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Playoff-Final, Spiel 1: Wiler-Ersigen - Köniz 3:4 n.Verl.

Abend der extremen Tore geht an Köniz.  Wiler-Ersigens Unihockeyaner verlieren das erste Spiel im Playoff-Final gegen Köniz mit 3:4 in der Overtime.

von michael lüthi/Mittellandzeitung
Wiler-Ersigen gab gegen Floorball Köniz im ersten Playoff-Final-Spiel einen 3:1-Vorsprung nach zwei Dritteln noch preis und unterlag am Ende in der Verlängerung mit 3:4. Nach bloss 139 Sekunden in der Overtime schoss Calebsson den entscheidenden Treffer. Nach fünf Auftaktsiegen in Folge haben die Emmentaler damit erstmals eine Startpartie im Playoff-Final verloren. Und die Stadtberner haben nun nach dem Cupfinal auch die zweite wichtige Partie der Saison gegen den Meister gewonnen. Das Könizer Sturmtrio  Blomberg/Antener/Calebsson schoss alle Tore. «Wir haben im letzten Drittel nicht mehr ganz so konsequent gespielt wie in den ersten zwei Abschnitten. Das dürfte uns nicht passieren», sagte Wiler-Stürmer Adrian Zimmermann.
Es ist die erwartet enge Finalserie. Kleinste Fehler machen am Ende den Unterschied aus. Nach einem torlosen Startabschnitt, in welchem sich die beiden Teams neutralisierten, gings im zweiten Drittel mächtig zur Sache. Wiler-Ersigen war zuständig für die extremen Tore. Wittwer traf nach bloss fünf Sekunden, auf cleveres Zuspiel von Regisseur Gerber. Und Zimmermann, mit einem herrlichen Drehschuss, nur gerade elf Sekunden vor der zweiten Drittelspause zum 3:1. Es war das bisher schnellste Drittel der Saison, extrem intensiv, mit enormem Laufpensum auf beiden Seiten. Ein ziemlich hässiges Gerangel in der 25. Minute gehörte ebenfalls dazu, wie Bichsels kapitales Fehlzuspiel, das Blomberg zum Ausgleich ausnutzen konnte (36.). Aber Mutti, der bisher während der ganzen Saison nur sporadisch zum Einsatz gelangte, brachte Wiler nur 78 Sekunden später mit 2:1 in Front.
Es blieb der Abend der extremen Tore. Dieses Mal fiel es aber für die Könizer. Nur gerade 36 Sekunden waren im Schlussabschnitt vergangen als Antener zum 3:2 einschob. Und wieder war ein individueller Wiler-Fehler der Ausgangspunkt des Treffers. Köniz rackerte weiter, Wiler hielt dagegen, vermochte aber nicht mehr ganz so viel Druck zu erzeugen. In der 48. Minute erhielten die Gäste einen Penalty zugesprochen. Ein Fall für den Schweden Calebsson, der Streit locker zum Ausgleich bezwang. So erstaunte es nicht, dass  erneut Calebsson, auf geniales Zuspiel von Sturmkollege Antener, nach 139 Sekunden der Verlängerung, Köniz ins Glück schoss.
Wieder hatte Wiler-Ersigen das altbewährte Problem. Es verpasste es den Sack frühzeitig zuzumachen. Das Team kann nach Führungen nicht mehr den entscheidenden Zacken zulegen und den Gegner definitiv in die Niederlage schicken. Dreimal stand den Emmentalern allerdings der Pfosten oder die Latte im Weg. «Wir müssen in der Chancenauswertung noch besser werden», sagte Zimmermann nur.
 

Wiler-Ersigen - Floorball Köniz 3:4 n.V. (0:0, 3:1, 0:2, 0:1)

Grossmatt Kirchberg. - 1050 Zuschauer. - SR Gmür/Wunden. - Tore: 21. (20:05) Wittwer (Gerber) 1:0. 37. Blomberg (Antener) 1:1. 39. (38:14) Mutti (Schild) 2:1. 40. (39:49) Zimmermann (Punkari) 3:1. 41. (40:36) Antener (Blomberg) 3:2. 48. Calebsson 3:3 (Penalty). 62.19 Calebsson (Antener) 3:4. - Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen, 2-mal 2 Minuten gegen Köniz.Wiler-Ersigen: Streit; Thorsell, Bichsel; Jungo, Punkari; Bieber, Schild; Wittwer, Gerber, Fankhauser; Mendelin, Sladky, Zimmermann; Zurflüh, Mutti, Balmer; Flury, Zingg.Floorball Köniz: Thut; Bill, Schweizer; Kuchen, Ott; Schmocker, Albrecht; Blomberg, Calebsson, Antener; Kissling, Trüssel, Bigler; Dunkel, Wanner, Schneiter.Bemerkungen: Wiler-Ersigen ohne Krähenbühl (verletzt). 6. Lattenschuss Thorsell. 13. Pfostenschuss Antener. 34. Pfostenschuss Wittwer. 57. Pfostenschuss Gerber. 58:15 Time-out Köniz.