Playoffs

It`s Playoff-Baby, Part VI: Die Entführung

Wer verbirgt sich hinter dieser heimtückischen Entführung? Bild anklicken!
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Radek Sikora ist ja eigentlich ein angenehmer Zeitgenosse, trotz seiner 41 Jahre eine jung gebliebene Frohnatur, die fast immer ein Lächeln auf den Lippen hat und ihr Wissen und ihre Leidenschaft für Unihockey mit Enthusiasmus an die Junioren vermittelt.
Doch es gibt auch noch jene Seite des Radek Sikora, die ihn zu einem der meistgehassten Spieler in der Schweizer Unihockeyszene gemacht haben, bei all seinen Schlachten mit Grünenmatt, das er von der 1.Liga in die NLA führte (gerade geht der Zug dort in die andere Richtung), sicher aber mit seiner Geste an der Heim-WM (2008) als er in der ausverkauften O2-Arena in Prag nach einem Torerfolg vor der Schweizer Bank den Treffer mehr als provokativ zelebrierte. Am Schluss lachten dann zwar die Schweizer über den Sieg in der Verlängerung, doch „Siki“ hatte damit seinen Ruf weg. Einen Ruf, den er nun in all den Jahren nach Beendigung seiner Karriere gerade wieder am Herstellen war. Und nun das: Sikora zeigt wieder sein altes, hässliches Gesicht: Er entführt doch tatsächlich das Playoff-Baby. Dieses hat sich in seiner Verzweiflung mit einem Hilfeschrei an die Giftspritze gewendet, welche früher das Ärgernis war in der Forum-Szene.
Und so rapportiert für einmal wieder die Giftspritze: Zum Eklat gekommen ist es, weil das Playoff-Baby in seinem kürzlich publizierten Rätsel auf die finanziell schwierige Lage Sikoras zu sprechen kam. Diese verhindere die Einbürgerung der Sikoras und Sorge dafür, dass Radek Seniors Junior in der Schweiz aufwachsend  von anderen Klubs auf deren Homepage zum Ausländer abgestempelt wird, obwohl er doch sogar ein eigener Junior ist.
Dreist entführte Sikora nun das Playoff-Baby als Beweismittel nach Prag, wo es anlässlich des tschechischen Superfinals zum ersten Treffen mit dem neuen tschechischen Natitrainer Petri Kettunen kommt. Dort will "Siki" als Kettunen-Assistent ausnützen, dass der tschechische Verband viel Geld sparen konnte, weil er nur einen Petri statt einen Petteri (diese 2 Buchstaben machen eine hohe fünfstellige Summe aus) finanzieren muss. Sikora möchte sich als rigoroser Verhandlungspartner zeigen und die Tresore des tschechischen Verbandes, die durch die Absage Nykkys nun noch halbvoll sind, für sich öffnen. Spätestens nach dem ersten Pivo, das ihm der Verbandsvertreter Petr Knausrig offerieren wird, dürfte aus dem zu allem entschlossen, furchtlosen und knallharten Verhandlungspartner RRRRRadeKKKK  (lies mit rollendem R und stakkato K), aber wieder der sanfte, gutmütige „Siki“ werden.

Und was geschieht dann mit dem Playoff-Baby? Das Geld für die Gepäckaufgabe auf dem Rückflug hat Sikora wohl kaum. Und da sie in Tschechien in einigen Dingen halt noch immer sehr rückständig sein sollen, wird das Playoff-Baby von Prag aus kaum mehr sein Geschrei loswerden können. Gibt es dort überhaupt schon Internet und Handys? Dem Vernehmen nach seien glücklicherweise die Frauen noch nicht so fortschrittlich wie jene in der Schweiz. Ihre Hauptaufgabe sollen sie darin sehen, den Männern zu gefallen. Auch dürfe in den Restaurants noch geraucht werden. Woher die Giftspritze das weiss? Sie hat Insider-Tipps erhalten von einer Gruppe Senioren, welche jeweils am Prag-Masters im November teilnimmt und dort mit Spieler-Legenden wie Magaz (lies: meist angeschossener Goalie aller Zeiten) oder Cobra (ein glücklicher, der Bärtschi heisst) für Furore sorgt. Leider verursache die Stielaugenkrankheit dann aber Schlaflosigkeit, der Rauch in den Spelunken  Atemnot und das günstige Wasser mit Hefezusatz erhöhten Blutdruck, was die Leistungsfähigkeit einiger Akteure des Teams SVWE-Tigers ab Turniertag 2 jeweils stark einschränken soll. Da ist Hopfen und Malz verloren.
Gut gibt es zuhause in der Schweiz noch die 1.Liga-KF-Gemeinschaft der Wiler-Tigers, wo die braven Familienväter nur jedes zweite Mal von ihren Frauen zu den Spielen gelassen werden (ob Playoffs oder nicht) und das Chäsi-Pub wird zur ultimativen Sperrzone erklärt. Da ist die Welt noch in Ordnung.

 

Eine gute Botschaft gibt es immerhin noch vom entführten Playoff-Baby: Vor seiner Deportation nach Tschechien hat es uns ein letztes Geschrei hinterlassen. Mehr zum Vermächtnis des Playoff-Babys über das ewige Duell Alligator vs. SVWE dann zu gegebener Zeit. Zuerst begeben wir uns aber in eine mehrtägige Trauerphase.

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