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Kuchen und Co. einmal mehr verspiesen

Wiler-Ersigens Unihockeyaner ringen im Spitzenkampf Floorball Köniz knapp mit 4:3 nieder. Für den Dominator der letzten Jahre war es im zehnten Saisonspiel der achte Sieg. Und: dank dem 4:3-Erfolg über Floorball Köniz ziehen die Emmentaler wieder an den Stadtbernern vorbei und sind neuer Leader, weil auch die Tigers Langnau verloren haben.

von michael lüthi aus wünnewil

Und der Kreis hat sich in diesem Spitzenkampf geschlossen. Köniz verlor bereits die Saisonauftakt-Partie gegen Wiler, gewann dann acht Partien in Folge, bevor gestern erneut die Berger-Truppe eine zu hohe Hürde darstellte. Seit der letzten Saison ist Köniz, mit dem Cupsieg und der Qualifikation für den Playoff-Final, absolute Schweizer Spitze. In dieser Phase kam es zu zehn Duellen mit Wiler-Ersigen. Die Statistik spricht eine klare Sprache zu Gunsten der Berger-Truppe: 7:2 Siege, bei einem Remis.

Wiler-Ersigen hatte zwar im ersten Drittel nur wenige Torchancen mehr. Aber der Meister spielte effizient im Abschluss, mit der nötigen Coolness. Ein Paradebeispiel dafür lieferte «Coolman» Mendelin in der 15. Minute. Wie er den Penalty im Tor von Hitz «versorgte», eiskalt, einfach cool. Es war das 3:1 für die Gäste. Zuvor brachte Zimmermann sein Team 1:0 in Führung (4.). Nur gerade zwei Minuten später hatte Köniz-Captain Daniel Bill einen Energie-Anfall, lief übers ganz Feld und bediente Ott, der nur noch einzuschieben brauchte. Lediglich 54 Sekunden vor Mendelins Penalty-Tor, traf Zeller aus einem Gestocher heraus für den etwas agileren Meister. Thorsell nutzte, 103 Sekunden vor Drittelsende, die erste Überzahl zur 4:1-Führung aus.

 

Streit und Co. blieben cool

Der zweite Abschnitt gehörte klar den Stadtbernern. Die Ausbeute: ein Tor in der 27. Minute durch Trüssel. Gemessen an den Chancen viel zu wenig. Wiler-Keeper Streit stand unter Dauerbeschuss, machte seine Sache sehr gut und half seinem Team den Vorsprung zu verwalten. Einzig beim Gegentreffer sah der Schlussmann nicht sehr gut aus. Aber einen Streit bringt das nicht aus der Ruhe. Maske runter, kurz lächeln, rasch in sich gehen und weiter gehts. Wiler rettete sich mit einem blauen Auge in den Schlussabschnitt.

Köniz machte dort weiter, wo es aufgehört hatte. Einen Kuchen, der Wiler gar nicht schmeckte gab es in der 43. Minute. Verteidiger Florian Kuchen tankte sich energisch durch und verkürzte auf 3:4. Die Berger-Truppe machte nach vorne zu wenig. Irgendwie fehlte der letzte Kick in der Offensive. Wittwer hatte in der 52. Minute die beste Chance die Gäste wieder mit zwei Längen in Front zu bringen. Aber Hitz, mit einer Weltklasse-Parade, hinderte ihn  daran. So kam es zum Herzschlag-Final. Wiler behielt erneut kühlen Kopf und spielte den Sieg abgeklärt, routiniert und cool nach Hause.

Torhüter Daniel Streit hatte mit seinen tollen Paraden massgeblichen Anteil am Auswärtssieg seiner Mannschaft. Seine Matchanalyse: «Am Anfang ging es uns vielleicht etwas zu einfach. Im zweiten Drittel haben wir dann nur unsere Leibchen verlüften lassen. Dafür haben wir am Schluss die Ruhe behalten. Aber im Grossen und Ganzen war es ein schlechtes Spiel ohne viel Tempo und Emotionen.» Köniz-Stürmer Manuel Zingg, der zuvor drei Jahre bei Wiler spielte, grübelte über die Niederlage nach: «Wir sind noch nicht so lange an der Spitze wie Wiler. Deshalb bezahlen wir in diesen Spielen Lehrgeld. Zudem haben wir heute, im Gegensatz zu den vorherigen Spielen, die Tore nicht gemacht.»

 

Floorball Köniz - Wiler-Ersigen 3:4 (1:4, 1:0, 1:0)
Sporthalle Wünnewil. - 710 Zuschauer. - SR Güpfert/Servodio. - Tore: 4. Zimmermann (Jungo) 0:1. 6. Ott (Bill) 1:1. 14. (13:18) Zeller (Mutti) 1:2. 15. (14:12) Mendelin 1:3 (Penalty). 19. Thorsell (Ausschluss Antener) 1:4. 27. Trüssel (Kuchen) 2:4. 43. Kuchen 3:4. - Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Köniz.


Floorball Köniz: Hitz; Kuchen, Schmocker; Albrecht, Ott; Schweizer; Antener, Calebsson, D. Wälti; Zingg, Bill, Dunkel; Käser, Trüssel, Wanner.
Wiler-Ersigen: Streit; Bichsel, Thorsell; Wallgren, Jungo; Eggs, Bieber; Mendelin, Gerber, Krähenbühl; Wittwer, Zimmermann, Zürcher; Zeller, Balmer, Mutti; Fankhauser.


Bemerkungen: Köniz ohne Sigg (verletzt), Wiler ohne Vänttinen und Sladky (beide Nationalmannschaft). 3. Pfostenschuss Antener. 58:24 Time-out Köniz. 58:24 - 58:31, 58:34 - 58:47, 59:30 - 59:40, 59:44 - 60:00 Köniz ohne Torhüter, dafür mit sechs Feldspielern.