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Die Differenz im Schussabschnitt herbeigeführt


In der zweitletzten Partie der Qualifikation gewinnt Wiler-Ersigen ohne grossen Glanz. Die Berner waren zwar das bessere Team, mussten aber lange um den Sieg zittern.



VON RETO LINIGER, CHUR

Bereits vor der gestrigen Partie gegen Chur stand Wiler erneut als Sieger der Qualifikation fest. Für die zwei verbleibenden Spiele galt es aber nochmals mit der nötigen Motivation und Konzentration ans Werk zu gehen. Die Herausforderung spielte sich also für die Berner mehr in den Köpfen als auf dem Spielfeld ab. «Wir haben die Spieler nochmals darauf aufmerksam gemacht, dass auch heute noch ein Ernstkampf ist. Die lange Reise nach Chur haben wir angetreten, um drei Punkte zu holen – das ist die Vorgabe», sagte Wiler-Ersigens Assistenztrainer Thomas von Känel vor dem Spiel. Klar war aber, dass die Berner ohne Druck und frei von der Leber weg aufspielen konnten. In Zugzwang war das Heimteam aus Chur. Sie brauchten dringend Punkte, um sich definitiv in die Finalrunde zu retten. Wiler-Ersigen wies aber gegen Chur bisher eine durchwegs makellose Bilanz auf. Und auch in der gestrigen Partie waren die Berner ein zu grosser Brocken für die Bündner.



TROTZ DER MOTIVATIONSSPRITZE, welche die Berner vor dem Spiel vom Trainer-Stab verabreicht bekamen, blieben sie lange Zeit weit unter ihren Möglichkeiten. Zwar war Wiler-Ersigen mehr in Ballbesitz und erarbeitete sich ein deutliches Chancenplus, doch schaute dabei nichts Zählbares heraus. Die Bündner kämpften mit dem Mute der Verzweiflung und forderten den Bernern in den zwei ersten beiden Spielabschnitten alles ab. Wiler begeisterte zwar immer wieder mit schönen Ballstafetten. Doch die Churer profitierten ungewohnt oft von Fehlpässen der Gäste und nutzten diese zu Kontern. Vor dem letzten Spielabschnitt fand jedoch Wiler-Trainer Thomas Berger die richtigen Worte. Die Berner schalteten zwei Gänge hoch, Vänttinen und Wallgren schossen ihr Team innert vier Minuten mit zwei Toren in Front – der Kuchen war gegessen. Vier Minuten vor Ende rundete Patrick Mendelin das Ergebnis mit seinem Treffer zum 5:3 ab.



DER SIEG GEHT SO IN ORDNUNG. Nach zwei verschlafenen Dritteln vermochten die Berner sich nochmals zu steigern und sorgten mit diesem Sieg für den 13. Erfolg in Serie gegen das Team aus Chur. Der Effort im Schlussdrittel sorgte für einen versöhnlichen Abschluss: «Obwohl unser Trainer nicht laut geworden ist in der letzten Drittelspause, wusste jeder von uns, dass es so nicht weitergehen kann», sagte Yvan Jungo nach dem Spiel. «Ausserdem wollten wir bei der weiten Anreise nicht mit nur einem Punkt aus Chur zurückkehren. Diese Punkte brauchen wir als Polster in der Masterrunde».

 

Chur Unihockey - SV Wiler-Ersigen 3:5 (1:1, 1:1, 1:3)

Gewerbliche Berufsschule (Chur). 387 Zuschauer. SR: Bösch/Schwarz

 

Tore: 15. (14:02) Zimmermann (Wallgren/Ausschluss Jungo!) 0:1. 16. (15:56) Cavelti (Jacobsen) 1:1. 36. Binggeli (Cadisch) 2:1. 39. Balmer (Wallgren) 2:2. 44. Vänttinen (Thorsell) 2:3. 48. Wallgren (Eggs) 2:4. 56. Mendelin (Vänttinen/Ausschluss von Gunten) 2:5. 60. Schneider (Ausschluss Vänttinen) 3:5.

 

Strafen: Chur: 3-Mal 2 Min. Wiler: 3-Mal 2 Min. plus 5 Min. (Vänttinen).

 

Chur Unihockey: Nidecker; von Gunten, Larsen; Schneider, Darms; Disch, Beyeler; Adank, Cavelti, Jacobsen; Cadisch, Binggeli, Vitetti; Kaltenbrunner, Lutz, Kunz.

 

SV Wiler-Ersigen: Streit; Bichsel, Thorsell; Wallgren, Eggs; Bieber, Jungo; Mäkipää, Mendelin, Vänttinen; Zimmermann, Balmer, Zürcher; Mutti, Wittwer, Zeller.


Bemerkungen: Chur Unihockey ohne Kellenberger und Putzi (beide verletzt). Wiler-Ersigen ohne Gerber (krank) sowie Berger und Krähenbühl (verletzt). 56. Pfostenschuss Studer.