NLA

Tolle Aufholjagd nimmt brutales Ende

Meister und Cupsieger schenkten sich nichts, am Ende durfte aber GC jubeln. (Foto: HUM)
Meister und Cupsieger schenkten sich nichts, am Ende durfte aber GC jubeln. (Foto: HUM)

Trotz einer fulminanten Aufholjagd vom 0:6 zum 6:6 verliert das NLA-Team das Duell gegen Cupsieger GC mit 6:7. Der unglückliche Abend erlebte seinen negativen Höhepunkt mit dem Siegtreffer der Gäste 5 Sekunden (!) vor Schluss. Härter kann ein Landung auf dem Boden nach einem Zwischenhoch kaum sein. Die Zuschauer bekamen allerdings ein tolles Spiel zu sehen, das Lust macht auf mehr. Endlich naht die "crunch time".  Bereits nächsten Samstag im Cuphalbfinal (Sa. 19.00 Grossmatt Kirchberg - online Ticketing) steht gegen Chur Unihockey eines dieser Spiele an.

Was für zwei unterschiedliche Spiele innerhalb von 24 Stunden. War die Partie gegen die Jets ein bequemes Warmlaufen im neuen Jahr, so gestaltete sich das Duell gegen GC erwartungsgemäss um einiges schwieriger. Der Titelaspirant aus Zürich hatte sich nach einem schwachen November und vielen Verletzungssorgen eklatant gesteigert und zuletzt vier Mal in Serie klar gewonnen und dabei immer mindestens 8 Tore geschossen.  Mit viel Selbstvertrauen starteten die Gäste dann auch, überstanden die erste Druckperiode des SVWE schadlos und schlugen dann eiskalt zu. Innerhalb von acht Minuten traf GC vier Mal, profitierten dabei von einem rabenschwarzen Auftritt von SVWE-Goalie Reich, der sich nach dem vierten Gegentreffer (15. Minute) gleich selber auswechselte. Wolf ersetzte ihn, musste aber bereits nach einer Minute ebenfalls hinter sich greifen. 0:5 - ein Drittel zum Vergessen für den Meister, der es nie geschafft hatte aus dem "Jets-Modus" auf Spitzenkampf umzuschalten.

Der Trainerstaff reagierte, reduzierte auf zwei Linien und suchte über mehr Intensität, das Team in die Partie zu bringen. Doch vorerst waren die Bemühungen zwar deutlich sichtbar, aber eher harmlos. Und als dann Bier (33.) buchstäblich mit einem Sonntagsschuss das 0:6 glückte, schien die Partie gelaufen.
Doch im Unihockey ist eben alles möglich. Captain Väänänen brach mit dem ersten Tor den Bann (34.17) und nur zwei Minuten später stand es nach weiteren Treffern durch Bürki und Hofbauer nur noch 3:6. So ging es auch ins Schlussdrittel. Und da waren es erneut der starke Youngster Bürki und der unverwüstliche Matthias Hofbauer, welche auf 5:6 verkürzten. Die Halle kochte nun und explodierte endgültig, als Mutter noch in derselben Minute auf das 5:6 das 6:6 folgen liess.
Nach 53 Minuten konnte ein längst verloren geglaubtes Spiel neu beginnen. Und erneut passierte das Unerwartete, als die Verlängerung schon Tatsache schien, lancierte GC den letzten Angriff, fand die Lücke in den gegnerischen Slot, wo Göldi mit dem Treffer zum 6:7 fünf Sekunden vor dem Ende zum Matchwinner avancierte. Ein brutales Ende für den Meister, der trotz einer starken Willensleistung und für die Zuschauer tollen Aufholjagd am Ende ohne Zähler da stand.


SV Wiler-Ersigen - Grasshopper Club Zürich 6:7 (0:5, 3:1, 3:1)
Sportzentrum Zuchwil. 483 Zuschauer.  SR Bühler/Bühler.
Tore: 8. C. Zolliker 0:1. 13. A. Honold (R. Vizzini) 0:2. 14. C. Pedolin (E. Julkunen) 0:3. 16. A. Honold (J. Rüegger) 0:4. 17. J. Müller (C. Pedolin) 0:5. 33. K. Bier (M. Zürcher) 0:6. 35. T. Väänänen (D. Känzig) 1:6. 35. J. Bürki (M. Louis) 2:6. 37. M. Hofbauer (M. Louis) 3:6. 41. J. Bürki (T. Väänänen) 4:6. 53. M. Hofbauer (M. Louis) 5:6. 53. C. Mutter (N. Bischofberger) 6:6. 60 (59.55). F. Göldi (J. Rüegger) 6:7.
Strafen: 2mal 2 Minuten, 1mal 10 Minuten (D. Känzig) gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich.
Bemerkungen: SVWE mit Reich (ab 15 mit Wolf im Tor). Ohne Krähenbühl und C. Hofbauer (verletzt).

 

 

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