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Der letzte Wille für einen Cuptriumph fehlte auch diesmal

7.3. Man könnte nach der  3:4-Niederlage in der Verlängerung gegen die Tigers Langnau nun von Pech sprechen, zumal die Entscheidung erst noch nach einem unglücklichen Eigentor fiel. Doch immer noch scheinen einige SVWE-Spieler nicht begriffen zu haben, dass man das Cup-Glück auch erzwingen muss. Zuviele Spieler blieben unter ihren Möglichkeiten. Ein überragender Wallgren, Doppeltorschütze Krähenbühl und der dynamische Joker Fankhauser reichten nicht, die auf den Cupsieg fokussierten Tiger zu bezwingen. Da nützte es am Ende auch nichts, dass der Meister nach einem schwachen Startdrittel sich merklich steigern konnte, dreimal einen Rückstand aufholte und gegen Ende der Partie ein klares Chancenplus aufwies. Entschlossenheit und Präzision waren aber nicht ausreichend. Nun gilt es die erneute Cup-Enttäuschung möglichst rasch zu verarbeiten. Dass der SVWE dazu in der Lage sein kann, hat er in den beiden letzten Jahren bewiesen. Eine Garantie ist dies aber natürlich nicht. Der Playoff-Halbfinal gegen Alligator Malans wird kein Selbstläufer, aber immerhin befindet sich die Berger-Truppe ab sofort wieder in einer Ser


An der Ambiance und Unterstützung lag es nicht


Wilers "Genie" Roger Gerber für einmal der Pechvogel

7.3. Roger Gerber hat schon so manches Spiel für den SV Wiler-Ersigen entschieden, zuletzt im Halbfinal des Europacups gegen Helsinki mit dem Treffer in der Verlängerung. Im Cupfinal nun wurde der geniale Spielmacher des SVWE zur tragischen Figur. Er lenkte den von Zaleszny vors Tor spedierte Ball unglücklich ins eigene Tor ab. Es war der symbolische Tiefpunkt für ein erneut missglücktes Cupfinale. Die Berner Wankdorfhalle und Wiler-Ersigen, dies scheint irgendwie nicht zusammen zu passen. Im Vorfeld strahlte das Team durchaus Zuversicht aus. Und mit Vänttinen und Wallgren waren ja auch Leistungsträger nicht negativ vorbelastet, standen vor ihrem ersten Cupfinalauftritt. Doch schon die Startphase des Spiels rief bei den Wiler Fans Erinnerungen an vormalige Enttäuschungen wach. Die Berger-Truppe wirkte blockiert, gewann kaum Zweikämpfe, konnte das gewohnte Spiel nicht aufziehen. Einzig Matthias Wallgren setzte immer wieder Impulse, gewann alle Zweikämpfe und gefiel mit energischen Vorstössen. Trotzdem war der Meister mit dem 0:1 nach dem Startdrittel gut bedient, denn die Tigers waren aggressiver und spritzigerer, liessen für einmal aber ihre bekannte Abschluss-Stärke auch nicht aufblitzen. Dies lag aber auch daran, dass Wiler über gesamte Spiel gesehen in der Blockarbeit überzeugen konnte.
Gegen vorne kam die Maschinerie aber auch mit Fortdauer der Partie nur mühsam in Gang. Doch immerhin konnten nun alle drei Wiler Formationen Druck entwickeln, sich festsetzen und regelmässig gute Abschluss-Situationen heraufbeschwören. Doch ein glückliches Tor Bichsels war die einzige Ausbeute, zu unpräzis agierte der Meister um den sicheren Tigers Goalie Gerber bezwingen zu können. Dass kurz vor Drittelsende nach einem schwachen Powerplay und einem Ballverlust Zürchers noch das 1:2 eingesteckt werden musste, passte bestens ins Bild. Ebenso, dass Streit beim Treffer Oilinkis nicht gut aussah, ansonsten spielte der Wiler Schlussmann aber sehr stark und stand seinem Gegenüber in Nichts nach.
Im Schlussabschnitt sah man dann endlich den gewohnten SVWE. Die Berger-Truppe machte immer mehr Druck. Aber Wiler machte es vor allem mit Kampfgeist und Laufbereitschaft und nie mit spielerischem Genie. Bezeichnend, dass Wirbelwind Krähenbühl beide Tore im Schlussabschnitt erzielte. Auch er im zweiten Block wie Wallgren agierend, wo auch Berger, Zimmermann und Wittwer alles versuchten. Zum Matchwinner hätte aber Joker Fankhauser avancieren können. Der U19-Internationale, der wegen der Absolvierung des Bauern-Lehrjahres in dieser Saison nur reduziert trainieren kann, bereitete mit einem „Steal“ den 3:3-Ausgleich vor und hatte bei einem Abschlussversuch Pech, dass der Ball zwar unter Tigers-Goalie Gerber durchrutschte, aber vor der Linie liegen blieb. Im Endeffekt fehlten aber die Tore des ersten Blockes, um eine Verlängerung zu vermeiden. Doch mit einem nie recht in Fahrt kommenden Gerber und einem Flügelduo Vänttinen/Mendelin, welches zuviel Bälle verlor, war der SVWE-Paradeblock einfach zu harmlos, weil auch Captain Thorsell zuwenig Impulse setzen konnte und erst in der Verlängerung seinen ersten Abschluss nahm. Dieser blieb im Block hängen, der zum Konter führte, welcher das Spiel schliesslich entscheiden sollte. Es war definitiv keine Wiler Tag – wie zuletzt immer in der Wankdorfhalle, ist man geneigt anzufügen.

 

Tigers Langnau - SV Wiler-Ersigen 4:3 n.V. (1:0, 1:1, 1:2)
Neue Wankdorfhalle, Bern. - 3222 Zuschauer.
SR: Servodio/Güpfert.
Tore: 9. Marc Gerber (Stucki) 1:0. 29. Bichsel 1:1. 40. Oilinki (Zalesny) 2:1. 45. Krähenbühl (Wallgren) 2:2. 48. Zalesny (Marc Gerber) 3:2. 56. Krähenbühl (Zimmermann) 3:3. 65. Eigentor (R. Gerber) 4:3.
Strafen: 1 mal 2 Minuten gegen Tigers Langnau, keine Strafen gegen Wiler-Ersigen.
Tigers: P. Gerber; Wyss, Lehti; Suter, Markus Gerber; Held, Gehrig; Mühlethaler, Oilinki, Pergelius; Zalesny, Stucki, Marc Gerber; Hofer, Lüthi, Liechti.
Wiler-Ersigen: Streit; Bichsel, Thorsell; Berger, Wallgren; Bieber, Yungo; R. Gerber, Mendelin, Vänttinen; Zimmermann, Wittwer, Krähenbühl; Balmer, Mutti, Zürcher; Fankhauser.
Bemerkungen: 2. Pfostenschuss R. Gerber; 18. Lattenschuss Krähenbühl; 31. Lattenschuss Mendelin




Künstler der Emotionen entzaubert und ins Finale eingezogen

10.1. Wiler-Ersigen rang die Vorzeigekämpfer von Rychenberg Winterthur im Cup-Halbfinal mit 7:6 nieder. Damit steht die Berger-Truppe zum sechsten Mal im Cupfinal.

 

von michael lüthi/Mittellandzeitung

 

 

Am 7. März darf Wiler-Ersigen, nach dem Krampfsieg im Halbfinal gegen Rychenberg, zum sechsten Mal in der Berner Wankdorfhalle um den Cupsieg spielen. Gegner werden die Tigers Langnau sein. Es ist Wilers fünfter Finaleinzug in den letzten sechs Jahren. Als Sieger verliessen die Emmentaler Bern allerdings erst einmal. Für den Europacup-Zweiten des letzten Jahres ist es bereits der 15. grosse Final der Vereinsgeschichte (7-mal Meisterschaft, 6-mal Cup, 2-mal Europacup).

 

Es war ein hartes Stück Arbeit gestern im Sportzentrum zu Zuchwil. Wie Gladiatoren stellten sich die Winterthurer dem grossen Favoriten gegenüber. Die Zürcher schrien wie am Spiess, peitschten sich nach vorne. Sie sind die Künstler der Emotionen. Mit ihrem agressiven Stil wollten sie dem Gegner von Beginn weg Angst einflössen. Die Emmentaler hielten aber gut dagegen, liessen sich nicht aus dem Konzept bringen. Am Ende siegte die spielerische Klasse über das kämpferische Element. Und wie im letzten Jahr (4:0-Sieg) lachte im Cup-Halbfinal die Sonne erneut für die Berner.

 

Noch vor einer Woche demontierte Wiler denselben Gegner in dessen Halle mit 10:1. Gestern ein völlig verwandeltes Winterthur. Bis zum Umkippen kämpften die Gäste. Dreimal lagen die Zürcher in Führung (2:1, 3:2, 4:3). Sie machten die Partie für die Berger-Truppe zum Charaktertest. Nach zwei Dritteln stand es 4:4. Für die Gastgeber trafen mit Jungo, Eggs, Wallgren und Berger gleich vier Verteidiger. Spektakulär war die 29. Minute: Innert 17 Sekunden fielen drei Treffer.

 

Die Entscheidung musste im Schlussdrittel fallen. Und Rychenberg nahm sich den Wind gleich selber aus den Segeln. Die agressive, kämpferische Spielweise der Zürcher birgt auch Risiken. Zuerst musste Heller für zwei Minuten auf die Strafbank (44.) - Tor im Powerplay durch Zimmermann. Nur eine Minute später erhöhte Gerber - mit Gysin und Weber sassen gleich zwei Winterthurer auf der Strafbank - auf 6:4. 50. Minute: Gerber, der beste Wiler-Skorer im Cup (13 Punkte in vier Spielen), traf erneut und sorgte für die Vorentscheidung. Aber die Gladiatoren gaben nicht auf. Arg verwundetet setzten sie zum Schlussfurioso an. Und 117 Sekunden vor dem Ende stand es plötzlich nur noch 7:6. Wiler verfiel nicht in Panik und brachte das Ding schliesslich über die Runden.


Fabian Eggs schoss sein erstes Tor im Wiler-Dress. Die Goalgetter Mendelin und Vänttinen blieben ohne jede Wirkung. «Wenns vorne nicht klappt, müssen halt wir Verteidiger die Tore schiessen», flachste Eggs. «Ich hatte nie Angst, dass wir verlieren. Denn sie sind durch unsere Fehler zu ihren Toren gekommen. Die zwei Powerplay-Treffer zu Beginn des Schlussdrittels waren der Knackpunkt.»

 

Wiler-Ersigen - Rychenberg Winterthur 7:6 (1:1, 3:3, 3:2)

Sportzentrum Zuchwil. - 495 Zuschauer. - SR Gmür/Wunden. - Tore: 11. Jungo (Zürcher) 1:0. 16. Skalik 1:1. 21. (20:25) Schadegg (Cepek) 1:2. 29. (28:16) Eggs (Wittwer) 2:2. 29. (28:20) Schadegg 2:3. 29. (28:33) Wallgren 3:3. 32. Skalik (Weber/Ausschluss Jungo) 3:4. 36. Berger (Zeller) 4:4. 44. (43:42) Zimmermann (Mendelin/Ausschluss Heller) 5:4. 45. (44:43) Gerber (Vänttinen/Ausschlüsse Gysin, Weber) 6:4. 50. Gerber (Vänttinen) 7:4. 56. Skalik (Moschen) 7:5. 59. Wolfer (D. Mucha) 7:6. - Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Wiler, 5-mal 2 Minuten gegen Rychenberg.

Wiler-Ersigen: Streit; Bichsel, Thorsell; Eggs, Wallgren; Berger, Jungo; Mendelin, Gerber, Vänttinen; Krähenbühl, Balmer, Wittwer; Zürcher, Zeller, Zimmermann.

Rychenberg Winterthur: Schütz; Weber, Moschen; Gysin, Heller; Huber, Kast; Schadegg, Cepek, Skalik; M. Mucha, Grunder, Wolfer; D. Mucha, Friolet, Locher.

Bemerkungen: Wiler ohne Mutti und Bieber (beide krank). 57:08 Time-out Rychenberg. 57:08 bis 58:03, 58:18 bis 58.56, 59:03 bis 60:00   Rychenberg ohne Torhüter, dafür mit sechs Feldspielern.

 




Mit 6:4 ins Halbfinale - nun Heimspiel gegen Rychenberg

22.11. Ueber 1400 Zuschauer warteten in der Aarauer Schachenhalle gespannt auf das Duell David vs. Goalith. Doch Stimmung mochte lange nicht aufkommen, zu überlegen agierte der Meister und führte bis Spielmitte mit 5:0 (zweimal Gerber, Mendelin, Krähenbühl und Zimmermann hatten geskort) und schien einem sicher Sieg entgegen zu gehen. Doch gleichermassen wie die Konzentration im Abschluss nachliess, fehlte plötzlich auch die Konsequenz in der Defensivarbeit. Lok Reinach holte Tor um Tor auf und sorgte für Stimmung auf den Rängen. Erst Krähenbühls 6:4 (58.) entschied die Partie definitiv zugunsten des Favoriten, der nun noch einen Sieg vor der neuerlichen Cupfinalqualifikation steht.

Halbfinalgegner ist wie im Vorjahr Rychenberg Winterthur (4:0-Erfolg für den SVWE), allerdings hat Wiler diesmal Heimvorteil. Die Partie wird am Samstag, 10. Januar 19.00 im Sportzentrum Zuchwil stattfinden. Im zweiten Halbfinal stehen sich Grünenmatt und Tigers Langnau gegenüber.

 

Cup: Lok Reinach (NLB) - Wiler-Ersigen (SML)  4:6 (0:3,2:2,2:1)
Schachenhalle Aarau: 1475 Zuschauer. SR: Kläsi/Baumgartner

Strafen: 2x2 Min. gegen Reinach, 1x2 Min. gegen Wiler-Ersigen.

Tore: 12.Gerber (Krähnebühl) 0:1, 14. Krähenbühl (Thorsell) 0:2, 20. Zimmermann (Vänttinnen) 0:3, 22. Mendlein (Gerber) 0:4, 25. Gerber (Thorsell) 0:5, 34. M.Merki (Ramseier) 1:5, 39. Jakobsson 2:5, 50.Byland 3:5, 55. Hedlund 4:5, 59. Krähenbühl (Mendelin) 4:6.

Wiler-Ersigen: Streit (50. Haab); Thorsell, Eggs, Gerber, Krähenbühl, Mendelin; Wallgren, Jungo, Zimmermann, Väntttinen, Zürcher; Gsyin, Berger, Sladky, Mutti.

Bemerkungen:  Wiler ohne Bichsel, Balmer (beide geschont), Bieber, Zeller (Ersatz) Ramseier und Fankhauser (nicht im Aufgebot). 55.Time-out Reinach.

 
 

Swiss Mobiliar Cup, Herren, Auslosung Halbfinals
Wiler-Ersigen – Rychenberg Winterthur (Sa. 10.1. 19.00 in Zuchwil)
Grünenmatt – Tigers Langnau
Die Partien müssen am Wochenende des 9./10./11. Januars 2009 gespielt werden.

Der Final findet am Samstag, 7. März 2009 in der Sporthalle Wankdorf statt.




Cupgegner Lok macht mobil - Riesenevent in Schachenhalle am 22.11.

12.11. So macht der Cup Spass!  Lok Reinach scheut keine Anstrengungen, um die Viertelfinalpartie zu einem echten Unihockey-Highlight in der Klubgeschichte und für den Kanton Aargau zu machen.  Der aktuelle NLB-Leader verzichtet gar auf den Heimvorteil der Pfrundmatt in Reinach und zügelt in die Schachenhalle in Aarau, wo am Sa. 22.11 um 19.00 Uhr über 1000 Schaulustige erwartet werden. Bereits sollen 750 Tickets weg sein. Mit einer richtigen Medienkampagne sollen alle Aaraguer Unihockeyfans auf den Event aufmerksam werden. Dabei wurde SVWE-Captain Olle Thorsell sogar zu einem Spezial-Foto-Shooting eingeladen. Diese Anstrengungen werden hoffentlich belohnt, auch wenn Lok seine underdog-Rolle doch etwas gar überzeichnet (vgl. auch den Plakatflyer). So leicht wird die Sache dann nicht gegessen sein (Stichwort  "Thorsell eats Lok")... 

 

Matchflyer     Interview Thorsell      Interview-Lok-Trainer




Cup-Viertelfinal: Lok Reinach (NLB) als Gegner

Nachdem die meisten Achtelfinals um den Swiss Mobiliar Cup der Damen und Herren gespielt sind, fand die Auslosung der Viertelfinals statt. Dabei muss der amtierende Cupsieger Floorball Köniz gegen die Tigers Langnau antreten. Der SV Wiler-Ersigen trifft nach ULA erneut auf einen B-Ligisten, Lok Reinach. Die Viertelfinals der Herren müssen am Wochenende des 21./22./23. November gespielt werden.

Viertelfinals Swiss Mobiliar Cup, Herren

UHC Lok Reinach (NLB) - SV Wiler-Ersigen (Swiss Mobiliar League) 
Meiersmaad (1. Liga)/Rychenberger - UHC Uster (Swiss Mobiliar League)
Floorball Köniz (Swiss Mobiliar League/amtierender Cupsieger) - Tigers Langnau (Swiss Mobiliar League).
Zug United (NLB) - UHC Grünenmatt (Swiss Mobiliar League).




Cup-Achtelfinal: ULA - SV Wiler-Ersigen 3:10

 

Nicht den Hauch einer Chance

Nach dem Effort und der Silbermedaille am Europacup hat Schweizer Meister Wiler-Ersigen den ersten Charaktertest bestanden. Heute folgt die fünfte SML-Runde gegen Grünenmatt (19 Uhr in Sumiswald). B-Ligist Unihockey Langenthal Aarwangen wurden indes gestern klar die Limiten aufgezeigt.

 

Pascal Mülchi, Langenthal / Mittellandzeitung

 

Manch einer der 410 Fans in der Kreuzhalle in Langenthal hätte sich wohl ein ähnliches Szenario gewünscht wie vor drei Jahren. Damals forderten die Langenthaler im Cup-Achtelfinal dem haushohen Favoriten Alligator Malans alles ab, und unterlagen am Ende nur knapp mit 6:8.
Gestern dagegen wurde die Partie gar nie eng. Noch bevor die ersten sechzig Sekunden abgelaufen waren, hatte Zürcher bereits ein erstes Mal getroffen. Nach zehn Minuten stand es bereits 0:3 aus Sicht des Heimteams. „Genau das wollten wir eigentlich vermeiden. Unser Ziel war, das Spiel so lange als möglich offen zu halten“, erklärte Jan Leuenberger, Torschütze zum dritten ULA-Treffer und bester Akteur seines Team. Die sich in der NLB auf Platz sechs befindenden Oberaargauer fanden aber nie ein Rezept gegen die ansprechend agierenden Emmentaler. Einzig mit Einzelvorstössen konnten sie so etwas wie Gefahr provozieren, von einer längeren Druckphase waren sie aber meilenweit entfernt. „Wir haben uns so viel vorgenommen, der Rahmen stimmte und dann lassen wir sie so einfach zu Toren kommen“, seufzte der 24-Jährige am Ende.

 

Teilerfolg im letzten Drittel


Nach dem kurzen Aufbäumen durch den Treffer durch Captain Schneeberger (23.) zum 1:3 folgte die sehenswerte Performance von Roger Gerber, dem Einheimischen in Diensten von Wiler-Ersigen. Der 26-Jährige war bei allen fünf Toren im Mitteldrittel beteiligt, liess sich zwei Tore und drei Assists gut schreiben. Beeindruckend war vor allem der fünfte Treffer nur 4 (!) Sekunden nach dem 1:4. Gerber spitzelte schon beim Bully vorausschauend den Ball in die gegnerische Hälfte, bediente Mendelin, der sich derzeit sowieso nicht zweimal bitten lässt – 1:5. So war das Spiel spätestens nach diesen beiden Treffern gelaufen, der 1:8-Rückstand für den B-Ligisten nach zwei Dritteln kann gar noch als milde betrachtet werden. Mit den zwei Toren durch von Arx und Leuenberger im letzten Drittel konnte zwar auf den ersten Blick nur Resultatkosmetik betrieben werden. Über den Teilerfolg, das letzte Drittel vom Skore her betrachtet, ausgeglichen gestaltet zu haben, dürfen sich die Oberaargauer aber sicher freuen.

 

Hoffen auf positive Auswirkung


Nur sechs Tage nach der Europacup-Finalniederlage hat Wiler-Ersigen mit der Viertelfinal-Qualifikation den Charakter-Test bestanden und die knifflige Angelegenheit gegen den Underdog bravourös gemeistert. Der Tscheche Sladky, der wie Eggs und Gysin am Europacup nur wenig zum Einsatz kam, heute wie die beiden anderen aber durchspielte, zeigte sich zufrieden: „Ich glaube wir haben heute eine gute Arbeit gemacht. Die zehn Tore dürfen uns positiv stimmen.“
Schon heute geht es für beide Teams weiter. Auf Wiler-Ersigen wartet mit Grünenmatt (19 Uhr, Forum Sumiswald) das nächste Derby. ULA reist ins Bündnerland und spielt gegen den UHC Sarganserland. ULA-Center Leuenberger zieht trotz den gestern ihnen deutlich aufgezeigten Limiten ein positives Fazit: „Eigentlich kann sich ein intensiver Match gegen ein stärkeres Team wie Wiler-Ersigen nur positiv auf unseren weiteren Meisterschaftsverlauf auswirken.“


Unihockey Langenthal Aarwangen – Wiler-Ersigen 3:10 (0:3, 1:5, 2:2)
Kreuzfeld, Langenthal. – 410 Zuschauer. – Lehmann/Schorr. – Tore: 1. (0.59) Zürcher (Zimmermann) 0:1. 4. Mendelin (Bichsel) 0:2. 10. Wallgren (Zürcher) 0:3. 23. J. Schneeberger 1:3. 27. (26.34) Gerber (Mendelin) 1:4. 27. (26.38) Mendelin (Gerber) 1:5. 29. Gerber (Vänttinen/ Ausschluss J. Schneeberger) 1:6. 33. Vänttinen (Gerber) 1:7. 40. (39.53) Mutti (Gerber) 1:8. 45. von Arx 2:8. 53. (52.04) Leuenberger (Gygax) 3:8. 53. (52.21) Zimmermann (Wallgren) 3:9. 60. (59.20) Krähenbühl (Zeller) 3:10.  – Strafen: 2 mal 2

Minuten gegen ULA; keine gegen Wiler-Ersigen.
ULA:
Schönbucher (ab 29. Sollberger); Bieri, L. Schneeberger; Kling, Lebl; J. Schneeberger, Bütikofer; Uhlmann; Lehmann, Leuenberger, von Arx; Schmid, Roth, Künzi; Kohler, Gloor, Tarnuzzer;  Gygax, Fürst.
Wiler-Ersigen: Haab; Bichsel, Thorsell; Wallgren, Gysin; Eggs, Berger; Mendelin, Gerber, Vänttinen; Zürcher, Balmer, Zimmermann; Krähenbühl, Sladky, Mutti; Zeller.

Bemerkungen: Wiler-Ersigen ohne Bieber, Jungo (geschont). Wittwer (Arbeit). Ramseier und Fankhauser (U21). ULA ohne Sonderegger (Militär). 5. Pfostenschuss von Arx. 27. Timeout ULA. 55. Pfostenschuss Bütikofer. 




Erste Cuphürde nur mit Kraftakt übersprungen - 7:4 im Endspurt


13.9. Souverän ist anders! Der erste Ernstkampf der Saison entwickelte sich für das Fanionteam zur Zitterpartie. Nach 50 Minuten stand es gegen den 1.Ligisten March-Altendorf 4:4-Remis. Die Red Devils kämpften in ihrem "Spiel des Jahres" teuflisch gut und mussten sich erst in der Schlussphase geschlagen geben, als Youngster Ramseier und zweimal Gerber dem Favoriten mit drei Toren doch noch das Weiterkommen im Cup sicherten. Einen ruhigeren Abend vergab der Meister, als er kurz nach dem 2:0 durch Captain Thorsell den Anschlusstreffer hinnehmen musste und der Aussenseiter in der mit rund 400 Zuschauern gut gefüllten Waid in Päffikon Lunte zu riechen begann. Das klassische Duell David gegen Goliath sah dann urplötzlich tatsächlich David im Vorteil, als die Gastgeber kurzzeitig mit 3:2 in Führung lagen. Mit einem Doppelschlag der Neuzuzüge aus Dalen, Wallgren und Zürcher, blieb immerhin die Reaktion des Favoriten nicht aus. Wohl sehr zur Erleichterung von Assitenztrainer Thomas von Känel, welcher bei seiner Feuertaufe gleich als Chef an der Bande stand, weil Thomas Berger bei der U19-Nati engagiert war. So kam Bergers langjähriger Assistent Bruno Berchtold zu einem Kurz-Comeback als zweiter Coach. Am Ende konnte das "Assi-Duo" folgendes Kurz-Fazit an ihren Chef übemitteln: Haupsache gewonnen und die nächste Cup-Runde erreicht.
Für den SVWE spielten: Haab; Thorsell (1 Tor), Berger; Krähenbühl, Gerber (3) , Mendelin; Wallgren (1), Jungo; Zürcher (1), Balmer, Zimmermann; Gysin, Eggs; Fankhauser, Ramseier (1), Zeller. Bieber. Abwesend: Vänttinen, Sladky, Mutti (Nationalteams), Wittwer (Arbeit), Bichsel (geschont), Streit (nach Meniskusoperation rekonvaleszent). Cheftrainer Berger (U19-Nati).