2017/18

Der 12. Meistertitel wäre die Zugabe - der Auftrag ist längst erfüllt!

Alle drei Trophäen sind im SVWE-Besitz - Mehr als die Hälfte des Meisterkaders wurde ersetzt.
Alle drei Trophäen sind im SVWE-Besitz - Mehr als die Hälfte des Meisterkaders wurde ersetzt.
Alle drei Trophäen sind im SVWE-Besitz - Mehr als die Hälfte des Meisterkaders wurde ersetzt.

Holt sich die NLA-Equipe am 22. April den zwölften Meistertitel in der Clubgeschichte? Während sich Team und Fans diesen Titel natürlich herbeisehnen, wird sich für Verein SV Wiler-Ersigen nichts ändern, ob der Final nun gewonnen oder verloren wird. Ob im Palmares nach dem Superfinal elf oder zwölf Meistertitel stehen, ist beinahe eine Randnotiz. Eine gefühlte Zugabe, ganz anders als wenn man sich den ersten Titel herbeisehnt oder eine solchen bestätigen will. Die definierten sportlichen Ziele, mit dem Hauptauftrag Generationenwechsel vollziehen und ein Spitzenteam bleiben, sind in den vergangenen zwei Saisons mehr als übertroffen worden.
Diese aussergewöhnliche Leistung steht am Auftakt der diversen Storys bis zum Superfinal. Morgen folgen die Infos zum Ticketing im SVWE-Fansektor und den Fan-Cars mit Gast-Reisen. Vor dem Weekend dann eine vorgezogene Würdigung des Teams,  ehe wir dann mit dem schon traditionellen Superfinal-Countdown starten werden.


Der Generationenwechsel ist geglückt
Beim SVWE stand seit der Rückkehr von Erfolgstrainer Thomas Berger vor zwei Jahren nicht die Titeljagd im Vordergrund, sondern der Hauptauftrag lautete und quasi eine Herkules-Aufgabe, den Generationenwechsel zu vollziehen und dennoch ein Spitzenteam zu bleiben. Diese Herausforderung, das lässt sich bereits jetzt schon bilanzieren, ist mehr als gelungen. Der Kader wurde in den letzten zwei Jahren massiv verjüngt, allein in dieser Saison sind 13 von 25 Spielern aus dem letztjährigen Meisterteam nicht mehr dabei! Skorer (Lastikka/ Mendelin),  Mentalität (Fankhauser/Zimmermann), Physis (Sebek/Steffen) oder auch unendlich viel Routine (C. Hofbauer/Hirschi) gingen unter anderem verloren. Eigentlich ist es fast unmöglich, einen solchen Qualitätsverlust auszugleichen. Und dennoch: Ein Spitzenteam ist Wiler-Ersigen nach wie vor, heimst gar Titel um Titel ein mit dem jüngsten Kader der ganze Liga. Zumindest noch bis am 21. April sind alle drei Trophäen im Besitze des SVWE (Supercup, Schweizer Cup, Schweizer Meister) !
Möglich gemacht haben dies natürlich nicht allein Thomas Berger und sein Staff, sondern die erfolgreiche Nachwuchsarbeit (drei Titel bei der U21 in Folge, je ein Meistertitel bei der U18, U16, U14 in den letzten drei Jahren dazu zwei Vizemeisterschaften) – die Basis für die Zukunft. Es hat sich gelohnt enorm in die Juniorenförderung zu investieren, finanziell aber auch punkto Trainingsangebot und Qualität des Trainerstaffs.  Mit dem Aufbau der eigenen Akademie und dem Anschluss ans regionale Leistungszentrum wurde der SVWE zudem die Top-Adresse für motivierte Junioren aus der Schweiz und auch dem Ausland.

 

Der Superfinal bleibt ein Marketing-Event
Aus sportlicher Sicht wäre ja unbestritten, dass es nach dieser Saison nur einen Meister geben kann, den SV Wiler-Ersigen. Nachdem bereits der Supercup, die Qualifikation und der Cupfinal gewonnen wurde, "sweepte" sich dieses Team nun auch ohne Niederlage mit acht Siegen in acht Spielen durch die Playoffs in den Superfinal. Doch der Superfinal beschert keine verdienten (diesen kann es nur in einer Finalserie geben, wo sich das beste Team immer durchsetzt) oder unverdienten Meister, sondern ein jubelndes und ein enttäuschtes Team. Der Ausgang ist in vielen Sachen nicht beeinflussbar und deshalb sportlich nach wie vor fragwürdig. Tagesform, kranke Schlüsselspieler, Abschlussglück oder das Gegenteil. Bestes Beispiel das Vorjahr, als der SVWE in Penaltyschiessen triumphierte und Malans die Lotterie beklagte. Oder die Verlängerung als eine höchst zweifelhafte Strafe beinahe zur Entscheidung  geführt hätte.
Der Superfinal - und das bleibt unbestritten - war das Eintrittsticket für die TV-Series in den diesjährigen Playoffs. So gesehen hat sich die Einführung dennoch gelohnt, sollte SRF nach der Saison den in Aussicht gestellten Fünfjahres-Vertrag eingehen. Wenn nicht, dann dürften die Topklubs allein schon aus finanziellen Überlegungen den Superfinal wohl „versenken“ und dann würde zugleich auch der Sport wieder über das Marketing gestellt.

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