Junioren U16 B

6. Meisterschaftsrunde vom 23. Januar

Bereits 2 Wochen nach der letzten Meisterschaftsrunde ging es schon wieder weiter. Diesmal im entfernten Lausanne. Wir liessen uns nicht lumpen und machten gleich ein 2-Tages Event draus. Die Spieler hatten die Auswahl zwischen Gast Reisen oder mit Wyss Traveller zu fahren. Als wir uns der Grenze zum Kanton Lausanne (Räfu?) näherten veränderte sich die Luft bei Gast Reisen schlagartig. Ob das Aroma von innen oder von aussen kam konnte nicht abschliessend geklärt werden. Beim anschliessenden Bowling bewiesen Raya, Van, Ali, Frederik und co. ihre Treffsicherheit. Raya setzte sich schliesslich mit 130 Pt. souverän durch. Bei Sven (38 Pt.) wurde gerätselt, ob er mehr Punkte geschrieben hätte, wenn er die Kugel mit dem Unihockeystock gespielt hätte…

Weiter ging es in die Unterkunft. In 4er Zimmer hatte es jedes Zimmer selbst in der Hand wie fit sie am Sonntag morgen waren. Jedoch konnte man sich auch selbst um Schlaf bringen, indem ein Zimmer mitten in der Nach geschlossen aufs WC geht und dann merkt, dass kein einziger an den Zimmerschlüssel gedacht hat. Die von der Herberge gewünschte Zimmerruhe ab 21.00 Uhr war wohl ein wenig optimistisch, was eine chinesisch sprechende Russin gar nicht goutierte und dies jedem Zimmer persönlich mitteilen wollte. Da selbst Kantischüler nicht in fernöstlichen Sprachen ausgebildet werden, war die Verständigung eher schwierig und wir nun nicht wussten, ob sie uns für Sonntag viel Glück wünschte oder um mehr Ruhe bat. Als dann einer unserer Jan’s nach dem Toilettengang weit nach Mitternacht nicht mehr wusste welches Zimmer ihm gehörte und auf Gut Glück an mehrere Türen klopfte, bis das eigene gefunden war, schien das zum Glück dann niemanden mehr zu stören.

Zu wie viel Schlaf jedes Zimmer schlussendlich gekommen war, bleibt ihr Geheimnis. Es wurde allerdings ein Antrag gestellt: das nächste Mal gibt es ein Schnarchelzimmer. Mehrere Kandidaten dafür gibt es schon. Trotz allem erschienen alle pünktlich zum Morgenessen. Frisch gestärkt ging es dann zur Halle und die Vorbereitungen zu Spiel 1 konnten beginnen.

Lausanne, in der Vorrunde mit 6:0 gebodigt und bisher ausser einem forfait-Sieg in der laufenden Meisterschaft noch Punktelos sollte eigentlich zu packen sein. Ihrer Heimrunde sei Dank sah man ein personell gut ausgestattetes Lausanne mit „neuen“ Spielern. Wir taten uns in der Startphase gegen ein aufsässiges und sehr früh störendes Lausanne sehr schwer, die Pässe kamen nicht an oder versprangen ungewohnt häufig. Ein schönes Spiel entstand so nicht, zusammenhängende Aktionen waren Mangelware. Beni schloss in der 8. Minute einen schönen Pass von Jan Siegenthaler ins rechte obere Eck ab. 1:0 war ein zu knapper Spielstand, den wir jedoch trotz nun immer besseren Chancen nicht ausbauen konnten. In der letzten Minute vor der Pause konnten wir uns (obwohl in Ballbesitz) nicht von hinten lösen und spendierten Lausanne 15sec vor der Pause den Ausgleich. Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt: In der 4. Minute führte Jan Steffen einen Freistoss schnell aus, erneut traf Beni zur Führung. In der 7. Minute konnten Goalie und Spieler einen freien Ball im Slot nicht wegspedieren und es stand 2:2. In der Folge nahm der Druck unsererseits stark zu, die Romands waren immer seltener in Ballbesitz und beschränkten sich auf Konter und unsere Auslösungen zu zerstören. Doch selbst in allerbester Position und alleine vor dem (teils leerem) Tor brachten wir den Ball zwar x-Mal ans Gehäuse, aber nicht ins Tor. Wir haderten immer wie mehr mit uns, mit dem (einige Milimeter) zu kleinem Tor und auch mit dem Schiedsrichtern. Tatsache war: es blieb beim 2:2 und alle (grossen) Bemühungen zum Trotz, Lausanne holt sich „spielerisch“ gegen uns ihren ersten Punkt – für uns wie eine gefühlte Niederlage. Zum Schluss möchte ich den Bericht nutzen und eine Anmerkung in den Raum stellen: in der laufenden Meisterschaft inkl. Bärner-Cup spielten wir bisher 14 Partien. Insgesamt 600min Spielzeit. Total haben wir bisher 3 Strafen à 2min kassiert. Wir selbst konnten bisher 2x Powerplay spielen. Also gibt es im Schnitt alle 200 – 300min eine Strafe. Die Schiedsrichter sind immer tabu, da würde ich unser Team (inkl. Trainer) als sehr vorbildlich bezeichnen! Dies ist jedoch nicht immer so einfach, wenn schlussendlich Teams, deren Defensive nur dank Stock- und Körpervergehen funktionieren, sogar noch mit Punkten belohnt werden. Fredi

Am Mittag gabs nach einer langen Pause im Theorieraum des UC Lausanne frische Lasagne von Lieferservice, der extra für uns am SONNTAG geöffnet hat. Genau um 13.35 Uhr gingen wir nach draussen um uns auf das zweite Spiel vorzubereiten. Nach einem guten Einschiessen und dem Schlachtruf galt es Ernst. Nach 12 Sekunden schoss Ryan (Raya) das erste Tor. Nur 78 Sekunden später bekamen wir das erste Gegentor. Wenig später aber erhöhten Cedi.d und Jan Stucki auf 3:1. Die Bieler spielten sehr hartnäckig, und liefen immer wieder von hinten nach vorne durch. Auch der legendäre 12er der Bieler war wieder mit von der Partie, was vor allem unseren Torhüter freute. Bis zur Pause schossen die Bieler noch drei Tore. Kurz nach der Pause schoss ich auf den wunderschönen Pass von Jan Stucki das 4:4. Kurz danach erhöhten Ich, Simu und Jan Stucki auf 7:4. Zu diesem Zeitpunkt dachten die meisten wohl die Sache sei schon gegessen. Die Bieler aber schafften es irgendwie noch drei Tore rein zu murksen, und die Partie endete mit 7:7. Auch wenn wir „nur“ zwei Punkte geholt haben, ist noch nichts entschieden und noch alles möglich. Sili

SV Wiler-Ersigen – UC Lausanne 2:2 (1:1)
SV Wiler-Ersigen – UHC Biel-Seeland 7:7 (3:4)

Für den SVWE spielten: Räfu B., Oli (Goalie), Beni, Räfu, Ryan, Alain, Cédi D., Sili, Cédi K., Simu, Märcu, Clö, Jan Sie., Jan Ste., Tim, Moris, Jan Stu., Sven.