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Wenn nur die Punkte zählen


Wie die Ausgangslage, so das Spiel: Gegen das ambitionslosen GC, verpasste es Wiler-Ersigen – ohne seine drei Stars Thorsell, Gerber und Vänttinen antretend – nach einem durchzogenen Finalrundenauftakt vollends zu überzeugen, zeigte aber streckenweise klaren Aufwärtstrend und holte sich die wichtigen drei Punkte. Doch die Reaktion fiel noch zu wenig heftig aus. Immerhin: das Playoff-Heimrecht konnte mit dem 18 Saisonsieg gesichert und die Playoff-Pole mit fünf Punkten Vorsprung verteidigt werden. Im heutigen Spiel gegen Köniz (18 Uhr, Zuchwil) kann mit der Eroberung von zwei Punkten die Pole endgültig ins Trockene gebracht werden.

Noch zu Beginn zeigte der Schweizer Meister gestern offensichtlich den Willen an diesem Abend etwas reissen zu wollen. Und damit Charakter zu zeigen, angesichts der etwas unrühmlichen Ausgangslage. Doch nach zehn Minuten und dem Ausgleich waren die anfänglichen Bestrebungen schon wieder verprasst. Mangelhafte Passqualität und Ballkontrolle brachten Trainer Berger bei seiner ersten Partie nach seiner Vertragsverlängerung desöfteren in Rage. Zwar schaffte es der Leader immer wieder Druck aufzubauen und den Gegner einzuschnüren, gelingen wollte ihm allerdings – über das ganze Spiel gesehen – eindeutig zu wenig. Der GC glich zweimal – vom 3:1 zum 3:3 (29.) und zum 4:4 (45.) – aus, schaffte es wegen mangelnder Offensivqualitäten aber nie, in den jeweiligen Momenten zuzulegen und selbst in Führung zu gehen. Aufsässig blieben die Zürcher aber bis zum Ende.

So mauserte sich Adrian Zimmermann mit den Toren vier (44.) und fünf  (49.) im letzten Abschnitt zum eigentlichen Matchwinner. „Im letzten Abschnitt konnten wir nach einem schlechten zweiten Drittel wieder deutlich zulegen“, analysierte der Aetikofer. Als erster Center agierend war er einer der wenigen, welcher den nötigen Biss und der wiederkehrende Wille auf dem Platz auch umsetzen konnte. Schliesslich zog der 25-Jährige auch eine durchaus positive Bilanz: „Gegenüber der Vorwoche konnten wir klar einen Schritt vorwärts machen: wir spielten wieder aggressiver und mit deutlich mehr Präsenz und Intensität.“
 
Wiler-Ersigen – GC Zürich 5:4 (2:1, 1:2, 2:1)
Sportzentrum Zuchwil. – 425 Zuschauer. – SR Bösch/Schwarz. – Tore: 7. Krähenbühl (Bichsel) 1:0. 10. Daniels (Abegg) 1:1. 20. (19.44) Wittwer (Zimmermann) 2:1. 26. (25.01) Berger (Mendelin) 3:1. 26. (25.55) Daniels (Abegg) 3:2. 29. Hostettler (Sigrist) 3:3. 44. (43.12) Zimmermann (Wittwer) 4:3. 45. (44.35)  Allamand (Ausschluss Jungo) 4:4. 49. Zimmermann (Krähenbühl) 5:4. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Wiler, 1-mal 2 Minuten gegen GC .
Wiler-Ersigen: Streit; Bichsel, Bieber; Berger, Wallgren; Eggs, Jungo; Wittwer, Zimmermann, Krähenbühl; Mendelin, Mäkipää, Zürcher; Mutti, Balmer, Zeller.
GC: Bruderer; Scherrer, Maffioletti; Hostettler, Holdener; Jakubek, Pulfer; Abegg, Sigrist, Daniels; Racine, Allmand, Scalvinoni; Meier, Gahlert, Sutter.
Bemerkungen: Wiler ohne Thorsell, Gerber und Vänttinen (alle angeschlagen). 32. Lattenschuss Wittwer. 59. Time-out GC. 58.08 – 59.17 und 59.37 – 60.00 ohne Torhüter dafür mit sechstem Feldspieler.