2017/18

Feinjustierung vor der „Crunch-Time“

Gegen Zug stand Joel Krähenbühl Mitte Oktober 2017 letztmals im Einsatz. (Foto: HUM)
Gegen Zug stand Joel Krähenbühl Mitte Oktober 2017 letztmals im Einsatz. (Foto: HUM)

Joel Krähenbühls Leidensgeschichte dauert an

Nach dem dreiwöchigen Meisterschaftsunterbruch geht es für die Leistungsteams darum in den verbleibenden Spielen vor den Playoffs die Feinjustierung für die „crunch-time“ vorzunehmen. Das NLA-Team hat dazu noch einmal zuhause Gelegenheit und zwar diesen Samstag gegen Chur (19.00 im Sportzentrum Zuchwil- Ticketing) und am darauffolgenden Weekend mit der Auswärts-Doppelrunde beim HCR und Uster. 
Der angestrebte zweite Rang als Mindestziel ist ja bereits Tatsache und so wird es nicht ganz einfach werden, den Fokus auf eine bestmögliche Performance zu legen. Die Gegner, welche  im Falle von Winterthur noch um eine bessere Platzierung oder gar um die Playoffs-Quali fighten (Chur/Uster),  sind mental naturgemäss auf einem anderen Level als der SVWE, dessen Highlights mit dem Cupfinal (24. Februar) und den Playoffs (Start mit einem Heimspiel am Mittwoch 28. Februar) schon fixiert sind. Die Berger-Truppe weist also eine ganz andere Spannungskurve auf als die Gegner.  Eine zusätzliche Herausforderung für den Staff mit dem jungen Team.

 

U21 und U18 mit Playoff-warmup – U16 bangt noch
Wenn die NLA in zehn Tagen ihre Qualifikation beendet,  werden die U18 und U21 bereits zu den Playoffs starten und zwar jeweils mit einem Heimspiel in Kirchberg (Sa. 17.2.). Dafür absolvieren beide Teams an diesem Wochenende noch den Qualiabschluss in Form einer weiteren Doppelrunde.  Die Rangierungen (Platz 1 für die U21 und Platz 2 für die U18) stehen indes bereits fest. Die U21 bestreitet am Samstag das Vorspiel des NLA-Spiels (15.30 gegen Uster), die U18 hat ihren Heimauftritt am Sonntagabend (18.30 Uhr) gegen Leader Köniz.  Beide Teams wollen sich ein gutes Gefühl für die Playoffs holen.
Noch nicht in trockenen Tüchern ist die Playoff-Quali für die U16-Equipe. Zwar sieht es gut aus, doch die U16 muss erst einmal den Dämpfer der klaren Niederlage im Berner Cupfinal (2:10 gegen Köniz) wegstecken und hat auch noch ein schwieriges Schluss-Programm. Geling bereits am Sonntag gegen das zweitklassierte Thun der Exploit, der die Playoff sichern würde? Die nächste Chance wäre dann an der Heimrunde vom 18. Februar in Kirchberg gegen Freiburg. Auf ein abschliessendes Duell mit den Tigers will es die U16 nicht unbedingt ankommen lassen.


Krähenbühl in der „Chrischi-Rolle“
Zurück zum NLA-Team. Da vermisst man schon seit Mitte Oktober Joel Krähenbühl. Der Rückkehrer, der nach sechs Jahren Tigers so motiviert zum SVWE zurückkehrte, um seiner Karriere nochmals einen „Kick“ zu geben, laboriert an einer kleinen, aber umso schmerzhaften Verletzung.
Gegen Zug passierte es, verletzte sich der  32jährige in einem Zweikampf am kleinen Zeh. Nur eine Prellung dachte Jöggu und hoffte auf rasche Besserung. Doch auch in der dreiwöchigen Natipause wurden die Schmerzen nicht kleiner. Ein MRI ergab dann die Diagnose Kapselriss. Normalerweise heisst dies ca. 3 Monate Pause. Die Verletzung ist mittlerweile auch ausgeheilt, doch die Schmerzen sind aufgrund einer Knochenmark-Reizung immer noch da. „Es ist zum Verzweifeln“,  zeigt sich Krähenbühl frustriert. „Es geht so langsam vorwärts und die Zeit wird hinsichtlich der Playoffs immer knapper.“ Den Cupfinal hat er schon abgeschrieben, dabei würde er in der Linie um Matthias Hofbauer so dringend gebraucht. Vor seiner Verletzung war diese Formation in einer tollen Verfassung, Jöggu erreichte beinahe schon die Skorerwerte aus seinen besten SVWE-Jahren, glänzte gar mit einem Zaubertor gegen GC. 
Jetzt wird Krähenbühl schmerzlich vermisst. Getestet wurden auf seine Position mit Rentsch, von Pritzbuer, Dudovic, Affolter und zuletzt Alder bereits 5 Spieler, „gematcht“  hat noch keiner so richtig. Vor allem für Routinier Matthias Hofbauer ist die Situation nicht einfach. Aus der erhofften Rückkehr von seinem Bruder Christoph (erklärte unlängst wegen einem Knorpelschaden im Knie seinen Rücktritt) wurde nichts und jetzt droht auch noch ein ähnlichen Schicksal mit Joel Krähenbühl, der sagt: "Ich kann Chrischi nun in etwa nachfühlen. Es ist eine frustrierende Situation, wenn eine Verletzung kaum oder nur ganz langsam auskuriert werden kann. Einerseits weil man selber unbedingt rasch möglichst spielen will, aber auch gegenüber dem Team ist es nicht einfach. Alle erkundigen sich nach einem  und man kann kaum etwas sagen.“ So bleibe man dem Team fast lieber fern und fühle sich dadurch irgendwie nicht mehr richtig integriert. Dafür findet man sich unvermittelt in der Rolle des Live-Stream-Kommentators, Kameramanns oder des Ticketkoordinators für den Cupfinal wieder. Das hatte sich Krähenbühl wirklich anders vorgestellt. Immerhin, eines scheint schon klar zu sein: "So will ich nicht aufhören. Wenn ich gesund werde und immerhin das hat mir der Arzt garantiert, dann werde ich eine Saison anhängen.“ Das freut die Wiler-Verantwortlichen, hatte Krähenbühl doch vorerst nur für eine Saison zugesagt gehabt.

 

 

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