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18. Runde: Tigers Langnau - SVWE 5:3

«Es war zum Teil fast unheimlich»

 

Mit 14 Punkten Vorsprung auf GC ist Wiler-Ersigen zum siebten Mal in Serie Qualifikationssieger. Kleiner Wermutstropfen: Zum Abschluss gab es gegen die Tigers die erste Niederlage nach 60 Minuten.

 

michael lüthi/Mittellandzeitung

 

Lange Zeit war es fast schon unheimlich wie Wiler-Ersigen durch die Qualifikation gerast ist. Wie Skiass Didier Cuche in Kitzbühl liessen die Emmentaler die Konkurrenz stehen. Die Berger-Truppe spielte wie in einer anderen Liga, wie von einem anderen Stern. Der Ball rollte für den Serienmeister. Die Gegner konnten sich am Ende jeweils nur anerkennend verbeugen. Es war bereits Wilers siebter Qualifikationssieg in Serie. Stolze 14 Punkte liegen die Berner vor dem zweitplatzierten GC. Mit 49 Punkten erreichte der Triumphator die gleiche Marke wie im letzten Jahr. Nur in der Triple-Saison (2004/05) reichte es gar noch zu einem Punkt mehr.

Gestern Abend in Biglen gabs zum Qualischluss einen kleinen Wermutstropfen: Wiler-Ersigen unterlag den Tigers Langnau mit 3:5 und kassierte die erste Saisonniederlage nach 60 Minuten. Damit gewann die Berger-Truppe 16 Spiele, unterlag gegen Rychenberg einmal in der Verlängerung und nun eben der Tauchgang gegen die Langnauer.

Gegen die Tigers war Wiler-Ersigen erstmals in dieser Saison so richtig gefordert. Es war ein harter Fight, eine Schlacht. Es war ein echter Playoff-Test für Wiler-Ersigen. Ein Test, den es nicht bestanden hat. Die Tigers spielten agressiver und brachten den Wiler-Express mit seiner Manndeckung zum Entgleisen. Solche Spiele bringen den Meister weiter. Und gut, dass sich Langnau in der letzten Runde die Playoff-Quali doch noch geholt hat. Denn Playoffs ohne die Tigers wären wie ein Hot-Dog ohne Wurst.

 

Cup-Out trübt das Bild
Während die Niederlage gegen die Tigers nur kurz schmerzt, sitzt das Cup-Aus im Halbfinal gegen St. Gallen beim Meister immer noch tief. «Das Cupspiel trübt das ganze Bild schon», sagt Wiler-Captain Matthias Hofbauer. «Ich hatte in St. Gallen teilweise das Gefühl, dass die permanent zu sechst auf dem Feld standen.» Es sei ein Zeichen gewesen, dass halt bei Wiler auch nicht alles einfach selbstverständlich sei. «Wir wissen jetzt wieder, dass die Playoffs auch für uns zur grossen Herausforderung werden», sagte Hofbauer weiter.

Der Gesamteindruck der Qualifikation bleibt beim Schweden-Rückkehrer aber trotzdem positiv: «Ich bin sehr, sehr zufrieden. Wir hatten viele Verletzungen zu beklagen, haben das aber super weggesteckt und gezeigt, dass wir den Aufgaben gewachsen sind.» Die phasenweise erschreckende Dominanz des Titelverteidigers erschreckte auch Hofbauer. «Es war zum Teil fast schon unheimlich.» Er sieht in erster Linie die «extreme Effizienz beim Toreschiessen» als Schlüssel zum Erfolg. In der Tat musste Wiler oft nur ganz geringen Aufwand betreiben, um zu seinen Siegen zu kommen. «Und vor allem unsere dritte Linie war sehr stark. Sie konnte wie alle übrigen ein Spiel im Alleingang entscheiden», sagte Hofbauer. Nach den zwei Niederlagen in den letzten zwei Spielen sei man nun bereit für die Playoffs. «Das war wie ein Weckruf.» Einen Weckruf bräuchte auch Wiler-Trainer Thomas Berger. «Ich geben den Medien zurzeit keine Auskunft», sagte er nach dem Tigers-Spiel nur.


Tigers Langnau - Wiler-Ersigen 5:3 (1:0, 1:1, 3:2)
Espace Arena, Biglen. - 691 Zuschauer. - SR Brugger/Moser. - Tore: 4. Lüthi (M. Gerber) 1:0. 32. Mühlethaler (Stucki/Ausschluss C. Hofbauer) 1:1. 40. (39:21) R. Gerber (Krähenbühl) 2:1. 48. Stucki (Lüthi) 3:1. 50. M. Hofbauer (Mendelin) 3:2. 55. (54:40) Krähenbühl (Flury) 3:3. 56. (55:33) M.-O. Gerber (Wyss) 4:3. 59. Steve Siegenthaler (M.-O. Gerber) 5:3. - Strafen: je 2mal 2 Minuten.
Tigers Langnau: P. Gerber; M. Gerber, Wyss, Dysli; Rindlisbacher; Zalesny, Stucki, Lüthi; M.-O. Gerber, Oilinki, Mühlethaler; Burkhalter, Hofer, Steve Siegenthaler; Held.
Wiler-Ersigen: Streit; Schneeberger, Flury; Hirschi, Wallgren; Eggs, Bieber; Fankhauser, R. Gerber, Krähenbühl; Mendelin, M. Hofbauer, C. Hofbauer; Zürcher, Mäkipää, Mutti.
Bemerkungen: Wiler ohne Thorsell (rekonvaleszent) und Steffen (U21), Tigers ohne Suter und Buser (beide verletzt). 51:50 Time-out Tigers. 59:06 Time-out Wiler.