SML

(Quali-)Sieg bei Streit Comeback

Zeigte ein starkes Comeback, Daniel Streit im SVWE-Tor. (Foto: Hans-Ueli Mülchi)

Zeigte ein starkes Comeback, Daniel Streit im SVWE-Tor. (Foto: Hans-Ueli Mülchi)

Zur Bildergalerie

Runde 18 und 19: 4:3-Sieg über Malans, 8:2 bei WaSa

Dank einem 4:3-Sieg über Alligator Malans holte sich der SVWE vorzeitig Rang 1 in der Qualifikation, es ist der neunte Qualisieg in Serie! Vor 675 Zuschauern zeigte in einem beidseits intensiv geführten Spiel Daniel Streit ein gelungenes Comeback im Wiler Tor. Seine Leistung bestätigte Streit auch tags darauf beim 8:2 über WaSa, als er erneut eine starke Save-Quote auswies und gar einen Penalty entschärfte in den 30 Minuten, die er spielte

 

Daniel Weissenbrunner/Mittellandzeitung

Unterschiedlicher hätte die beiden Vereine die Weihnachtspause nicht überbrücken können. Während Heikki Lukkonen seinem Team eine vierzehntägige Trainingspause gönnte, wirbelten die Malanser kräftig an der Transferfront. Mit dem zweifachen Weltmeister Jouni Vehkoja aus Finnland steht in dieser Saison bereits Ausländer Nummer vier auf der Lohnlinste der Bündner. 
Vehkoija soll mit seiner Erfahrung Malans Stabilität verleihen. Das gelang ihm nur bedingt. Der 30-Jährige blieb bis auf wenige Ausnahmen blass und unauffällig. Ganz im Gegensatz zu Daniel Streit. Der langjährige Schlussmann von Wiler-Ersigen stand nach seiner Comeback-Ankündigung vor gut einem Monat erstmals wieder von Beginn weg Tor und brillierte mit teils sehenswerten Paraden – vor allem in der hektischen Schlussphase, als Malans nochmals vehement drückte. Seine Vorderleute waren für den Rest besorgt. In regelmässigen Abständen legten sie mit ihren Treffern die Differenz zum Gegner, der insgesamt nicht enttäuschte und mit zwei Pfostenschüssen auch Abschlusspech bekundete. Allerdings traf auch SVWE-Schwede Quist beim Stande von 4:2 nur die Latte, es wäre die frühe Entscheidung gewesen für den Meister, der gesamthaft doch ein Chancenplus verzeichnete.



Bereits wieder Aufgebot ins Nationalteam


Daniel Streit freute sich über seinen gelungenen Einstand. Nervös sei er nicht gewesen, das entspreche nicht seinem Naturell. Eher gespannt, wie die ersten Minuten verlaufen würden. „Als ich die ersten Schüsse dann pariert habe, gab das mir die Gewissheit, dass ich es noch nicht verlernt habe“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Dass sich Streit bereits wieder auf bestem Wege befindet, sich dem Topniveau anzunähern, beweist auch das Aufgebot zum Nationalmannschaftszusammenzug Ende Januar. „Das hätte ich nicht für möglich gehalten.“


Im Hinblick auf das kommende Wochenende war der gestrige Erfolg die beste Moralspritze und für Trainer Heikki Luukkonen die Bestätigung, dass auch mit einem dosierten Programm über die Festtage Rhythmus und Mannschaftsgefüge keinen Schaden genommen haben. Am nächsten Samstag steht in der Wankdorfhalle in Bern der Cup-Halbfinal gegen die Grasshoppers an. Malans seinerseits gastiert in Kloten gegen die Jets. Gut möglich also, dass die Begegnung die Hauptprobe zur Hauptrobe war. Geht es nach Papierform, stehen sich die beiden Teams das nächste Mal am 3. März im Cupfinal gegenüber. Daniel Streit kanns nach der gestrigen Darbietung nur recht sein. Er wurde zum besten Spieler der Partie gewählt. 


Am Ende doch noch Gloorreich
Es gibt bestimmt reizvollere Aufgaben als am Sonntagabend um 20 Uhr in Mörschwil vor 200 Zuschauern gegen WaSa anzutreten, in einem Spiel, das zudem nur Pflichtcharakter hatte für den Meister. Und weil der Gegner zudem am Samstag spielfrei und deshalb ausgeruht war und der SVWE zudem schon in der Startphase eine 5-Minuten-Strafe und einen Penalty zu überstehen hatte, wurde die Partie zu einer der eher mühsamen Art. Immerhin geriet der Meister nie in Rückstand und konnte so die Kontrolle über Gegner und Spiel stets halten. Mit dem 4:2 Mendelins in der 48. Minute war der Widerstand der Gastgeber gebrochen. Am Ende siegte die Lukkonen-Truppe doch noch standesgemäss mit 8:2, wobei sich die neu formierte dritte Linie (Meister und Oilinki fehlten) mit vier Treffern besonders in Szene setzen konnte. Matthias Gloor, von ULA über die Festtagspause zurückgerufen, war mit 4 Skorerpunkten neben Jussila (3) der erfolgreichste Skorer. Während die Siegesserie ihre Fortsetzung fand, ging eine andere zu Ende. Matthias Hofbauer blieb schon gegen Malans erstmals ohne Torerfolg in dieser Saison. Für den SVWE-Captain dürfte dies aber eher eine Befreiung gewesen sein, war der Gedanke an die Serie doch irgendwie immer im Hinterkopf präsent.


Wiler-Ersigen – Malans 4:3 (2:1, 2:1, 0:1)
Sportzentrum Zuchwil. – 675 Zuschauer. – SR Güpfert/Ziegler.
 Tore: 4. Berlinger (Jussila) 1:0. 13. Wardi (Lutz) 1:1. 20. Christoph Hofbauer (Fankhauser) 2:1. 25. Dominioni (Vehkoija) 2:2. 28. Jussila (Matthias Hofbauer/Ausschlüsse Lutz und Wardi) 3:2. 37. Fankhauser (Bichsel) 4:2. 59. Ostransky (Dominioni)  4:3. 
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen, 4mal 2 Minuten gegen Malans.  Wiler-Ersigen: Streit; Schmocker, Bieber; Steffen, Christoph Hofbauer, Matthias Hofbauer; Wittwer, Bichsel; Adrian Zimmermann, Mendelin, Jussila; Quist, Hirschi; Berlinger, Gloor, Fankhauser; Nussbächer, Garnier; Wolf. 
Malans: Hitz; Eberhard, Wardi; Dominioni, Ostransky, Vehkaoja; Joss, Zurflüh; Berry, Brunner, Lutz; Pfiffner, Andrin Buchli; Laely, Friolet, Remo Buchli; Braillard, Weber.
Bemerkungen: Wiler-Ersigen ohne Meister (krank) und Oilinki (veletzt). Malans ohne Olkkonen, Vetsch (beide verletzt). Pfostenschüsse Vehkoija (31.), Wardi (46.). Lattenschuss Quist (48).



Waldkirch-St. Gallen - SV Wiler-Ersigen 2:8 (0:1, 2:2, 0:5)

Sporthalle Seeblick, Mörschwil. 207 Zuschauer. SR Lehmann/Schorr.
Tore: 16. Adrian Zimmermann (Jussila) 0:1. 25. Christoph Hofbauer (Jussila) 0:2. 25. Väänänen (Thomas Mittelholzer) 1:2. 32. Jussila (Matthias Hofbauer) 1:3. 38. Tobias Hess (Väänänen) 2:3. 48. Mendelin (Gloor) 2:4. 52. Gloor (Steffen) 2:5. 56. Bieber (Gloor) 2:6. 57. Hirschi (Berlinger) 2:7. 57. Nussbächer (Gloor) 2:8.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen. 1mal 5 Minuten (Nussbächer) gegen SV Wiler-Ersigen. 
Bemerkungen: SVWE im Vergleich mit Malans-Spiel mit Nussbächer und Gloor (ohne M. Garnier, U21). Zimmermann ab 30. für Streit.