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Kein Wohlfühl-Polster für Wiler in Zürich


(Bericht MZ vom Montag 21.9.)

Nach dem grandiosen 11:4-Erfolg gegen Floorball Köniz trat Wiler-Ersigen gestern Sonntag in Zürich gegen die Grasshoppers an.

"Jetzt sind auch die Berner in Zürich angekommen". Mit diesen Worten eroberte eine Handvoll Wiler-Ersigen-Fans zehn Minuten vor Anpfiff die Tribüne in der Zürcher Hardau.. Mit Pauken und Trompeten. Und mit der Erwartung, ihr Team siegen zu sehen. Doch auch die GC-Fans hofften auf Unihockey-Grosstaten: den amtierenden Schweizer Meister zu Hause zu schlagen.
Beide Teams hatten ihr Saisonauftaktspiel gewonnen. Im Gegensatz zu den Zürchern, die in St. Gallen nur knapp mit 3:2 reüssierten, vermochte der SVWE seinen hartnäckigsten Konkurrenten aus der vergangenen Saison, Köniz Floorball, mit 11:4 regelrecht an die Wand zu spielen. Wie im Erstrundenspiel gegen Köniz kassierte Wiler-Ersigen in der vierten Minute das erste Tor. Es war Roland Zimmermann, der die Gastgeber überraschend in Führung brachte. Aber ebenso wie vergangenen Freitag konterte Wiler-Ersigen den ersten Treffer nur eine Minute später durch Lassi Vänttinen.

In der Folge startete Wiler sein Offensivspiel mit schnellen, schnörkellosen Gegenstössen. So ganz in Zürich angekommen schienen die Berner Spieler aber noch nicht zu sein, häufig noch blieb der Ball in der äusserst kompakt stehenden Zürcher Abwehr hängen. GC war auf der Hut, verteidigte hart und zeigte ein sehr engagiertes Spiel. Erst in der 15. Minute fiel das zweite Tor für die Berner, wieder war es die zweite Linie, die eine Lücke in der Zürcher Abwehr auszumachen vermochte. Lassi Vänttinen traf zum zweiten Mal.
Schnell und schnörkellos kombinierte Wiler, aber nicht immer allzu präzis. Verpasste Bälle wurden von GC blitzschnell zurückerobert. Die Berner Führung hielt nicht lange, in der 18. Minute traf GCs Andreas Gahlert nach einem Freistoss von André Hostettler zum 2:2.
Im Mitteldrittel: In der 25. Minute traf Reto Balmer nach einem punktgenauen Zuspiel durch Vänttinen zum 3:2 für Wiler. Die erneute Führung verlieh Wiler Schwung, vermehrt tauchten sie in der Folge vor GC-Torhüter Parli auf. Die Berner waren jetzt zwar in Zürich angekommen, besonders wohl konnten sie sich jedoch noch nicht fühlen. Dafür fehlte das beruhigende Polster von mehr als einem Tor Vorsprung. Mehr als ein Eintor-Pölsterchen vermochte sich Wiler-Ersigen vorerst nicht zu verschaffen, zu hartnäckig wehrten sich die Zürcher. Mit viel Laufarbeit und Distanzschüssen versuchten sie immer wieder, den Ausgleich zu schaffen. Mehr noch als die Tribüne unter den Paukenschlägen der Wiler-Fans erzitterten diese in der letzten Minute des Mitteldrittels. GC stand dem Ausgleichstreffer mehrmals gefährlich nahe. In der allerletzten Sekunde landete GC einen Treffer - zu spät, zum Glück.
In der 44. Minute dann der vierte Treffer für Wiler-Ersigen - und der zweite für Lassi Vänttinen an diesem Abend. Richtig wohl in Zürich begannen sich der SVWE erst in der 56. Minute zu fühlen, als Patrick Mendelin zum 5:2 traf und damit das ersehnte Polster auf komfortable Dicke anwachsen liess. "Hauptsache gewonnen", brachte es Wiler-Ersigen-Spieler Dave Wittwer nach Spielende auf den Punkt. Zürich hatte sich als ungemütlicher und aufsässiger Gastgeber für den Schweizer Meister erwiesen.

 

Grasshopper Club Zürich – SV Wiler-Ersigen 2:5 (2:2, 0:1, 0:2)

Hardau, Zürich. 230 Zuschauer. SR Kläsi/Baumgartner.
Tore: 4. Zimmermann (Sutter) 0:1. 6. Zürcher (Vänttinen) 1:1. 15. Vänttinen (Jungo) 1:2. 18. Gahlert (Hostettler) 2:2. 26. Balmer (Vänttinen) 2:3. 44. Vänttinen (Zürcher) 2:4. 56. Mendelin (Krähenbühl) 2:5.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen GC. 2mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen.

GC: N. Parli, Kamaj, Hostettler, Helfenstein, Jakubek, Pulfer, Holdener, Daniels, Gahlert, Maffioletti, Racine, Sutter, Scalvinoni, Abegg, Sigrist, L. Parli, Geiger, Zimmermann, Scherrer.

Wiler-Ersigen: Haab; Thorsell, Bichsel; Krähenbühl, Gerber, Mendelin; Jungo, Wallgren; Zürcher, Balmer, Vänttinen; Bieber, Eggs; Mutti, Sladky, Zimmermann; Wittwer.