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Ein perfektes Drehbuch zum Rekordmeister - der 12. Titel ist Tatsache!

Jubel beim Team, dem Staff und den Fans. (Foto: HUM)
Jubel beim Team, dem Staff und den Fans. (Foto: HUM)
Jubel beim Team, dem Staff und den Fans. (Foto: HUM)
Jubel beim Team, dem Staff und den Fans. (Foto: HUM)
Jubel beim Team, dem Staff und den Fans. (Foto: HUM)

Historischer Abend in Kloten. Nach einem nahezu perfekten Spiel, unterstützt von einer grossartigen Fangemeinde, holt sich das NLA-Team verdient den 12. Meistertitel der Vereinsgeschichte und darf sich seit dem 27. April 2019 nun auch Rekordmeister nennen. Und als wäre das der Superlative noch nicht genug, so konnten mit Dave Wittwer und Joel Krähenbühl zwei aus der alten Garde bei ihrem letzten Karrierespiel einen wichtigen Beitrag zum 8:4 über GC Unihockey leisten. Wittwer traf zum psychologisch wichtigen 1:0, Krähenbühl erzielte den zweiten Treffer und dann auch den siebenten zum 7:3, der endgültig den Deckel  über das Spiel und den SVWE zum Meister machte. Schon zum vierten Mal nach 2005, 2007 und 2008  konnte "Jöggu" in einem Finalspiel das siebte Tor markieren und quasi die Meisterschaft sichern. Dass ihm das elf Jahre danach nochmals glückte ist eine weitere schöne Randnotiz eines perfekt Abends, Dave Wittwer nannte es beim TV-Interview nach dem Spiel gar "ein Märchen und es macht mich sprachlos".

Natürlich waren Wittwer und Krähenbühl zwei Protagonisten, welche speziell herausragten, neben dem zweifachen Torschützen Deny Känzig, der auch noch zwei Tore vorbereitete. Doch es wäre ungerecht bei diesem Spiel nur einzelne Spieler herauszuheben. Denn man könnte auch Goalie Christoph Reich nennen, der seinen Antipoden Pascal Meier an diesem Abend ausstach und den SVWE als Meistergoalie verlassen kann, oder einen Daniel Sesulka, der ebenfalls in seinem letzten Spiel mit "Grün-Weiss" praktisch jeden Zweikampf gewann und dafür sorgte, dass auch die dritte Linie des SVWE klar besser war als jene von GC. Wie eben auch die Formationen 1 und 2 mit Fortlauf des Spiels den Unterschied ausmachten. Ein Blick auf die Playoff-Skorerliste verdeutlicht die Geschlossenheit dieses Teams, das auch sichtbar zusammenrückte während den entscheidenden Wochen: In 10 Spielen erreichte keiner mehr als 11 Skorerpunkte (Rentsch), aber gleich acht Akteure mindestens deren 8. Und auch im Superinfinal gab es bis zum 6:1 sechs unterschiedliche Torschützen.

Hatte der SVWE schon im letzten Halbfinalspiel gegen Köniz 40 Minuten Unihockey auf unglaublich hohem Niveau gezeigt, so konnte die Berger-Truppe diesen Level nun auch im Superfinal über weite Strecken (mit Ausnahme der Startminuten im Mitteldrittel) abrufen. Wenn das Team in den Zweikämpfen derart überzeugend auftritt, den Gegner so lange bearbeitet und ihn zermürbt und dann im Abschluss noch so entschlossen und effizient aufritt, ja dann hat diese Truppe national aktuell keinen Gegner. Tatsächlich hat das Team die Lektion aus dem Vorjahr gelernt, als man den Superfinal anging, als wäre es ein beliebiges Spiel, mit der Überzeugung das bessere Team zu sein und Mal einfach anzufangen. Als man dann den ernst der Lage begriff, war es schon zu spät, der Titel ging an Köniz, weil man den Schalter nicht mehr umlegen konnten. Nun war das Team schon vom ersten Bully an bereit, was das aggressive Forechecking tief in der GC-Zone demonstrierte. Da war ein anderer SVWE am Werk, der die Lehren aus dem Vorjahr, aber auch aus der schwierigen Phase rund um das Neujahr gezogen hatte. Im Nachhinein war vielleicht gerade diese Zeit mit Niederlagen zuhause gegen WaSa, Chur oder in Zug und das Cup-Aus gegen GC der Schlüssel zum Meistertitel und dass "dr Chübel" wieder dort ist, wo er seit 2004 quasi Dauergast ist bei Wiler-Ersigen! 

 

GC Unihockey - SV Wiler-Ersigen 5:8 (1:2; 0:1; 3:5)
SWISS-Arena, Kloten. 8011 Zuschauer (ausverkauft). SR: Zurbuchen/Wehinger.
Tore: 12. (11:31) Wittwer (Krähenbühl) 0:1, 12. (11:42) Göldi (Chr. Meier) 1:1, 16. Krähenbühl (Bürki) 1:2, 31. Mutter (Känzig) 1:3, 42. Känzig (Väänänen) 1:4, 47. Rentsch (Känzig) 1:5, 51. Dudovic (Hofbauer) 1:6, 55. (54:09) Laely (Göldi) 2:6, 55. (55:13) Reusser (Rüegger/GC ohne Goalie) 3:6, 56. (55:41) Krähenbühl (Wittwer/ins leere Tor) 3:7, 58. Känzig (Louis) 3:8, 60. (59:03) Laely (Göldi/GC ohne Goalie) 4:8.
Strafen: 2x2 Minuten gegen GC.
GC: P. Meier; Heller, Mock; Berlinger, Graf; Zürcher, Bier; Laely, Laubscher, Rüegger; Göldi, Chr. Meier, Wenk; Steiger, Reusser, Julkunen.
SVWE: Reich; Wittwer, Bürki; Väänänen, Bischofberger; Hollenstein, Sesulka; Louis, Alder, Krähenbühl; Rentsch, Mutter, Känzig; Johnsson, Hofbauer, Lehtinen; Dudovic.
Bemerkungen: 55. Time-Out GC. Ab 55. GC mehrheitlich ohne Torhüter.

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