The next challenge - Seinäjoki Oktober 2017

Der Spielplan des Champions Cup (CC, 6.-8. Oktober) im finnischen Seinäjoki steht: Dabei trifft der SVWE im Startspiel auf den finnischen Gastgeber SPV. Offizielle Turnier-Website

Match schedule (finnische Zeiten / Schweiz 1Std früher!)

06.10.   09:45  Quarterfinal 2 M: Chodov - Weissenfels  8:4
06.10.   19:00  Quarterfinal 1 M: Wiler-Ersigen - SPV  1:3
07.10.   13:00  5th place M: Weissenfels - Wiler-Ersigen 2:6 / SVWE auf Rang 5
07.10.   15:30  Semifinal 2 M: Classic - Chodov 7:3
07.10.   18:30  Semifinal 1 M: Falun - SPV 7:3 
08.10.   14:15  Final Men: Falun - Classic 7:4 / Falun gewinnt CC

 

 

 

Ein rasches Ende verhindern

Selbst für den 30jährigen Daniel Johnsson ist der Campions Cup Neuland.

Zum elften Mal nimmt der SV Wiler-Erisgen als Vertreter des Schweizer Unihockeys am Turnier der Meister teil. Mittlerweile nennt sich das Format „Champions Cup“,  steckt in einer dauerhaften Findungsphase,  hat aber sportlich dennoch einen hohen Stellenwert. Vor allem für Amateursportler gehören solche Events zu den Karriere-Highlights, kann man sich doch mit den besten Klubs der Welt messen und zwar unter Ernstkampfbedingungen, nicht nur an einem Vorsaison-Turnier.  Diesmal geht die Reise ins finnische Seinäjoki, wo der SVWE ab Freitagabend versucht,  wider den bizarren Modus wie schon 2015 eine Erfolgsgeschichte zu schreiben

Internationale Erfahrungv- sie ist an solchen Turnieren von Bedeutung, das kann nicht wegdiskutiert werden. GC musste dies im letzten Jahr erfahren, als es in der Startpartie gegen das aktuell in Schweden nur Mittelmass darstellende Pixbo gleich mit 2:11 unter die Räder geriet und das Turnier (0:3 nach acht Minuten) damit schon gelaufen war, bevor es überhaupt begonnen hatte.


Sportliches Himmelfahrtskommando
Auch dem SVWE drohte dieses Schicksal im 2015, als erstmals nach dem neuen Modus gespielt wurde, der nur noch 6 Teams vorsieht und mit zwei Viertelfinalspielen beginnt, ehe der schwedische und finnische Meister in den Halbfinals als gesetzte Team eingreifen. Gastgeber Boleslavl war damals die nicht geringe Hürde, welche der Serienmeister souverän übersprang, ehe er sich auch im Halbfinal gegen das finnische Spitzenteam SPV durchsetzen konnte, um im Final Falun einen harten Kampf abzuliefern, welcher mit einem 2:3 endete. Solche ein Turnierverlauf erhofft man sich auf Seiten des SVWE erneut, wenn auch die Aufgabe in Finnland noch einmal schwieriger wird. Denn SPV wartet als Gastgeber diesmal schon im Viertefinal und Falun steht  im Halbfinal bereiet. Schon sehr frustrieren, dass der tschechische Vertreter im Viertelfinal auf die Aussenseiter aus Deutschland trifft, im Halbfinal dann der finnische Champion Classic wartet. Mit dieser Auslosung hätte der SVWE auch gut leben können. Doch die unergründlichen IFF-Rules haben einen Weg gefunden, den Schweizer Vertreter auf ein sportliches Himmelfahrtskommando zu schicken.



„Es geht darum, Spass zu haben“
Realistisch gesehen, ist ein frühzeitiges Turnier-Aus zu erwarten, denn die finnischen Gastgeber aus SPV sind sicherlich favorisiert. Zum Glück kann aber Wiler trotz dem zahlreichen Abgängen noch auf einige Erfahrung zurückgreifen. Spieler wie Matthias Hofbauer, Dave Wittwer oder Patrick Mendelin bestreiten bereits ihren neunten Champions Cup,  ebenso Cheftrainer Thomas Berger. Ein Routinier ist sicherlich auch Tatu Väänänen, Doppelweltmeister und schon zum fünften Mal an einem Champions Cup dabei. Es gibt aber auch einige Frischlinge im Team,  mehr als ein halbes Dutzend: Claudio Mutter, Simon Lauschber, Andrin Hollenstein, Phlipp Affolter, Jan Bürki, Christoph Reich oder Dominik Alder. Zu den Debutanten gehört auch der 30jährige schwedische Stürmer Daniel Johnsson. „Ich freue mich, das wird schwierig, aber es geht darum Spass zu haben.“
 Johnsson versucht bewusst, etwas Druck vom Team wegzunehmen, schliesslich ist der Champions Cup in diesem Format kein Turnier mehr, sondern viel mehr ein K.o.-Wettbewerb. Die Chance einen Ausrutscher wettzumachen, wie 2005 (Niederlage im Gruppenspiel gegen den norwegischen Vertreter) auf dem Weg zum ersten und bislang immer noch einzigen Champions-Cup-Gewinns eines Schweizer Herren Teams, gibt es nicht mehr.


Finnland war kein gutes Pflaster
Blickt man auf die Europacup-Bilanz des SVWE so sticht natürlich der Titelgewinn 2005 hervor, aber auch 2008 (Finalniederlage gegen AIK im Oktober in Winterthur) und zuletzt 2015 (Silber nach hartem Kampf gegen Falun in Boleslavl) sind Erfolge, welche auch im Palmares eines elffachen Meisters noch Bedeutung haben. Denn wie gesagt – über das Format lässt sich streiten, über den Stellenwert nicht.
Es ist erst zum zweiten Mal, dass der SVWE einen Champions Cup in Finnland bestreitet, die Erinnerungen an den Januar 2008 sind dabei nicht die besten. Ohne kuam je das Tageslicht gesehen zu haben im kalten und regnerischen Helsinki schied das Team schon in der Gruppenphase aus. Tristesse pur. Weitere Destinationen waren die Schweiz (3x), Tschechien (3x), Schweden (1x), Dänemark und Lettland je einmal.

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