Fulminantes Startdrittel entscheidet Spiel
Captain Matthias Hofbauer führte sein Team zum Sieg im Cuphalbfinal. (Foto: Hans-Ueli Mülchi)
Zur BildergalerieDem Wankdorf-Fluch den Garaus machte Wiler-Ersigen in der Cupfinal-Revanche gegen GC im Halbfinal mit einem bestechenden Startdrittel.
Pius Rüegger / Mittellandzeitung
Dem temporeichen Offensivspektakel der Emmentaler im Rahmen des Triple-ball-Events mit Unihockey, Volleyball und Handball konnten die Zürcher wenig entgegen setzen. Mit einem „Buebetrickli“ nach 96 Sekunden wies Dave Wittwer den Weg frühzeitig. Fürs Erste nach sieben Minuten keimten bei GC Hoffnungen auf, als Helfenstein seinen Ausschluss und das 2:0 (4.) durch Christoph Hofbauer mit dem Anschlusstreffer (ein unglückliches Ablenker zudem) korrigierte (5.). Nach dem 3:1 durch Bichsel in der zwölften Minute setzte sich Wilers Effizienz kontinuierlich zum 6:1-Pausenstand durch. Christoph Hofbauer, Fankhauser und Matthias Hofbauer schlossen abgeklärt ab. „Am Anfang ist es uns fast zu einfach gegangen“, sagte Matthias Hofbauer. Vergeblich versuchten die Zürcher mit ihrem Timeout in der 18. Minute den Druck der Berner zu mindern.
Besser lief es für GC nach der ersten Pause. Wiler-Ersigen konnte den an-fänglichen Druck nicht aufrecht halten. „In unserer Linie müssen wir uns den Vorwurf machen, dass wir unsere Konterchancen nicht nützten und das Spiel nicht früher definitiv entschieden“, gab sich Hofbauer selbstkritisch. Scalvinoni nützte eine Zwei-Minuten-Strafe von Christoph Hofbauer zum zweiten Treffer (22.), den Adrian Zimmermann in der 24. Minute konterte. Nach Wolfers 7:3 zur Spielhälfte blieben die Unteremmentaler zu verhalten. Die Zürcher mit fünf Verteidigern agierend – Helfenstein und Jakubek leisteten Doppeleinsätze – fehlte es jedoch an der Präzision und im Zusammenspiel für eine Wende.
Ruppiges GC
Im letzten Abschnitt mussten sich die Berner noch stärker mit Abwehraufgaben beschäftigen. „Dank unserer starken Defensive konnten wir den Vorsprung halten, wobei wir uns nicht bewusst zurück zogen“, erklärte Hofbauer. Mit einem Kontertor durch Mendelin (46.) zum 8:3 schien die Rechnung aufzugehen. Doch GC begann den Braten zu riechen, nachdem Jakubek eine gegnerische Unaufmerksamkeit ausnützte und mit seinem Zuspiel Kapanen das 8:4 ermöglichte (47.). Die Zürcher schlugen eine härtere Gangart an und verkürzten durch Scalvinoni nur zwei Minuten später gar auf 8:5. Die Schlussphase wurde hektisch. GC gab nicht auf und leistete alles für einen Umschwung, erzwang einen Penalty (58.) und nahm den Platzverweis von Goalie Jonas Wittwer 42 Sekunden vor Schluss in Kauf. „Dieser Sieg gibt uns Rückenwind für den Cupfinal am gleichen Ort in zwei Monaten“, freut sich Hofbauer aufs Endspiel vom 3. März gegen Alligator Malans.
SV Wiler-Ersigen - Grasshopper Club Zürich 8:5 (6:1, 1:2, 1:2)
Neue Wankdorfhalle, Bern. 1132 Zuschauer. SR Baumgartner/Kläsi.
Tore: 2. Wittwer (Adrian Zimmermann) 1:0. 4. Christoph Hofbauer (Mendelin) 2:0. 5. Helfenstein (Meier) 2:1. 12. Bichsel (Matthias Hofbauer) 3:1. 14. Christoph Hofbauer (Fankhauser) 4:1. 18. Fankhauser (Matthias Hofbauer) 5:1. 20. Matthias Hofbauer (Schmocker) 6:1. 22. Scalvinoni (Helfenstein) 6:2. 24. Adrian Zimmermann (Jussila) 7:2. 30. Wolfer (Thomas Grüter) 7:3. 46. Mendelin (Meister) 8:3. 47. Kapanen (Jakubek) 8:4. 49. Scalvinoni (Maffioletti) 8:5.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten, 1mal 5 Minuten (Maffioletti), 1 Matchstrafe (Jonas Wittwer) gegen Grasshopper Club Zürich.
Wiler-Ersigen: Streit; Schmocker, Bichsel; Quist, Dave Wittwer; Bieber, Hirschi; Christoph Hofbauer, Matthias Hofbauer, Fankhauser; Adrian Zim-mermann, Jussila, Berlinger; Meister, Gloor, Mendelin.
GC: Jonas Wittwer (ab 59.19 Cozzato); Hostettler, Helfenstein; Jakubek, Adank; Kaiser; Meier, Moilanen, Scalvinoni; Kapanen, Zürcher, Parli; Wolfer, Roland Zimmermann, Grüter; Mafioletti.
Bemerkungen: Wiler-Ersigen ohne Oilinki (verletzt). 3. Christoph Hofbauer Pfostenschuss. 18. Timeout GC. 58. Streit hält Penalty von Meier. 60. (59.18) Platzverweis GC-Goalie Jonas Wittwer (absichtlicher Wechselfehler).
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