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Playoff- Viertelfinal, Spiel 2: Grünenmatt - Wiler-Ersigen 4:6


"Guete Büez" der Arbeiter

 

Sumiswald, tief im Emmental. Prächtige Bauernhäuser dominieren. Hier sagen sich Fuchs und Hase noch gute Nacht. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Für Wiler-Ersigen war sie das gestern Abend lange nicht. Am Ende erkrampfte sich der Meister einen 6:4-Sieg und führt nun in der Viertelfinal-Serie mit 2:0.

 

Michael lüthi/ Mittellandzeitung vom 14.2.

 

Die Berger-Truppe spielte phasenweise erschreckend schwach. Vor allem die erste Linie mit Gerber, Krähenbühl und Steffen enttäuschte auf der ganzen Linie. Kreativ-Kopf Gerber steckt in einer Schaffenskrise. Er kommt nicht auf Touren. Mit ihm gingen auch seine Sturmpartner unter. Während es für Wiler darum geht langsam in den Playoff-Rhythmus zu kommen, ist diese Serie für Grünenmatt das Grösste, das Highlight des Jahres. Den «Mättelern» schienen auch gestern wieder Flügel zu wachsen. Aber zu mehr als einem Achtungserfolg reichte es dann doch nicht. Auch das neunte Duell mit dem Szenendominator ging verloren.

Nach knapp 18 Minuten lag Wiler erwartungsgemäss 4:2 vorne, nach 40 Minuten stand es 4:4. Grünenmatt schnupperte erneut an der Sensation. Aber zwei Schwerarbeiter und Playoff-Spezialisten haben dem Aussenseiter die Suppe erneut versalzen. Mutti und Fankhauser erzielten ab der 43. Minute - innert 46 Sekunden - ein Doppelpack. Damit war der Mist im Emmental geführt. Die Gastgeber waren nicht mehr in der Lage zu reagieren. Wiler kontrollierte die Partie und brachte den Sieg sicher nach Hause.

Marcel Siegenthaler, Wiler-Ersigens Sportchef, schüttelte während der Partie mehr als einmal den Kopf. «Wenigstens ist Simi Olympiasieger», flachste er in gewohnter Manier. «Wenn einige Spieler den gleich Biss wie Fabio Mutti hätten, dann müssten wir gar nicht spielen, dann wäre der Fall klar», sagte er weiter. Er stellte bei einigen Akteuren fest, dass sie noch gar nicht in den Playoffs angekommen sind. «Einige versuchen immer noch mit der Leichtigkeit der Qualifikation zu spielen. Die rechnen gar nicht damit, dass man gegen diesen Gegner verlieren könnte. Playoff ist Arbeit, so wie die dritte Linie das zeigt.» Heute gehts in Sumiswald (17 Uhr) in die dritte Runde.

 

Grünenmatt - Wiler-Ersigen 4:6 (2:4, 2:0, 0:2)
Forum Sumiswald. - 485 Zuschauer. - SR Erhard/Renz. - Tore: 4. (3:34) Frejd (Sikora) 1:0. 4. (3:52) C. Hofbauer (M. Hofbauer) 1:1. 16. (15:48) Garnier (Mäkipää) 1:2. 17. (16:42) Frejd (Sikora) 2:2. 17. (16:59) Wallgren 2:3. 18. (17:57) Mäkipää (Zürcher) 2:4. 36. Sollberger 3:4. 40. (39:25) Frejd 4:4. 43. (42:33) Mutti (J. Schneeberger) 4:5. 44. (43:19) Fankhauser (Krähenbühl) 4:6. - Strafen:1mal 2 Minuten gegen Mäkipää.
Grünenmatt: Nieth; Flükiger, Chrapek; Zimmermann, L. Schneeberger; Beer, Renggli; Sebek, Sikora, Frejd; Rindlisbacher, Sollberger, Lüthi; Arm, Flühmann, Meyer; Schneiter, Hirschi.
Wiler-Ersigen: Streit; J. Scheeberger, Flury; Eggs, Wallgren; Garnier, Bieber; Steffen, Gerber, Krähenbühl; Mendelin, M. Hofbauer, C. Hofbauer; Zürcher, Mäkipää, Mutti.
Bemerkungen: Wiler ohne Berger, Thorsell und Hirschi (alle verletzt). 9. Pfostenschuss Wallgren. 12. Flury scheidet verletzt aus. 56. Pfostenschuss Krähenbühl. 58:02 - 59:32 Grünenmatt ohne Torhüter, dafür mit sechs Feldspielern.