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Churer Teams vermiesen dem SVWE den Jahresauftakt

Der zweifache Torschütze Bischofberger zeigt sich als einer der wenigen in den Zweikämpfen kompromisslos. (Foto: HUM)
Der zweifache Torschütze Bischofberger zeigt sich als einer der wenigen in den Zweikämpfen kompromisslos. (Foto: HUM)

Fehlstart ins neue Jahr für die Leistungsteams: Sowohl die NLA- wie die U21-Equipe verlieren zuhause gegen Chur Unihockey. Für das U21-Team war es die erste Saisonniederlage überhaupt, für das NLA-Team die dritte Heimschlappe in Folge. Einzig die U18 kann dank dem klaren Erfolg in Thun auf einen geglückten Jahresauftakt zurückblicken.

Noch ist es wohl zu früh eine Krise herbei zu reden, doch zumindest eine Resultatkrise kann das NLA-Team nicht mehr wegdiskutieren. Zum dritten Mal in Serie verliert die Berger-Truppe (Cup und zweimal Meisterschaft) und dazu noch zu Hause. Aktuell herrscht vor allem Ratlosigkeit. Denn die Spiele laufen beim SVWE aktuell immer nach dem gleichen Schema ab. Ein gutes Startdrittel mit einem klaren Chancenplus, aber einer völlig ungenügenden Chancenauswertung, gefolgt von einem schwachen Mittelabschnitt, wo man dem Gegner teilweise auch sehr billige Tore zugesteht (gestern gleich drei davon) und letztlich in einem Schlussdrittel mündet, wo man zwar ein Bemühen für eine Aufholjagd ausmachen kann, aber einfach zu wenig entschlossen Auftritt und jegliches Selbstvertrauen vermissen lässt. Symptomatisch dazu die Szene in der 57. Minute, als Rentsch den Ausgleich auf dem Stock hat, aber zu lange zögert und im Gegenstoss die Churer nicht lange fackeln und den Treffer zum 4:6 erzielen.
Woran kann man die aktuelle Baisse festmachen? Einerseits sind die WM-Fahrer und designierten Leader mit Ausnahme von Bischofberger weit weg von ihrem Leistungsvermögen. Dazu suchen auch zentrale Spieler wie die beiden Center Claudio Mutter und Dominik Alder seit längerer Zeit ihre Form und darunter leidet natürlich primär das Offensivspiel. Und nach wie vor sind gerade die Flügelstürmer im Abschluss völlig ohne Fortune und verfehlen oft aus besten Positionen das Tor. Rechnet man das Powerplay- und das Unterzahltor von Bischofberger und dazu auch noch den Treffer bei 6 gegen 5 ab, verliert der SVWE die Partie bei Gleichstand mit 2:6 (den siebten Treffer Churs in leere Tor zählen wir nicht mit).
Das kann doch eigentlich gar nicht sein, angesichts der Qualität im Kader und da liegt in den kommenden Wochen die Herausforderung für den Staff, das Team vor den Playoffs wieder in die Spur zu führen. Gestern versuchte man es mit Umstellungen in den Linien, gefruchtet hat das nichts. Zuerst einmal müssen die Spieler über die Bücher, ob sie wirklich mit aller Konsequenz alles für den Erfolg tun, allein schon in den Zweikämpfen von denen einfach zuviele verloren gehen. Vielleicht ist es gar an der Zeit Mal das Spielsystem zu hinterfragen. Der viele Ballbesitz bringt aktuell gar nichts, weil in der heutigen Zeit alle Teams der Liga in der Defensive kompakt stehen und es unheimlich schwierig ist, etwas Zählbares zu kreieren. Aber um gute Konter zu fahren verteidigt man mit den Flügeln so tief, dass man oft keine gute Struktur hat um erfolgsversprechend umzuschalten. Guter Rat ist also aktuell teuer und mit jeder Niederlage werden die Fragezeichen und die Unsicherheit noch grösser.

SV Wiler-Ersigen - Chur Unihockey 5:7 (2:2, 1:3, 2:2)
Sporthalle Sportzentrum Zuchwil, Zuchwil. 339 Zuschauer. SR Hohler/Koch.
Tore: 7. F. Beeler (P. Riedi) 0:1. 9. N. Bischofberger (J. Bürki) 1:1. 11. Luzi Weber (M. Jung) 1:2. 14. M. Lehtinen (L. Moser (L)) 2:2. 24. P. Riedi (D. Blomberg) 2:3. 27. S. Cavelti (M. Stucki) 2:4. 35. N. Bischofberger 3:4. 38. L. Schlegel (M. Rieder) 3:5. 53. D. Känzig (N. Mutter) 4:5. 57. J. Binggeli (A. Zellweger) 4:6. 59. M. Hofbauer (M. Dudovic) 5:6. 60. M. Rieder 5:7.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 3mal 2 Minuten gegen Chur Unihockey.
Bemerkungen: SVWE mit Reich im Tor, ohne Johnsson (verletzt).

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