Playoffs

Countdown (6 Tage): Die Playoff-Historie zwischen dem SVWE und Köniz ist kurz

Playoff-Final 2008 - Der SVWE , hier Zimmermann, lässt Köniz mit dem Superstar Calebsson in der Finalserie auflaufen.
Playoff-Final 2008 - Der SVWE , hier Zimmermann, lässt Köniz mit dem Superstar Calebsson in der Finalserie auflaufen.
Playoff-Final 2008 - Der SVWE , hier Zimmermann, lässt Köniz mit dem Superstar Calebsson in der Finalserie auflaufen.

Erstmals in der Geschichte des Superfinals duellieren sich am Sonntag, 22. April zwei Berner Vereine um den Meistertitel. Der Pokal bleibt also so oder so im Bernbiet wie fast immer seit 2004. Nur 2006, 2013 (zweimal Malans) und 2015 (GC) war dies nicht der Fall. Die grosse Frage ist also, ob der SVWE den zwölften Titel holt, oder Köniz den lang ersehnten ersten. Bis zum grossen "Showdown" werden wir täglich Storys rund um die Superfinal-Teilnehmer und den Event an sich publizieren. Der Countdown läuft.

Zum Auftakt des Superfinal-Countdowns befassen wir uns mit der direkten Final-Historie der beiden Teams. Als Matthias Hofbauer letzten November beim Quali-Auswärtsspiel in Köniz gefragt wurde, wie er denn die Rivalität mit Köniz in alle den Jahren bewerte, war die SVWE-Ikone für einen Moment sprachlos, denn als er in seinen Gedanken stöberte, wurde er nicht fündig. Vergesslichkeit bei Hofbauer? Nein, im Gegenteil! So unwahrscheinlich es tönt: In seiner mittlerweile 20jährigen NLA-Karriere hat er noch nie ein Endspiel bestritten gegen Köniz, weder in der Meisterschaft noch im Cup. Tatsächlich trafen die beiden Kantonsrivalen bislang erst zweimal in einem Endspiel aufeinander und zwar 2008, dafür gleich zweimal (Cupfinal und Playoff-Final.) Es war jenes Jahr als die beiden Hofbauer-Brüder in der schwedischen Liga anheuerten und zwei Jahre in Umea bei Dalen spielten.

Rivalität gibt es aus Sicht des SVWE vor allem mit Malans (5 Playoff-Finals und 2 Cupfinals, dazu 3 Halbfinalserien), Tigers (3 Playoff-Finals und 2 Cupfinals, dazu vier Halbfinalserien)  GC (2 Playoffs-Finals und 2 Cupfinals, dazu 3 Halbfinalserien) und früher noch Rot-Weiss Chur (1 Playoff-Final, 2 Cupfinals, 3 Halbfinalserien).  Ja sogar mit Winterthur gibt es eine intensivere Historie (1 Playoff-Final, drei Halbfinalserien). Mit Köniz gibt es auf Final-Stufe nur den Berührungspunkt dieser Saison 2007/2008 (dazu kommt noch eine Halbfinal-Serie 2004), genau 10 Jahre ist das schon her. Es war die Saison, als die Berner Vorörtler mit der ABC-Linie (Antener-Blomberg-Calebsson) quasi „all in“ gingen und um jeden Preis den Titel holen wollten, auch weil die Chance aufgrund des Transfers der Hofbauers nach Schweden so gross wie nie schien.  Die Geschichte ist bekannt, Köniz holte sich zwar im Cupfinal gegen Wiler tatsächlich eine Trophäe, doch der lang ersehnte Traum des ersten Meistertitels platzte im Playoff-Final (1:3 in der Serie gegen den SVWE) und zurück blieb ein Schuldenberg, den vor allem die Verpflichtung des schwedischen Superstars Daniel Calebsson (vor Kim Nilsson der teuerste Transfer im Schweizer Unihockey) verursacht hatte.
Die Folge davon war, dass Köniz für Jahre von der Bildfläche verschwinden sollte und sich zwangsläufig auf die Juniorenförderung konzentrieren musste. Erst mit dem Einzug in die Weissensteinhalle konnte sich der Klub wirtschaftlich erholen und breiter abstützen. Die erstmalige Verpflichtung von drei Ausländern und auch das fleissige Mitmischen auf dem nationalen Transfermarkt ist der Ausdruck des Strategiewechsels, der erste Meistertitel soll nun endlich her.

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