7. Runde: Köniz - SVWE 3:5
Mini-Leistung, optimale Ausbeute, Verteidiger gehen aus
Sieben Spiele, sieben Siege. Wiler-Ersigen bleibt der unangefochtene Leader der Königsklasse. Die Berger-Truppe rang ein aufsässig spielendes Köniz im Spitzenkampf dank Toren von Krähenbühl und Mendelin (Bild) im Schlussdrittel 5:3 nieder.
von michael lüthi, wünnewil/Mittellandzeitung
Aller guten Dinge sind drei. In den letzten zwei Jahren hat Wiler-Ersigen nach der Nationalmannschafts-Pause im November gegen die Tigers Langnau und Malans beide Spiele verloren. Nun gabs im dritten Anlauf dieser kleinen Serie den ersten Sieg. Vor drei Wochen entschied die Berger-Truppe den ersten Spitzenkampf gegen Malans (Tabellen-Zweiter) klar zu ihren Gunsten (11:4). Nun musste auch der Ranglisten-Dritte Köniz als Verlierer vom Feld. In der Schweizer Meisterschaft führt zurzeit kein Weg am Szenen-Dominator vorbei. Wiler-Ersigen spielt vor allem in der Defensive in einer anderen Liga. In den sieben bisherigen Partien kassierte der Leader im Durchschnitt nur gerade 2,7 Törchen. Und dies ist mehr als bemerkenswert: Auf diese Saison hin wurden mit Jungo und Bichsel zwei Nativerteidiger abgegeben und mit Thorsell, Eggs und Berger haben drei Verteidiger verletzungshalber noch keine Minute gespielt. Zudem musste nun auch noch Bieber passen. Und die Verletzungsserie reisst nicht ab: Mit Schneeberger schied ein weiterer Verteidiger verletzt aus und wird mit einer Knieverletzung mit Sicherheit länger ausfallen.
Wiler zeigte gestern keine berauschende Leistung. Der Meister agierte wenig überzeugend. Es fehlte die letzte Konsequenz, im Abschluss sündigten die Emmentaler etliche Male. Leistungsträger wie Christoph Hofbauer und Roger Gerber spielten unter ihren Möglichkeiten. Aber Köniz vermochte daraus kein Kapital zu schlagen. Ohne ihren verletzten schwedischen Angriffs-Motor Daniel Calebsson lag für die Stadtberner nicht mehr drin. Das spricht nicht für die Ausgeglichenheit der Liga: Auch mit einem stockenden Motor und umgestellten Linien fährt der Serien-Meister an der Konkurrenz vorbei.
Wiler-Ersigen musste beissen. Und es biss sich an den hartnäckigen Könizern immer wieder die Zähne aus. Die jungen Stadtberner spielten aufsässig, agierten ohne Furcht vor dem übermächtigen Gegner. Als Krähenbühl (16. Minute) und Zürcher (17.) innert 20 Sekunden auf 3:1 erhöhten, schien es eine klare Sache zu werden. Aber Köniz hielt dagegen, der Meister war nicht in der Lage dem Gastgeber vorzeitig die Flügel zu stutzen. Geiser verkürzte auf 2:3 (27.). Und als Krähenbühl in der 47. Minute auf 4:2 erhöhte, hatten die Könizer eine Antwort parat: Sigg erzielte mit einem Sonntagsschuss das 3:4. Joker Mendelin war es schliesslich, der die jungen Könizer ins Verderben schoss (55.). Für Wiler war es im Duell mit Köniz in der Meisterschaft bereits der sechste Sieg in Serie.
«Wir wussten, dass wir uns auch in einer solchen Partie noch steigern können», sagte Christoph Hofbauer. Er und seine Kollegen seien dieses Mal nicht so parat gewesen, erklärte er weiter. «Köniz hat einen sehr guten Job gemacht. Wir sind mit dem Sieg noch gut davongekommen», führte er aus
Köniz - Wiler-Ersigen 3:5 (1:3, 1:0, 1:2)
Sporthalle Wünnewil. - 610 Zuschauer. - SR Baumgartner/Kläsi. - Tore: 9. (8:37) Gerber (Wallgren/Ausschluss D. Wälti) 0:1. 10. (9:02) Sigg (Holdener) 1:1. 16. (15:44) Krähenbühl (Wallgren) 1:2. 17. (16:04) Zürcher (Balmer) 1:3. 27. Geiser (Fröhlich) 2:3. 48. (47:05) Krähenbühl (Hirschi) 2:4. 49. (48:56) Sigg (Zingg) 3:4. 55. Mendelin (Krähenbühl) 3:5. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Köniz, 1mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen.
Köniz: Leisi; Kuchen, Muralt; Trüssel, Schmocker; Holdener, Geiser; N. Wälti, Wanner, Kissling; Danuser, Zingg, D. Wälti; Angst, Sigg, Fröhlich.
Wiler-Ersigen: Streit; Schneeberger, Flury; Hirschi, Wallgren; Garnier, Balmer; Wittwer, Gerber, C. Hofbauer; Mutti, M. Hofbauer, Krähenbühl; Zürcher, Mäkipää, Fankhauser; Mendelin.
Bemerkungen: Wiler-Ersigen ohne Thorsell, Berger, Bieber und Eggs (alle verletzt). 6. Pfostenschuss C. Hofbauer. 47. Schneeberger scheidet verletzt aus. 54:16 Time-out Köniz. 58:40 bis 59:37 Köniz ohne Torhüter, dafür mit sechs Feldspielern.



















