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Playoff-Final, Spiel 2: Köniz - Wiler-Ersigen 3:6

Hinten konzentriert, vorne effizient.  Eindrückliche Reaktion. Wiler-Ersigen bezwang ein über weite Strecken harmloses Köniz im zweiten Playoff-Finalspiel mit 6:3 und glich die Serie damit zum 1:1 aus.

von michael lüthi/Mittellandzeitung
Wiler-Ersigen meldete seine Meister-Ambitionen in Spiel 2 wieder deutlich an. Die Emmentaler bestimmten die Partie von Beginn weg und hatten den Gegner, bis auf vier schwache Minuten im Schlussdrittel, jederzeit im Griff. Die Könizer wirkten gehemmt, konnten sich kaum Torchancen erspielen. Erst in den letzten gut zehn Minuten machten die Stadtberner nochmals mächtig Druck auf Wiler-Keeper Streit - zu spät. Dieses Mal leistete sich Wiler-Ersigen keine kapitalen Fehlpässe mehr und hatte vor allem die erste Könizer Sturmlinie fest im Griff. Es war der erste Sieg der Emmentaler im dritten wichtigen Saisonduell mit Köniz nach den Niederlagen im Cupfinal und in der ersten Partie des Playoff-Finals.Es ist die 31. Minute: Joël Krähenbühl umkurvte mit einer artistischen Einlage Köniz-Hüter Hitz und traf zum vorentscheidenden 4:0. Der bedauernswerte Hitz, der erst eine Minute zuvor für Stammkeeper Thut eingewechselt wurde, musste bereits ein erstes Mal hinter sich greifen. Wiler zeigte von Beginn an wer der Chef auf dem Platz ist. Vor allem in der Person von Regisseur Roger Gerber, der in der Anfangsphase als Vollstrecker glänzte. Schon nach 45 Sekunden schoss er sein Team in Führung und nach knapp sechs Minuten erhöhte er, mit seinem 80. Playoff-Skorerpunkt, auf 2:0.

 

Die Emmentaler standen hinten geschickt, machten die Räume für Köniz sehr eng. Und vorne machte die Berger-Truppe die Tore, spielte im Angriff sehr effizient. Als Thorsell in der 34. Minute auf 5:0 erhöhte, schien das Ding definitiv gelaufen zu sein. Kissling, für Tormaschine Antener in den ersten Köniz-Sturm beordert, traf 52 Sekunden vor der zweiten Drittelspause zum 1:5.Etwas unnötig geriet die Berger-Truppe im Schlussdrittel doch noch kurz etwas ins Zittern. Ott (51.) und Blomberg (55.) verkürzten auf 3:5. Aber der Meister blieb in dieser Phase standhaft, behielt die Nerven und Krähenbühl machte mit dem 6:3 153 Sekunden vor Schluss alles klar.

 

Damit hat der Titelverteidiger die erwartete Reaktion aufs Parkett gelegt. «Wir haben uns auf unser Spiel konzentriert und die gute Leistung über 60 Minuten durchgezogen», zog Wilers Captain Adrian Schild ein erstes Fazit. «Am Ende hatten sie nichts mehr zu verlieren und sind nochmals wie verrückt angerennt. Aber wir sind konzentriert geblieben.» Wenig erfreut zeigte sich dagegen Köniz-Captain Daniel Bill: «Heute Abend ist alles gegen uns gelaufen. Wir haben die guten Dinge aus dem ersten Spiel nicht mehr gemacht.»

 

Floorball Köniz - Wiler-Ersigen 3:6 (0:2, 1:3, 2:1)

Wünnewil. - 1122 Zuschauer. - SR Baumgartner/Kläsi. -

Tore: 1. (00:45) Gerber (Bichsel) 0:1. 6. Gerber (Punkari) 0:2. 25. Balmer (Zurflüh) 0:3. 31. Krähenbühl (Streit!) 0:4. 34. Thorsell (Zimmermann) 0:5. 40. (39:08) Kissling (Bill) 1:5. 51. Ott (Bigler) 2:5. 55. Blomberg (Kissling) 3:5. 58. Krähenbühl (Wittwer) 3:6. - Strafen: 3-mal 2 Minuten plus 1-mal 5 Minuten (Albrecht) gegen Köniz, 1-mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen.

Floorball Köniz: Thut (ab 30. Hitz); Schweizer, Bill; Kuchen, Ott; Albrecht, Schmocker; Antener, Calebsson, Blomberg; Kissling, Bigler, Trüssel; Dunkel, Wanner, Schneiter.

Wiler-Ersigen: Streit; Thorsell, Bichsel; Punkari, Jungo; Bieber, Schild; Krähenbühl, Gerber, Wittwer; Zimmermann, Sladky, Zingg; Mutti, Zurflüh, Balmer; Flury.

Bemerkungen: Wiler ohne Keller, Mendelin und Fankhauser (alle Ersatz). 37. Lattenschuss Blomberg. 57:40 bis 58:17, 58:25 bis 60:00 Köniz ohne Torhüter, dafür mit sechs Feldspielern.