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Playoff-Final, Spiel 3: Wiler-Ersigen - Alligator Malans 6:2

Der neue und alte Schweizer Meister heisst Wiler-Ersigen. Im dritten Finalspiel lassen die Berner Alligator Malans keine Chance, siegen 6:2, gewinnen die Serie 3:0 und holen sich damit den siebten Meistertitel in den letzten acht Saisons.

Immer in der Osterzeit ist für Wiler-Ersigen Weihnachten. Dann gibts ein Geschenk – den Meisterpokal. Alle Jahre wieder. Wenn der Schweizer den Frühlingsputz besorgt, die Blüten wieder spriessen, die Leute aus ihrem Winterschlaf erwachen, dann ist die grosse Zeit von Wiler-Ersigen. Im Frühling erwacht der Serienmeister jeweils heftig, die Konkurrenz muss sich ganz warm anziehen und „erfriert“ doch immer. In elf Playoff-Partien mussten die Berner nur ein einziges Mal als Verlierer vom Feld. Und so ist es dann also gestern um 19:04 Uhr wieder soweit. Wiler-Ersigen tanzt, singt und lacht. Champagner spritzt durch die Luft, die Party kann beginnen. Die Alligatoren aus Malans lassen die Köpfe hängen.

Nach den zwei knappen Siegen (5:4 n.V., 4:3) sorgt Wiler-Ersigen im dritten Finalduell schnell für klare Verhältnisse. Die Emmentaler überrollen die Bündner förmlich. Nach bloss 34 Sekunden ohrfeigt der entfesselte Christoph Hofbauer Malans mit dem 1:0 heftig. Der Schock bei den Gästen sitzt tief – eigentlich erholen sie sich davon nicht mehr. Sie wirken blockiert, gehemmt und Wiler zelebriert sein Tempo-Unihockey. Zimmermann (11. Minute), Zürcher (12.) und Hirschi (16.) erhöhen noch im ersten Drittel auf 4:0. Der Alligator ist verwundet, kann nicht mehr zuschnappen. Thorsells Shorthander in der 25. Minute zum 5:1 besiegt das Schicksal der Gäste definitiv.

Die 1821 Zuschauer in der Zuchwiler Eishalle bilden einen würdigen Rahmen für Wiler-Ersigens siebten Meistertitel – es ist bereits der fünfte in Folge. Stürmergenie Roger Gerber ist der einzige, der bei allen Titel auf dem Feld stand. Er ist nicht der grosse Redner, verweist lieber auf seine Teamkollegen als Interviewpartner. Ein paar Sätze lässt er sich dann aber doch entlocken. „Jeder Titel ist auf seine Art geil“, sagt Gerber. Auch zum Siegesjubel nach der Schlusssirene nimmt er Stellung. „Irgendwie waren wir sehr erschöpft, das hatte Auswirkungen auf den Jubel“, sagt er und lacht.

Christoph Hofbauer, mit zwölf Toren Wilers bester Playoff-Torschütze, strahlt übers ganze Gesicht. Er ist einer der Schlüsselfiguren im Meisterpuzzle. „Die zwei knappen Siege in den ersten zwei Spielen haben uns gut getan. Das hat uns viel Druck genommen“, sagt der Goalgetter. Und die Saison als Ganzes? „Es hat Spass gemacht, wie sich das Team nach dem Berger-Abgang zusammengerauft hat. Thomas von Känel hat seine Arbeit souverän fortgesetzt.“ Das grösste Kränzchen windet Hofbauer aber Torhüter Daniel Streit. „Er hat in den Playoffs überragend gespielt. Mit so einem Goalie hinten drin, spielt es sich viel leichter.“


Wiler-Ersigen – Alligator Malans 6:2 (4:1, 1:1, 1:0)

Zuchwil, Eishalle. – 1821 Zuschauer. – SR Erhard/Renz. – Tore: 1. (00:34) C. Hofbauer (Krähenbühl) 1:0. 11. (10:14) Zimmermann (Gerber) 2:0. 12. (11:31) Zürcher (Meister) 3:0. 17. Hirschi (Krähenbühl) 4:0. 20. (19:46) Capatt (Jussila/Ausschluss Krähenbühl) 4:1. 25. Thorsell (M. Hofbauer/Ausschluss Schneeberger!) 5:1. 29. Manninen (Jussila/Ausschluss Schneeberger) 5:2. 59. Zimmermann (Gerber) 6:2 (ins leere Tor).  – Strafen: 4-mal Minuten gegen Wiler, 2-mal Minuten gegen Alligator.
Alligator Malans: Hitz; Hakonen, Jussila; Joss, Pfiffner; Vetsch, Eberhard; Manninen, Ostransky, Laely; Lutz, Brunner, Capatt; Wyder, Lüthi, Buchli.
Wiler-Ersigen: Streit; Hirschi, Thorsell; Bichsel, Bieber; Schneeberger, Schmocker; Flury; Krähenbühl, M. Hofbauer, C. Hofbauer; Wittwer, Gerber, Zimmermann; Zürcher, Meister, Mutti.
Bemerkungen: 4. Lattenschuss Gerber. 6. Lattenschuss Wittwer. 57:18 Time-out Malans. 57:30 bis 58:00 und 58:27 bis 58:57 Malans ohne Goalie, dafür mit sechs Feldspielern.