Grosszügige Geschenke hüben wie drüben
Zwei Teams in vorweihnächtlicher Spendierlaune verteilten munter Geschenke, wahrten immerhin die Hierarchie und sorgten dafür, dass der Meister dank dem 8:6 über GC als Leader in die Festtagspause geht und ein überaus erfolgreiches Unihockeyjahr mit einem weiteren Erfolgserlebnis abschliessen konnte. Weltmeister Lassi Väntinnen tarf wie im WM-Final dreimal.
Man war gespannt auf die Auswirkungen der WM auf das Leistungsvermögen der zahlreihen SVWE-Akteure, die in Prag Kraft gelassen hatten, um mit Edelmetall zurückzukehren. Nun, im Startdrittel wirbelte der Block um SVWE-Genie Gerber, WM-Goldschütze Vänttinen und Aufsteiger Mendelin als wäre es das erste und nicht das letzte Spiel eines langen Jahres. Einmal mehr ging der Meister mit einer 4:1-Führung in die erste Drittelpause. Und wie schon gegen Malans und zuletzt gegen Köniz wurde es doch noch ein unruhiger Abend für die Trainercrew Berger/von Känel sowie die 700 Zuschauer. Zwar glückte Gerber zu Beginn des Mittelabschnittes in Anschluss an die schönste Kombination des Abends noch das 5:1, doch ab jenem Tor zeigte die Leistungskurve des Heimteams steil nach unten. Im Angriff nun zu verspielt, wurden die Chancen fahrlässig ausgelassen, und gleichzeitig offerierte man dem Gegner seinereits zuviele Gegenstösse. Die Zürcher liessen sich nicht zweimal bitten und holten bis kurz vor Drittelsende auf 5:4 auf, brachten sich aber durch einen peniblen Lapsus (Gegentor trotz eigenem Freistoss vier Sekunden vor der Sirene!) in aller letzter Sekunde beinahe um die Früchte der Aufholjagd. Vänttinen zeigte sich wie im WM-Final eiskalt und erzielte sein drittes Tor und stellte wieder auf zwei Tore Differenz. Auch im Schlussdrittel skorte zuerst der Meister und schien nach dem 7:4 durch Berger endgültig auf der Siegesstrasse. Doch GC fightete aufopfernd und nutzte die Unzulänglichkeiten in der SVWE-Defensive zu weiteren zwei Toren. Zittern um den 9. Sieg im 11. Spiel musste der SVWE trotzdem nicht, weil am Ende ein Powerplay GC nicht nur den Wind aus den Segeln nahm, sondern in diesem Mendelin mit dem 8:6 die endgültige Entscheidung gelang. Fazit: Man sollte nicht das Haar in der Suppe suchen, sondern die feine Kost, welche das Team in diesem Herbst regelmässig präsentierte, würdigen. Steigerungspotential ist noch vorhanden, in allen Bereich. Team und Staff werden nach einer kurzen Weihnachtspause die Unternehmungen Cup und Meisterschaft mit vollem Elan und ohne Unterbrechungen von internationalen Anlässen angehen. Bereits am 3. Januar geht es weiter mit acht Spielen innerhalb von vier Wochenenden.
Wiler-Ersigen - GC Unihockey 8:6 (4:1, 2:3, 2:2)
Sportzentrum Zuchwil. - 700 Zuschauer. - SR Güpfert/Servodio. - Tore: 1. (0:32) Bieber (Gerber). 7. Vänttinen (Gerber) 2:0. 12. Parli (Abegg) 2:1. 19. (18:01) Zürcher (Zeller) 3:1. 19. (18:10) Vänttinen ( Mendelin) 4:1. 23. Gerber (Vänttinen) 5:1. 25. Scalvinoni (Abegg) 5:2. 30. Sigrist (Kamaj) 5:3. 37. Kamaj 5:4. 40. (39:40) Vänttinen (Mendelin) 6:4. 43. Berger 7:4. 46. Gahlert (Parli) 7:5. 52. Daniels (Helfenstein) 7:6. 59. (18:25) Mendelin (Gerber) 8:6.Strafen: SVWE 2x 2 Minuten, 3x2 Min gegen GC.
Wiler-Ersigen: Haab; Bieber, Thorsell; Wallgren, Eggs, Jungo, Berger; Mendelin, Gerber, Vänttinen; Wittwer, Sladky, Zimmermann; Zürcher, Zeller, Mutti.
Bemerkungen: Wiler ohne Bichsel und Krähenbühl (beide verletzt).



















