Natikolllegen, den er nicht hoch genug einschätzen kann. «Tatu ist ein einmaliger Spieler, ein Leader auf und neben dem Feld, ein absolutes Vorbild.» Pylsy selbst sieht sich aktuell «nur» als Leader auf dem Feld, «daneben bin ich eher ein ruhiger Typ». Doch auch in dieser Beziehung will er mit mehr Erfahrung noch besser werden. Denn eines ist klar, der Finne kommt nicht zum Vergnügen in die Schweiz: „In zwei Jahren findet die WM in meinem Heimatland statt und da will ich unbedingt dabei sein und mich bis dann auch Schweizer Meister nennen können.»

 

 

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