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13. Runde: SVWE - GC Unihockey 5:4

 

 

Die 13 als Wiler-Ersigens Glückszahl 

 

GC ist neben Wiler-Ersigen zurzeit das beste Team der Liga. Die Zürcher verlangten dem unangefochtenen Leader alles ab. Am Ende hatten die Berner einmal mehr den längeren Atem. Der 5:4-Erfolg war Wilers 13. Sieg im 13. Spiel.

michael lüthi/Mittellandzeitung

 

Sonntag, 13. Dezember. Wiler-Ersigen trat zu seinem 13. Spiel der Saison an. Für die Berner war die von vielen verfluchte Zahl eine Glücksziffer. Die Berger-Truppe bleibt auch nach 13 Spielen ungeschlagen - eine unglaubliche Bilanz. GC hätte den Lauf des Leaders aber beinahe gestoppt. Die Zürcher holten vor dem gestrigen Duell mit den Bernern in acht Partien 20 Punkte. Sie sind neben dem Liga-Dominator das Team der Stunde. Wie schon im Hinspiel in der vierten Runde endete die Partie mit nur einem Tor Unterschied - ein echter «Chrampf» für Wiler.

Alles lief im Zuchwiler Sportzentrum wie immer. Nach nur 16 Minuten führte Wiler-Ersigen bereits mit 3:0 (zwei Tore fielen im Powerplay). GC wirkte verunsichert und sündigte vor allem im Abschluss immer wieder. Der Respekt vor dem grossen Widersacher schien zu gross. Auf Fehlzuspiele reagierte GC wie verstört, wusste nichts mit dem Ball anzufangen. Aber die Gäste liessen sich nicht distanzieren und waren nach zwei Dritteln mit einem 2:4-Rückstand immer noch im Rennen.

Im Schlussdrittel erfolgte für viele die Erlösung. Endlich kitzelte eine Mannschaft alles aus Wiler-Ersigen heraus, ja brachte sie an den Rand der Niederlage. Scalvinoni und Jakubek glichen mit einem Doppelschlag in der 46. Minute die Partie aus. Die 540 Zuschauer in Zuchwil tobten und peitschten ihre Mannschaft an. Endlich kam wieder einmal so richtig Stimmung auf.

 

Siegestorschütze Mendelin
Der Leader wankte und musste knapp zehn Minuten vor dem Ende in Unterzahl agieren. Die Wiler-Akteure bissen auf die Zähne, wehrten sich erfolgreich mit Händen und Füssen. Ein goldiges Händchen bewies am Ende wieder einmal Patrick Mendelin. Gut drei Minuten vor Schluss traf er zum alles entscheidenden 5:4-Sieg seiner Farben. Sofort rannte die ganze Mannschaft aufs Feld, um den Torschützen zu feiern. Ein Bild mit Seltenheitswert: es unterstreicht die Wichtigkeit des hart erarbeiteten Sieges. Solche Erfolge tun Wiler-Ersigen gut. So verlernt es nicht, wie es sich in ganz engen Spielen verhalten muss.

GC ist in dieser Verfassung Wiler-Ersigens härtester Herausforderer. Die Zürcher tanzten gestern auf Augenhöhe mit dem Szenendominator und haben einmal mehr bewiesen, dass ihnen die Berner als Gegner liegen. Aber Wiler-Ersigen hatte, wie eigentlich immer in dieser Saison, die besseren Einzelspieler in seinen Reihen: Patrick Mendelin schoss zwei Tore und Teamleader Matthias Hofbauer war an drei Treffern beteiligt.

 

Wiler-Ersigen - GC 5:4 (3:1, 1:1, 1:2)
Sportzentrum Zuchwil. - 540 Zuschauer. - SR Keller/Stalder. - Tore: 4. M. Hofbauer 1:0. 14. Mendelin (Gerber/Ausschluss Sutter) 2:0. 16. C. Hofbauer (M. Hofbauer/Ausschluss Maffioletti) 3:0. 19. Allamand (Scalvinoni) 3:1. 30. Mäkipää 4:1. 36. Meier (Bodén) 4:2. 46. (45:10) Scalvinoni 4:3. 46. (45:55) Jakubek (Bodén) 4:4. 57. Mendelin (M. Hofbauer) 5:4. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen, 2mal 2 Minuten gegen GC.
Wiler-Ersigen: Haab; Eggs, Flury; Wallgren, Hirschi; Garnier; Wittwer, Gerber, C. Hofbauer; Mendelin, M. Hofbauer, Fankhauser; Zürcher, Mäkipää, Mutti; Krähenbühl.
GC: Bruderer; Hostettler, Nilsson; Jakubek, Lundström; Helfenstein, Maffioletti; Scalvinoni, Allamand, Sutter; Bodén, Grüter, Meier; Zimmermann, Mächler, Parli.
Bemerkungen: Wiler-Ersigen ohne Thorsell, Schneeberger und Berger (alle verletzt) und Balmer (krank). 58:07 Time-out GC. 58:30 bis 59:42, 59:51 bis 60:00 GC ohne Torhüter, dafür mit sechs Feldspielern.