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Jan Bürki: "Wir wollen wieder in die Erfolgsspur zurückfinden"

Ueberflieger Jan Bürki.
Ueberflieger Jan Bürki.

Nach der knapp dreiwöchigen Natipause folgt nun der nächste Zwischenspurt in der nationalen Meisterschaft, ehe dann anfangs Dezember mit der WM in Prag das Unihockey-Highlight des Jahres folgt. Für die zahlreichen Natispieler des SV Wiler-Ersigen gilt es also, vorerst  den Fokus auf die NLA und Cup zu richten. Den Wiedereinstieg will die Berger-Truppe im Heimspiel gegen Rychenberg-Winterthur finden (Sa. 19.00 in Zuchwil - Ticketing) tags darauf gibt es im Cup bei Basel-Regio ein Wiedersehen im einem alten Bekannten.
Auch die U-Teams greifen wieder ins Geschehen ein. Die U18 gleich mit einer Doppelrunde (Sa. zuhause gegen Thun 15.00, sonntags bei den Tigers), die U21 mit dem Spitzenkampf beim HCR. Dazu bestreitet die U12 (Meisterschaft der U14B am Sonntag in Zuchwil eine Heimrunde (wobei wegen einer Absage von Frenkendorf nur die Partie gegen Basel United stattfinden wird 14.30). Endlich auch ins Geschehen eingreifen kann die U16, welche am Sonntag in Köniz auf Zug trifft. Die U14A schliesslich trifft auf Gastgeber Thun (Samstag 11.00).

 

Jan Bürki - im Spannungsfeld von Klub und Nati
Nach der knapp dreiwöchigen Natipause folgt nun der nächste Zwischenspurt in der nationalen Meisterschaft, ehe dann anfangs Dezember mit der WM in Prag das Unihockey-Highlight des Jahres folgt. Für die zahlreichen Natispieler des SV Wiler-Ersigen gilt es also, vorerst  den Fokus auf die NLA und Cup zu richten. Den Wiedereinstieg will die Berger-Truppe im Heimspiel gegen Rychenberg-Winterthur finden (Sa. 19.00 in Zuchwil) tags darauf gibt es im Cup bei Basel-Regio ein Wiedersehen im einem alten Bekannten.

Das Duell SVWE vs HCR gab es zuletzt im Playoff-Halbfinal letzten April. Dabei setzten sich die Berner zwar mit 4:0 in der Serie durch, doch in beiden Heimspielen waren die Winterthurer nahe dran. Von einer Revanche für den letztjährigen Halbfinal kann man nicht sprechen, zu viel hat bei beiden Teams geändert, beim HCR bspw. die ganze Trainercrew und die gesamte Ausländerfraktion. Beide Teams mussten mit einer Niederlage in die Natipause und werden bemüht sein, wieder in die Erfolgsspur zu finden. A propos Niederlagen: Die Schweizer Natispieler kehren mit drei Niederlagen im Gepäck vom Vierländerturnier in Schweden zurück. Von Resignation oder negativer Energie ist aber nichts zu spüren. „Klar haben wir dreimal verloren, aber wir hätten auch alle drei Spiele gewinnen können, es war jeweils eng. Und weil wir nicht unsere Leistungsoptimum erreicht habe, kehren wir irgendwie sogar mit einem positiven Gefühl zurück, weil wir wissen, was drin liegen kann,“ sagt Jan Bürki (19), aktuell der jüngste Schweizer Natispieler, dessen Stern im Laufe der letzten 18 Monate kometenhaft aufgegangen ist am Unihockeyhimmel.


Überflieger Jan Bürki bleibt am Boden
Seit dem Frühjahr 2017 und dem ersten Playoff – Einsatz im NLA-Team im zarten Alter von 17 Jahren und als U18-Spieler (Viertelfinalserie gegen Jets, dabei gleich 4 Tore, notabene als Verteidiger), folgte das Aufrücken ins NLA-Kader (nebenbei holte er in dieser Saison mit der U18 und U21 den Schweizer Meistertitel), bald schon die erste Championscup-Teilnahme im Herbst 2018, das erste Nati-Aufgebot im Januar 2018 für die WM-Quali, im Februar der erste Cupfinal, im März die ersten vollen Playoffs, im April der erste Superfinal und die erste EFT-Teilnahme, und bald schon dürfte die erste Weltmeisterschaft folgen. Und nirgends war Bürki nur ein Mitläufer, sondern erhält bereits Verantwortung, beim SVWE im ersten Block und in den „Special Teams“.

Eine wahrlich steiler Aufstieg für den erst 19 jährigen Lyssacher, dabei hätte vor nicht einmal vier Jahren alles auch eine ganz  andere Wendung nehmen können. Im U16-Alter verpasste Bürki wegen einer komplizierten Knochenerkankung (stellenweise Durchblutungsstörungen) ein ganzes Jahr. Eine Zeit lang schien gar das Karriereende möglich, doch glücklicherweise gelang es die Krankheit zu kurieren. Dennoch fehlte Bürki natürlich ein ganzes Jahr im wichtigsten Entwicklungsalter. Es gibt in Sportkreisen den Spruch, dass man solange braucht für wieder zurückzukehren wie man verletzt war. Bei Jan Bürki geht aber scheinbar alles ein bisschen schneller als beim Durchschnitt. Er war innerhalb weniger Monaten wieder auf dem Level, das er zuvor hatte und ist nur drei Jahre nach der Krankheit körperlich so robust, als wäre nie etwas gewesen.

Für die kommenden Wochen vor der WM will sich der abschlussstarke Verteidiger voll auf den Klub konzentrieren, warten doch einige wegweisende Spiele in Meisterschaft und Cup „und ich bin ja gar noch nicht selektioniert für die WM“, fügt er bescheiden an, wohlwissend, dass seine Chancen auf eine Nomination gut stehen. Aber als geerdeter Junge vom Land erlag er ob seines steilen Aufstiegs nie der Gefahr des Abhebens. Top-Leistungen in den kommenden Partien werden sicher auch nicht schaden, könnte man anfügen.

An diesem Wochenende ist es gleich eine Art Doppelrunde mit NLA-Heimspiel gegen den HCR und Cup-Achtelfinal bei Basel-Regio. „Natürlich wollen wir auf die Niederlage vor der Natipause reagieren. Allerdings war die Leistung, abgesehen der ersten 20 Minuten gegen Köniz gar nicht so schlecht. Wir hatten dann auch Pech mit mehr als einem halben Dutzend Stangentreffern. Aber klar, am Ende habe wir es nicht geschafft, für ein positives Resultat zu sorgen.“ Im Heimspiel gegen Rychenberg soll dies korrigiert werden, „wir müssen diesmal einfach die Tore machen, konsequent spielen, dann kommt es gut.“ Tags darauf folgt dann die Fahrt zum B-Ligisten Basel-Regio „Wir werden sicher nicht den Fehler machen, Basel zu unterschätzen. Sie bestritten ja die Aufstiegsspiele zur NLA , sind auch jetzt wieder ganz vorne dabei und haben mit unserem langjährigen Teamkollegen Patrick Mendelin ja sogar einen Natispieler in ihren eigenen Reihen. Da braucht es von uns einfach eine geschlossene und konzentrierte Teamleistung.“ 

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