Playoff-Halbfinal vs. Tigers Langnau - vorweggenommener Final?
Zweiter Akt - Vorhang für Thorsell definitiv gefallen
12.3. Nach dem letztlich ungefährdeten 7:1-Sieg im Playoff-Halbfinal-Auftaktspiel gegen die Tigers Langnau folgt nun am Wochenende der zweite Akt. Gleich zweimal innerhalb von 21 Stunden muss der Meister in Biglen antreten und hofft, mit einer Führung in der „best-of-seven-Serie“ wieder nach Kirchberg zurückzukehren. Mindestens ein Spiel soll gewonnen werden. Dass die Berger-Truppe dazu genügend Mittel hat, konnte sie am Mittwoch eindrücklich untermauern. Alle drei Linien waren kompakt, hielten jede gegnerische Linie im Griff und waren offensiv klar kreativer als die Tigers. Einen Abstrich gilt es lediglich hinsichtlich der Startphase zu machen, als beim SVWE das nackte Chaos herrschte. Nur mit viel Glück und dank Goalie Streit konnte ein Rückstand vermieden werden. Begründet wird diese verschlafene Startphase mit der langen Pause seit dem letzten Viertelfinalspiel. Somit sollte der Meister in Biglen diesmal also von der ersten Sekunde an bereit sein, denn schliesslich sind Gerber, Hofbauer und Co. nun wieder im Rhythmus, auch dank „Playoff-Monster“ Fabio Mutti, der mit seinen Toren zum 1:0 und 3:0, einmal mehr für den Weckruf besorgt war und nach sechs Spielen nun schon bei 7 Toren steht.
Die schlechte Meldung für den SVWE kommt – nicht ganz unerwartet - in der Personalie Olle Thorsell. Der Schwede muss die Saison definitiv abbrechen, die Knieprobleme lassen keinen Einsatz zu. Der letztjährige Meister-Captain musste sich letzten Mai einer Knieoperation unterziehen, hatte Mitte August einen neuerlichen Vorfall und konnte wegen anhaltenden Schmerzen erst ab Februar mit der richtigen Rehabilitation beginnen. Ob Thorsells Knie künftig den Belastungen des Unihockeysports standhalten wird, kann noch nicht abschliessend beurteilt werden.
Erster Akt
8.3. Und wieder einmal stehen wir vor einem Playoff-Duell Wiler-Ersigen vs. Tigers Langnau. Schon zweimal gab es diese Paarung in den letzten Jahren, zweimal allerdings in einem Playoff-Final, beide Male mit positivem Ausgang für den SVWE, was an dieser Stelle natürlich nicht unerwähnt bleiben sollte. Erstmals treffen die beiden dominierenden Teams der letzten Jahre nun bereits in einem Halbfinale aufeinander. Man darf also getrost von einem vorweggenommenen Finalspiel sprechen. Dies soll nun nicht despektierlich klingen gegenüber der anderen Halbfinalpaarung. Doch wenn der Serienmeister und Qualidominator und der Vizemeister und der quasi Doppel-Cupsieger aufeinandertreffen, dann ist es halt schon so etwas wie ein vorweggenommenes Finale.Aber in Wirklichkeit geht es "nur" um den Einzug in den Final und beide Seiten werden sich hüten, schon weiter zu denken. Die Aussicht auf maximal sieben Duelle innerhalb von 19 Tagen ist Herausforderung genug. Prognosen zu stellen ist schwierig. Spricht die grössere Ausgeglichenheit des Kaders für den Meister, so das aktuelle mentale Hoch sicher für die Tigers. Könnte der fehlende Rhythmus nach der 17tägigen Pause gegen den SVWE sprechen, dann allenfalls die grössere Müdigkeit gegen die Tigers. Eine Revanche für das letztjährige Finale ist die Partie nur bedingt. Schliesslich geht es ja nicht um die Meisterschaft und zudem stehen beim SVWE diesmal ganz andere Spieler im Fokus. Thorsell, Vänttinen, Bichsel, Berger, Zimmermann, Jungo - sie alle hatten das letztjährige Finale geprägt und sind aus unterschiedlichen Gründen diesmal nicht dabei. Bei den Tigers hat einzig Dysli die Rolle von Lehti übernommen, ansonsten laufen in den Hauptrollen die Protagonisten des Vorjahres auf.
Beide Teams gewannen zwar ihre Heimspiele in dieser Saison und zeigten sich zuletzt in Kirchberg und Biglen eigentlich stets als heimstark, doch der Heimvorteil dürfte nicht so eine grosse Rolle spielen. Vielmehr wird es entscheidend sein, welches Team in der Serie wachsen wird und das Momentum in der entscheidenden Phase auf seine Seite kippen kann. Garantiert ist immerhin einiges: Spannende Spiele, Emotionen, volle Hallen und hoffentlich eine ebenso epische Serie wie die letztjährige Brünnli-Serie. Und noch eines: Dem SVWE droht - erst zum zweiten Mal in der Aera Berger- eine Saison ohne Titelgewinn. Dagegen wird sich das Team mit aller Macht stemmen und der eine oder andere Spieler dürfte als Motivation die Bilder der letztjährigen Meisterschaftsentscheidung abrufen. Auch wenn erst die Halbfinalserie ansteht. Playoffs 2010
Bildlegenden. Im Vorjahr noch als Gäste im Brünnli dabei, diesmal ist ihnen wieder eine Hauptrolle zugedacht: Die Gebrüder Hofbauer. Dafür definitiv nicht sehen wird man die dynamischen Rushes von Olle Thorsell.




















